Episodenguide: Élite Kurzgeschichten

Alle Kurzgeschichten plus Kritik auf einen Blick!
Spoilerfrei!
Lesedauer: 7 Mins.
  • Anlässlich der vierten Staffel der spanischen Hit-Serie 'Élite' veröffentlicht Netflix vier Kurzgeschichten rund um die Schüler:Innen der Las Encinas. Wie üblich bedeutet das jede Menge Party, Intrigen und Drama. Ob die Kurzgeschichten in diesen Disziplinen genau so überzeugen wie die Hauptserie, erfahrt ihr in unserem Episodenguide! Folge 1: 'Élite Kurzgeschichten: Guzmán Caye Rebe' Original Titel: Élite Short Stories: Guzmán Caye Rebe Erscheinungsdatum: 14. Juni 2021 Darum geht's: Rebeka (Claudia Salas) lädt anlässlich ihres Umzuges in eine neue Prachtvilla Guzmán (Miguel Bernardeau) und Cayetana (Georgina Amorós) zu einer Einweihungsparty ein. Langweilen sich die Drei anfangs noch beinah zu Tode, wendet sich das Blatt als die Freund:Innen ohne ihr Wissen Space Cakes, also mit Drogen versetzten Kuchen, essen. Und so begeben sich Rebe, Guzmán und Caye in einen Drogentrip mitsamt Hochs und Tiefs, der mit einem überraschenden Fund mitsamt unerwartetem Gast im neuen Haus aus dem Ruder zu geraten droht. Eine Einweihungsparty der anderen Art Bevor sich Fans der Serie Èlite in die heiß ersehnte vierte Staffel stürzen können, spendiert Netflix ein paar kleine Einblicke in das Leben der Charaktere zwischen den Staffeln. Den Anfang macht dabei die Geschichte rund um Rebe, Guzmán und Caye. Nach dem Schauen der ersten der insgesamt vier Kurzgeschichte stelle ich überraschenderweise fest: Das Format einer kurzen, abgeschlossenen Handlungen steht Élite ausgesprochen gut! So bekommt die Serie, die sich üblicherweise eher mit Drama und Intrigen beschäftigt auch mal die Möglichkeit, sich ein wenig von der bereits bekannten Formel zu entfernen. In Elite Kurzgeschichten: Guzmán Caye Rebe hat man diese Chance genutzt, um eine überraschend kurzweilige und lustige Geschichte rund um die drei hitzigen Charakterköpfe zu erzählen. Den Schauspieler:Innen macht es dabei sichtlich Spaß, sich mal von dem melodramatischen Kern der Hauptserie zu entfernen und einfach mal drei zugedröhnte Teenager:Innen zu mimen, die von einem Schlamassel ins das nächste stolpern. Die Auflösung der Eskalation reiht sich in ihrer Beklopptheit perfekt in die ohnehin nicht sonderlich ernste Stimmung der Kurzgeschichte ein und dürfte deshalb sowohl für Lacher, als auch für Kopfschütteln sorgen. Natürlich bereichert die Geschichte das Serienuniversum nicht unbedingt, tiefere Einblicke in die Psychen der Charaktere sucht man vergebens. Mit den visuellen Effekten rund um einen Rausch hätte man auch ein wenig mehr spielen können. Aber diese Punkte kann man hier gut verzeihen: Guzmán Caye Rebe unterhält mit einer lustigen Prämisse, die das Rad nicht neu erfindet, aber trotzdem auf ganzer Strecke unterhält. Werbung Folge 2: 'Élite Kurzgeschichten: Omar Ander Alexis' Original Titel: Élite Short Stories: Omar Ander Alexis Erscheinungsdatum: 15. Juni 2021 Darum geht's: Obwohl Ander (Arón Piper) den Krebs besiegen konnte, kehrt er immer wieder ins Krankenhaus zurück. Grund dafür ist der Krebspatient Alexis (Jorge Clemente), der ihm während seiner Chemotherapie beistand und dadurch zu einem engen Freund wurde. Und obwohl Ander jeden Grund der Welt hätte, glücklich und erleichtert zu sein, fühlt er sich doch schuldig, Alexis im Krankenhaus