7.4/10

Kritik: Enola Holmes

Sherlock Holmes kann einpacken

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Genres: Krimi, Mystery, Startdatum: 23.09.2020

Interessante Fakten für…

  • Enola Holmes basiert auf der Buchvorlage Der Fall des verschwundenen Lords von Nancy Springer.
  • Harry Potter Fans aufgepasst, denn Teil des Casts sind Helena Bonham Carter, Fiona Shaw und Frances de la Tour.

Im Netflix-Film Enola Holmes begleiten wir die jüngere Schwester des Meisterdetektivs Sherlock Holmes auf ihrer Suche nach ihrer Mutter. Verfilmt nach der gleichnamigen Buchvorlage von Nancy Springer.

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Darum geht’s

Die junge Enola Holmes (Millie Bobby Brown) lebt zusammen mit ihrer Mutter Eudoria (Helena Bonham Carter) auf dem Land des viktorianischen Englands auf. Unter anderem bringt die skurrile Mutter ihrer Tochter Alchemie und Bodenschießen bei. Eines Tages verschwindet Eudoria und überlässt Enola der Obhut von ihren älteren Brüdern, Meisterdetektiv Sherlock Holmes (Henry Cavill) und stoischen Mycroft (Sam Claflin). Ihre Vorstellungen einer jungen Dame gehen hierbei weit auseinander und Enola nimmt Reißaus. Das Ziel ist es, ihre Mutter zu finden.

Enola Holmes | Offizieller Trailer | Netflix

Echte Schauspiellegenden

Was mich wohl am meisten von Enola Holmes überzeugt hat? Klare Sache: Der Schauspieler:innen.

Enola Holmes wird von Millie Bobby Brown gespielt, welche bereits als Elfie aus Stranger Things bekannt ist. Bisher eher wortkarg unterwegs, zeigt sie nun eine andere Seite von sich. Henry Cavill (Geralt von Riva aus The Witcher) als Sherlock Holmes ist für mich der perfekte Sherlock Holmes. Mein persönliches Highlight ist die Besetzung von Helena Bonham Carter (Bellatrix Lestrange in Harry Potter) als Mutter Holmes: Eudoria. Eine bessere Verkörperung des Freigeistes von Eudoria hätte ich mir nicht vorstellen können.

Helena ist aber nicht die einzige Vertretung aus Harry Potter, denn Fiona Shaw als Miss Harrison und Frances de la Tour als Witwe sind ebenfalls mit von der Partie.
Allein wegen des Casts würde ich Enola Holmes tausendmal empfehlen.

Geiler Start, schwaches Ende

Während der erste Teil des Films mit Spannung lockt und einen wirklich in die Geschichte zieht, so geht es zur zweiten Hälfte nur schleppend voran. Am Anfang wird die Buchvorlage immer wieder aufgegriffen und in einer unterhaltsameren Weise dargestellt. Enola als Charakter zieht einen mit und sie bildet eine klare Linie, denn sie ist mehr als nur ein starrsinniger Teenager.

Der rote Faden der Story geht mit dem fortlaufenden Film immer mehr verloren. Während im Buch der politische Konflikt eher eine Nebenrolle spielt, rückt er im Film immer mehr und mehr in den Vordergrund. Die eigentliche Geschichte von Enola und ihrem einzigartigen Charakter gehen mehr und mehr unter. Stattdessen stehen die Geschichten von gefühlt jedem Nebencharakter und Statist plötzlich im Rampenlicht. Szenen wie beispielsweise das Mädchen-Internat war so gar nicht vorgesehen. Dazu wird die Auflösung am Ende unnötig in die Länge gezogen. Schade drum.

Kleider machen Leute

Als großer Fan vom viktorianischen Ambiente und der Geschichte freut es mich immer sehr zu sehen, wenn Kostüme detailgetreu gehalten werden und auch der generelle Vibe der Szene stimmt. Bei Enola Holmes habe ich mich da auf jeden Fall sehr Zuhause gefühlt. Besonders ins Auge gestochen ist mir die Liebe zum Detail ganz am Anfang bezüglich der Handschuhe (bzw. der nicht getragenen Handschuhe) von Enola und wie sie als Wirbelwind ihr Haar offen trägt. Die Rolle der feinen Dame nimmt sie vorerst nur für ihre Detektivarbeit an. Am Ende bleibt sie sich selbst treu – tolle Sache.

Mit Humor den Zuschauer ansprechen

Immer wieder ist die Lösung,  der nächste Schritt in weiter Ferne. Enola weiß sich zu helfen, denn sie spricht mit dem Zuschauer durch den Bildschirm. Das mag im ersten Moment vielleicht etwas den Flow der Story unterbrechen, doch fand ich die Anekdoten und Kommentare von Enola unterhaltsam. Es hat mir das Gefühl gegeben, mehr Teil ihrer Gedanken zu sein. Gut war es, dass wir nur die Gedanken von ihr erfahren haben und nicht vom gesamten Cast. Das wäre wohl etwas zu viel gewesen.

Fazit

7.4/10
Ordentlich
Community-Rating:
Handlung 7.3/10
Charaktere 9.5/10
Tiefgang 6/10
Spannung 6/10
Kostüm 8/10
Details:
Regisseur: Harry Bradbeer,
FSK: 12 Filmlänge: 123 min.
Besetzung: Fiona Shaw, Helena Bonham Carter, Henry Cavill, Louis Partridge, Millie Bobby Brown, Sam Claflin,

Enola Holmes zeigt ein Familien-Drama der anderen Art und bietet seinen Charakteren viel Raum für Entwicklung. Langsam verliebt man sich in Enola und ihre skurrile Art, sich der Welt zu stellen. Entgegen aller Erwartungen rettet sie mal kurz den jungen Lord und löst ein größeres politisches Drama auf der Suche nach ihrer Mutter. Wer einen spaßigen Abend mit sympathischen Charakteren haben möchte, der ist mit Enola Holmes auf der richtigen Spur.

Und wenn das noch nicht reichen sollte, der zweite Teil Enola Holmes 2 ist auch schon da.

Artikel vom 12. Januar 2023

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