Game of Thrones: Der Herr des Lichts

Alle Fakten zum mysteriösen Gott
Spoilerfrei!
Lesedauer: 3 Mins.

In der letzten Folge namens 'Die lange Nacht' kam es zum lang erwarteten Kampf zwischen der Armee der Toten und der Armee der Lebend. Letztere bekam dabei Unterstützung von Melisandre, die den Truppen mit ihren übernatürlichen Fähigkeiten, die sie vom Herrn des Lichts erhält, beistand. Doch wer ist dieser rote Gott überhaupt? Und um was genau geht es in seiner Religion?

Im Zentrum der Religion des Herrn des Lichts steht die Gottheit R’hllor, auch der rote Gott oder eben der Herr des Lichts genannt. Er ist der Gott des Lichts, der Wärme und des Lebens und in einem endlosen Kampf gegen sein Gegenstück, den Großen Anderen verstrickt. Dieser verkörpert in der Religion daher die Dunkelheit, Kälte und den Tod. Der Kampf kann laut den Lehren der Religion nur durch Azor Ahai, eine Art Messias, im Sinne des roten Gottes beendet werden. Da die Anhänger des roten Gottes davon ausgehen, dass die Welt, in der alle Menschen leben, die einzig wahre Hölle ist, geht mit dem Erscheinen von Azor Ahai und dem Sieg über den Großen Anderen auch der Glaube an die Befreiung aus dieser Hölle einher.

Andere Gottheiten wie die Sieben, der Ertrunkene Gott oder die alten Götter werden im Glauben des Herrn des Lichts als Dämonen und Abgesandte des Großen Anderen angesehen. Deshalb werden sie von fanatischen Anhängern des Glaubens besonders heftig abgelehnt und bekämpft, was mitunter das Verbrennen von Andersgläubigen und Götterstatuen zur Folge hat.

Der Haupttempel des roten Gottes befindet sich in Volantis. Dort hält sich auch das Religionsoberhaupt auf, der neben anderen Titeln auch als hoher Priester bezeichnet wird. In den überall in Essos verbreiteten roten Tempeln werden Männer und Frauen für verschiedene Dienste im Namen des Herrn des Lichtes ausgebildet. Die in Volantis ausgebildeten Gläubigen sind allesamt Sklaven, die der rote Tempel bereits im Kindesalter kauft oder geschenkt bekommt. Anderenorts treten auch freie Menschen aus eigener Überzeugung in den Dienst des roten Gottes.

Ein Großteil dieser Sklaven wird über mehrere Jahre hinweg zu Priestern ausgebildet. Zu dieser Gruppe gehören auch Melisandre und Thoros von Myr. Alle Priester lernen die verschiedenen Gebete und Beschwörungen des Glaubens auswendig und werden im Sehen und Interpretieren von Visionen in Flammen ausgebildet. Scheinbar von dem roten Gott auserwählte Menschen sind auch ohne Ausbildung dazu in der Lage, diese Visionen zu erkennen, können diese aber nur selten verstehen. Die Priesterinnen und Priester werden entweder in den verschiedenen roten Tempeln tätig oder reisen als Missionare durch die Welt. Dabei sind sie stets in rote Roben gekleidet, was auch den Spitznamen rote Priester erklärt.

Sklaven, die keine Priesterinnen und Priester werden, werden möglicherweise zu einem neuen Krieger der flammenden Hand ausgebildet. Die flammende Hand ist eine Armee aus sogenannten heiligen Soldaten im Dienste des Herrn des Lichts, die immer exakt tausend Mann stark ist. Ihre Aufgabe ist es, den Roten Tempel in Volantis zu beschützen.

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Aufgrund der Assoziation ihrer Gottheit mit Wärme und Licht, beten die Anhänger der Religion roten Gottes das Feuer an. Da auch Schatten nur durch Licht entstehen können, werden diese ebenfalls verehrt. Tägliche Gebete vor einem Feuer gehören zu den Ritualen aller Anhänger des roten Gottes. Ein Satz, der in fast jedem Gebet der roten Priesterinnen und Priester fällt lautet: „Denn die Nacht ist dunkel und voller Schrecken.“ Das regelmäßige Entfachen eines Feuers bei Sonnenunter- und Sonnenaufgang ist fester Teil der Ehrerbietung der Gläubigen gegenüber ihrem Gott, um diesem für den Tag und das Beenden der Nacht zu danken.

Wie bereits erwähnt verbrennen einige rote Priesterinnen und Priester Götterstauen und Andersgläubige, um dem roten Gott ein Opfer darzubringen oder auch um diesen um einen Gefallen und seinen Segen zu bitten. Allem anscheinen nach ist der rote Gott auch tatsächlich dazu in der Lage, seinen Anhängern übernatürliche Fähigkeiten zu verleihen.

So können einige der Priesterinnen und Priester Blutmagie anwenden, Feuer aus dem Nichts erschaffen und Tote wieder zum Leben erwecken. Doch wie im Rest der Welt von Eis und Feuer scheint auch die Magie und Macht von R’hllor seit dem Tod des letzten Targaryen-Drachen geschwächt zu sein und findet erst seit kurzem wieder zu neuer Stärke. Oft lassen rote Priester mit kleinen Tricks nur den Anschein entstehen, dass sie magische Fähigkeiten besitzen.

Die Religion des Herrn des Lichts ist also ein mitunter radikaler Glaube, in dem sich alles um das Feuer des Lebens und den ewigen Kampf zwischen dem Leben und dem Tod dreht.

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