zurückgelassen zu haben. Um ihn aufzuheitern, plant er Alexis mit Rebeka (Claudia Salas) zu verkuppeln. Doch Ander ahnt nicht, welche schwere Entscheidung Alexis getroffen hat... Gelungener Abschied In der zweiten Èlite Kurzgeschichte zeigt sich, dass die kleinen filmischen Einschübe vor Staffel vier auch gut genutzt werden können, um noch offene Plots aus den vorherigen Staffeln zu Ende zu erzählen. In Omar Ander Alexis dreht sich alles um die Freundschaft zwischen Ander und Alexis und das, was sie für einige Zeit verband - Krebs. Élite-typisch geschieht diese Abhandlung natürlich nicht ohne eine kleine Prise Melodrama und Tränendrüse, aber das ist auch nicht schlimm. Wo Élite draufsteht, soll schließlich auch Élite drin sein. In den Momenten, in denen Ander und Alexis ungeschönt über ihre Gefühle und Ängste was das Leben, die Krankheit und schließlich auch den Tod angeht, sprechen, findet die Kurzgeschichte auch Zeit für ehrliche Momente, die durchaus auch zum Nachdenken anregen. Allerdings is der Titel Omar Ander Alexis durchaus ein wenig irritierend, übernimmt Omar nach der ersten Episode doch eher eine Statistenrolle. Auch die Diskussion rund um die Auswirkungen von Anders Krebserkrankung auf die Beziehung des Paares wirkt ein wenig arg schnell abgehandelt, hier fehlt es an Tiefe und Gewicht. Wahrscheinlich wollte man hier fix die Weichen für das Beziehungsdrama stellen, das sich in Staffel vier anbahnt. Omar fühlt sich in dieser Kurzgeschichte einfach etwas Fehl am Platz an, viel Raum für Entwicklung bekommt er, anders als Ander, nicht. Wahrscheinlich wäre es die schlauere Idee gewesen, ihn komplett aus diesem an sich schönen Ende der Freundschaft zwischen Ander und Alexis zu streichen, oder ihm eine wichtigere Rolle in dem Beziehungskonstrukt der Drei zu geben. Werbung Folge 3: 'Élite Kurzgeschichten: Nadia Guzmán' Original Titel: Élite Short Stories: Nadia Guzmán Erscheinungsdatum: 16. Juni 2021 Darum geht's: Seitdem Nadia (Mina El Hammani)  für ihr Studium nach New York gezogen ist, scheint es in ihrer Beziehung zu Guzmán (Miguel Bernardeau), der immer noch in Madrid lebt, nicht mehr ganz so rund zu laufen. Als Nadia für die Hochzeit ihrer Schwester in ihrer Heimat zurückkehrt, werden beide mit den Problemen und den Schwierigkeiten ihrer Fernbeziehung konfrontiert und müssen sich die Frage stellen, ob ihre Beziehung noch eine Zukunft hat. Eine zweite Chance Was hat man über drei Staffeln nicht schon mit Nadia und Guzmán gelitten, gehofft, geweint und gelacht, nur um zu guter Letzt dann doch mit einem Happy End belohnt zu werden. Doch zurecht stellte man sich zum Ende der dritten Staffel die Frage: Wie wird das wohl mit den beiden weiterlaufen, jetzt wo Nadia nach New York geht? Spätestens ab dieser Élite Kurzgeschichte fühlt sich Élite wieder vollkommen wie Élite an. Wir bekommen ein emotionales Melodrama rund um das wohl beliebteste Paar der Serie spendiert, bedeutungsschwangere Momente inklusive. Aber hey, darauf habt ihr als Fans ja sicherlich auch ein bisschen gehofft, oder? Dem Format der Kurzgeschichte geschuldet, fühlt sich der große Streit und die anschließende Versöhnung ziemlich schnell abgearbeitet an. Wir bekommen ausreichend viele Einblicke in die Gefühlswelt von Nadia und Guzmán um ihre jeweiligen Standpunkte zu verstehen, aber so richtig natürlich fühlt sich das alles doch nicht