Game of Thrones: Der Wahnsinn der Targaryens

Eine Familie, eine Geisteskrankheit
Spoilerfrei!
Lesedauer: 3 Mins.

Nun ist es offiziell: Daenerys Targaryen ist die "irre Königin". Doch in der Geschichte des Hauses Targaryen gab es neben ihrem Vater Aerys II auch weitere verrückte Familienmitglieder. Doch was hat es mit dem Wahnsinn der Targaryens auf sich? Das wollen wir euch in diesem Fakten-Check erklären.

Schon seit dem Beginn der Herrschaft der Targaryens über die Sieben Königslande hält sich das Gerücht, dass man in der Adelsfamilie einen Hang zum Wahnsinn hat. Angeblich sollen die Mitglieder der valyrischen Familie sogar eine genetische Veranlagung für eine geschädigte Psyche haben. Den Ursprung dafür sehen viele Westerosi in dem Inzest der Familie, der bereits seit über 300 Jahren praktiziert wird, um die Blutlinie so rein wie möglich zu halten. Laut dieser Theorie sorgte der Inzest für zahlreiche negative Folgen, wozu eben auch der Wahnsinn gehören soll.

In Westeros wird deshalb auch der Spruch „Immer wenn ein Targaryen geboren wird, werfen die Götter eine Münze.“ mit dem Wahnsinn einiger Familienmitglieder in Verbindung gebracht. Grund dafür sind die zahlreichen hervorragenden oder eben schrecklichen Könige, die das Adelshaus hervorgebracht hat. Anscheinend gilt für die Familie nur „Entweder…oder“, einen Mittelweg gibt es wohl nicht.

Doch im Grunde lässt sich darüber streiten, ob es sich bei dem Wahnsinn der Targaryens tatsächlich um Wahnsinn handelt. Viele der Dinge, die vom Volk und von den Maestern als irre eingestuft wurden, könnte man auch als Kurzschlussreaktionen oder Verzweiflungstaten beschreiben, die keinen echten Wahnsinn als Grundlage haben. Einige behaupten auch, dass dem valyrische Blut der Targaryens magische Kraft innewohnt, welche die Mitglieder der Adelsfamilie in den Wahnsinn treibt, weil sie die besagte Kraft nicht richtig kontrollieren können.

Auch wenn es einige Targaryens gegeben haben soll, die von Geburt an ein abnormales, wahnsinniges Verhalten an den Tag gelegt haben, entwickelte sich der Wahnsinn bei einigen Familienmitgliedern erst mit der Zeit.

Das wohl bekannteste Beispiel für den Wahnsinn der Targaryens ist Daenerys‘ Vater König Aerys II., im Volksmund auch der „Irre König“ genannt. In seiner Jugend galt er als charmant und großzügig, einigen fielen aber schon damals die mitunter heftigen Wutausbrüche des noch jungen Prinzen auf. Spätestens seit dem Aufstand von Dämmertal, während dem Aerys als Geisel von Lord Denys Finsterlyn gefangen gehalten wurde, rutschte der König komplett in den Wahnsinn ab. Hinter jeder unerwarteten Handlung vermutete er einen Komplott und Verrat. Seine Paranoia und Wahnvorstellungen wurden immer schlimmer und er entwickelte eine Obsession für Feuer und äußerst brutale Hinrichtungsmethoden.

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Neben König Aerys dem II. gab es noch weitere Targaryens, denen man zumindest einen Hang zum Wahnsinn anrechnen kann.

Da wäre zum Beispiel König Maegor I., auch „Maegor der Grausame“ genannt, der wegen seinem äußerst brutalen und eben auch grausamen Verhalten gefürchtet war. So war er beispielsweise für die Fertigstellung des Roten Bergfriedes verantwortlich. Nach der Vollendung der Bauarbeiten tötete er jeden einzelnen Menschen, der an der Konstruktion beteiligt war, um die Geheimnisse des Bergfriedes zu wahren. Außerdem schlug er Widerstände gegen seine Herrschaft selten mit Worten, dafür aber umso öfter mit Gewalt und zahlreichen Hinrichtungen nieder.

Ebenso wahnsinnig war Prinz Aerion Targaryen, auch als „Aerion der Monströse“ bekannt, der sich vor allem durch seine unglaubliche Grausamkeit und Arroganz auszeichnete. Neben seiner Faszination für schwarze Magie war er fest davon überzeugt, ein Drache in Menschenform zu sein. Seinen Tod fand der Targaryen-Prinz dadurch, dass er Seefeuer trank, weil er glaubte, es würde ihn in einen Drachen verwandeln.

Blickt man auf die Familiengeschichte der Targaryens zurück, gab es neben den guten Königen und Prinzen wie König Jaehaerys dem I., König Daeron dem II. oder Prinz Rhaegar auch einige wirklich grausame Herrscher. 

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