an. Für eine Kurzgeschichte reicht das vielleicht auch aus, aber an sich hätte die Geschichte des Paares hier mehr als eine schnelle Abhandlung verdient. Hinzu kommt noch, das vor allem Nadia sich hin und wieder mal merkwürdig out-of-character verhält, was Fans natürlich nicht sonderlich gefallen dürfte. Abschließend lässt sich sagen, dass Nadia Guzmán ein okayer Einschub war, der vermutlich die Weichen für ein anstehendes Beziehungsdrama in der vierten Staffel stellt. Das Gefühl, dass man hier mehr hätte rausholen können, bleibt aber trotzdem. Werbung Folge 4: 'Élite Kurzgeschichten: Carla Samuel' Original Titel: Élite Short Stories: Carla Samuel Erscheinungsdatum: 17. Juni 2021 Darum geht's: Obwohl Carla (Ester Expósito) und Samuel (Itzan Escamilla) im Guten auseinandergegangen sind, möchte Samuel seine große Liebe noch nicht aufgeben. Und so versucht Samuel Carla noch ein letztes Mal davon zu überzeugen, bei ihm in Madrid zu bleiben und nicht nach London zu gehen. Als ihr Flug nach London sich um sieben Stunden verspätet, willigt die genervte, aber irgendwie auch berührte selbsternannte Eisprinzessin ein, die übrige Zeit mit Samuel zu verbringen. Ob das eine gute Idee ist? Oder werden alte Gefühle wieder wachgerüttelt? Ein bittersüßes Ende Die letzte der vier Élite Kurzgeschichten widmet sich einem weiteren beliebten Paar: Carla und Samuel. Kaum hatte sich deren Beziehung in Staffel 2 angebahnt, endete sie doch abrupt mit dem Ende von Staffel 3 und bekam durch die Nachricht, dass Expósito nicht für Staffel 4 zurückkehren würde, den letzten Todesstoß. Umso freudiger ist die Botschaft, dass die Beziehung der beiden in Carla Samuel ein zu großen Teilen befriedigendes Ende findet. Von Minute eins an verfallen die zwei Sturköpfe in alte Muster aus Melodrama, Flirten, Streiten und der ganz großen Liebe und tatsächlich nimmt man den Charakteren den Schmerz und die Freude ab. Über drei Teile wird glaubwürdig erzählt, warum dieses doch sehr ungewöhnliche Paar sich so zueinander hingezogen fühlt und warum ihre Beziehung aber vielleicht doch nicht die besten Überlebenschancen hat. Negativ fällt auf, dass sich der Konflikt zwischen den beiden, ähnlich wie in Élite Kurzgeschichten: Nadia Guzmán, innerhalb von wenigen Minuten aufbaut und dann zu einem arg schnellen Ende kommt. Anders als bei Nadia Guzmán aber fühlen sich aber sowohl Samuel als auch Carla weitaus mehr wie ihre Charaktere aus den vorherigen Staffeln an, weshalb der Schnelldurchlauf weitaus weniger negativ auffällt. Es macht einfach Spaß zu sehen, wie die beiden miteinander spielen und schließlich alle Mauern fallen lassen, um noch ein letztes Mal offen und ehrlich miteinander zu sein. Alles in allem ist Carla Samuel trotz einiger Macken ein schöner Abschied von der Konstellation Carla/Samuel, aber vor allem von Carla bzw. Ester Expósito selbst, die Élite maßgeblich prägte.
    Episodenguide: Élite Kurzgeschichten
    Folge 1: Guzmán Caye Rebe
    71%
    Folge 2: Omar Ander Alexis
    70%
    Folge 3: Nadia Guzmán
    61%
    Folge 4: Carla Samuel
    72%
    User Rating: Be the first one !
  • Staffelstart: 14.06.2021
    Episoden: 4 in 1 Staffel
    FSK: 16
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    Showrunner: ,
    Besetzung: , , , , , , ,
    Bildrechte: Netflix
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Gesamtbewertung:

Ganz okay
69%

Anlässlich der vierten Staffel der spanischen Hit-Serie 'Élite' veröffentlicht Netflix vier Kurzgeschichten rund um die Schüler:Innen der Las Encinas. Wie üblich bedeutet das jede Menge Party, Intrigen und Drama. Ob die Kurzgeschichten in diesen Disziplinen genau so überzeugen wie die Hauptserie, erfahrt ihr in unserem Episodenguide!

Folge 1: 'Élite Kurzgeschichten: Guzmán Caye Rebe'

Original Titel: Élite Short Stories: Guzmán Caye Rebe
Erscheinungsdatum: 14. Juni 2021

Darum geht's:

Rebeka (Claudia Salas) lädt anlässlich ihres Umzuges in eine neue Prachtvilla Guzmán (Miguel Bernardeau) und Cayetana (Georgina Amorós) zu einer Einweihungsparty ein. Langweilen sich die Drei anfangs noch beinah zu Tode, wendet sich das Blatt als die Freund:Innen ohne ihr Wissen Space Cakes, also mit Drogen versetzten Kuchen, essen. Und so begeben sich Rebe, Guzmán und Caye in einen Drogentrip mitsamt Hochs und Tiefs, der mit einem überraschenden Fund mitsamt unerwartetem Gast im neuen Haus aus dem Ruder zu geraten droht.

Eine Einweihungsparty der anderen Art

Bevor sich Fans der Serie Èlite in die heiß ersehnte vierte Staffel stürzen können, spendiert Netflix ein paar kleine Einblicke in das Leben der Charaktere zwischen den Staffeln. Den Anfang macht dabei die Geschichte rund um Rebe, Guzmán und Caye. Nach dem Schauen der ersten der insgesamt vier Kurzgeschichte stelle ich überraschenderweise fest: Das Format einer kurzen, abgeschlossenen Handlungen steht Élite ausgesprochen gut! So bekommt die Serie, die sich üblicherweise eher mit Drama und Intrigen beschäftigt auch mal die Möglichkeit, sich ein wenig von der bereits bekannten Formel zu entfernen. In Elite Kurzgeschichten: Guzmán Caye Rebe hat man diese Chance genutzt, um eine überraschend kurzweilige und lustige Geschichte rund um die drei hitzigen Charakterköpfe zu erzählen.

Den Schauspieler:Innen macht es dabei sichtlich Spaß, sich mal von dem melodramatischen Kern der Hauptserie zu entfernen und einfach mal drei zugedröhnte Teenager:Innen zu mimen, die von einem Schlamassel ins das nächste stolpern. Die Auflösung der Eskalation reiht sich in ihrer Beklopptheit perfekt in die ohnehin nicht sonderlich ernste Stimmung der Kurzgeschichte ein und dürfte deshalb sowohl für Lacher, als auch für Kopfschütteln sorgen. Natürlich bereichert die Geschichte das Serienuniversum nicht unbedingt, tiefere Einblicke in die Psychen der Charaktere sucht man vergebens. Mit den visuellen Effekten rund um einen Rausch hätte man auch ein wenig mehr spielen können. Aber diese Punkte kann man hier gut verzeihen: Guzmán Caye Rebe unterhält mit einer lustigen Prämisse, die das Rad nicht neu erfindet, aber trotzdem auf ganzer Strecke unterhält.

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Folge 2: 'Élite Kurzgeschichten: Omar Ander Alexis'

Original Titel: Élite Short Stories: Omar Ander Alexis
Erscheinungsdatum: 15. Juni 2021

Darum geht's:

Obwohl Ander (Arón Piper) den Krebs besiegen konnte, kehrt er immer wieder ins Krankenhaus zurück. Grund dafür ist der Krebspatient Alexis (Jorge Clemente), der ihm während seiner Chemotherapie beistand und dadurch zu einem engen Freund wurde. Und obwohl Ander jeden Grund der Welt hätte, glücklich und erleichtert zu sein, fühlt er sich doch schuldig, Alexis im Krankenhaus zurückgelassen zu haben. Um ihn aufzuheitern, plant er Alexis mit Rebeka (Claudia Salas) zu verkuppeln. Doch Ander ahnt nicht, welche schwere Entscheidung Alexis getroffen hat...

Gelungener Abschied

In der zweiten Èlite Kurzgeschichte zeigt sich, dass die kleinen filmischen Einschübe vor Staffel vier auch gut genutzt werden können, um noch offene Plots aus den vorherigen Staffeln zu Ende zu erzählen. In Omar Ander Alexis dreht sich alles um die Freundschaft zwischen Ander und Alexis und das, was sie für einige Zeit verband - Krebs. Élite-typisch geschieht diese Abhandlung natürlich nicht ohne eine kleine Prise Melodrama und Tränendrüse, aber das ist auch nicht schlimm. Wo Élite draufsteht, soll schließlich auch Élite drin sein. In den Momenten, in denen Ander und Alexis ungeschönt über ihre Gefühle und Ängste was das Leben, die Krankheit und schließlich auch den Tod angeht, sprechen, findet die Kurzgeschichte auch Zeit für ehrliche Momente, die durchaus auch zum Nachdenken anregen.

Allerdings is der Titel Omar Ander Alexis durchaus ein wenig irritierend, übernimmt Omar nach der ersten Episode doch eher eine Statistenrolle. Auch die Diskussion rund um die Auswirkungen von Anders Krebserkrankung auf die Beziehung des Paares wirkt ein wenig arg schnell abgehandelt, hier fehlt es an Tiefe und Gewicht. Wahrscheinlich wollte man hier fix die Weichen für das Beziehungsdrama stellen, das sich in Staffel vier anbahnt. Omar fühlt sich in dieser Kurzgeschichte einfach etwas Fehl am Platz an, viel Raum für Entwicklung bekommt er, anders als Ander, nicht. Wahrscheinlich wäre es die schlauere Idee gewesen, ihn komplett aus diesem an sich schönen Ende der Freundschaft zwischen Ander und Alexis zu streichen, oder ihm eine wichtigere Rolle in dem Beziehungskonstrukt der Drei zu geben.

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Folge 3: 'Élite Kurzgeschichten: Nadia Guzmán'

Original Titel: Élite Short Stories: Nadia Guzmán
Erscheinungsdatum: 16. Juni 2021

Darum geht's:

Seitdem Nadia (Mina El Hammani)  für ihr Studium nach New York gezogen ist, scheint es in ihrer Beziehung zu Guzmán (Miguel Bernardeau), der immer noch in Madrid lebt, nicht mehr ganz so rund zu laufen. Als Nadia für die Hochzeit ihrer Schwester in ihrer Heimat zurückkehrt, werden beide mit den Problemen und den Schwierigkeiten ihrer Fernbeziehung konfrontiert und müssen sich die Frage stellen, ob ihre Beziehung noch eine Zukunft hat.

Eine zweite Chance

Was hat man über drei Staffeln nicht schon mit Nadia und Guzmán gelitten, gehofft, geweint und gelacht, nur um zu guter Letzt dann doch mit einem Happy End belohnt zu werden. Doch zurecht stellte man sich zum Ende der dritten Staffel die Frage: Wie wird das wohl mit den beiden weiterlaufen, jetzt wo Nadia nach New York geht? Spätestens ab dieser Élite Kurzgeschichte fühlt sich Élite wieder vollkommen wie Élite an. Wir bekommen ein emotionales Melodrama rund um das wohl beliebteste Paar der Serie spendiert, bedeutungsschwangere Momente inklusive. Aber hey, darauf habt ihr als Fans ja sicherlich auch ein bisschen gehofft, oder?

Dem Format der Kurzgeschichte geschuldet, fühlt sich der große Streit und die anschließende Versöhnung ziemlich schnell abgearbeitet an. Wir bekommen ausreichend viele Einblicke in die Gefühlswelt von Nadia und Guzmán um ihre jeweiligen Standpunkte zu verstehen, aber so richtig natürlich fühlt sich das alles doch nicht an. Für eine Kurzgeschichte reicht das vielleicht auch aus, aber an sich hätte die Geschichte des Paares hier mehr als eine schnelle Abhandlung verdient. Hinzu kommt noch, das vor allem Nadia sich hin und wieder mal merkwürdig out-of-character verhält, was Fans natürlich nicht sonderlich gefallen dürfte. Abschließend lässt sich sagen, dass Nadia Guzmán ein okayer Einschub war, der vermutlich die Weichen für ein anstehendes Beziehungsdrama in der vierten Staffel stellt. Das Gefühl, dass man hier mehr hätte rausholen können, bleibt aber trotzdem.

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Folge 4: 'Élite Kurzgeschichten: Carla Samuel'

Original Titel: Élite Short Stories: Carla Samuel
Erscheinungsdatum: 17. Juni 2021

Darum geht's:

Obwohl Carla (Ester Expósito) und Samuel (Itzan Escamilla) im Guten auseinandergegangen sind, möchte Samuel seine große Liebe noch nicht aufgeben. Und so versucht Samuel Carla noch ein letztes Mal davon zu überzeugen, bei ihm in Madrid zu bleiben und nicht nach London zu gehen. Als ihr Flug nach London sich um sieben Stunden verspätet, willigt die genervte, aber irgendwie auch berührte selbsternannte Eisprinzessin ein, die übrige Zeit mit Samuel zu verbringen. Ob das eine gute Idee ist? Oder werden alte Gefühle wieder wachgerüttelt?

Ein bittersüßes Ende

Die letzte der vier Élite Kurzgeschichten widmet sich einem weiteren beliebten Paar: Carla und Samuel. Kaum hatte sich deren Beziehung in Staffel 2 angebahnt, endete sie doch abrupt mit dem Ende von Staffel 3 und bekam durch die Nachricht, dass Expósito nicht für Staffel 4 zurückkehren würde, den letzten Todesstoß. Umso freudiger ist die Botschaft, dass die Beziehung der beiden in Carla Samuel ein zu großen Teilen befriedigendes Ende findet. Von Minute eins an verfallen die zwei Sturköpfe in alte Muster aus Melodrama, Flirten, Streiten und der ganz großen Liebe und tatsächlich nimmt man den Charakteren den Schmerz und die Freude ab. Über drei Teile wird glaubwürdig erzählt, warum dieses doch sehr ungewöhnliche Paar sich so zueinander hingezogen fühlt und warum ihre Beziehung aber vielleicht doch nicht die besten Überlebenschancen hat.

Negativ fällt auf, dass sich der Konflikt zwischen den beiden, ähnlich wie in Élite Kurzgeschichten: Nadia Guzmán, innerhalb von wenigen Minuten aufbaut und dann zu einem arg schnellen Ende kommt. Anders als bei Nadia Guzmán aber fühlen sich aber sowohl Samuel als auch Carla weitaus mehr wie ihre Charaktere aus den vorherigen Staffeln an, weshalb der Schnelldurchlauf weitaus weniger negativ auffällt. Es macht einfach Spaß zu sehen, wie die beiden miteinander spielen und schließlich alle Mauern fallen lassen, um noch ein letztes Mal offen und ehrlich miteinander zu sein. Alles in allem ist Carla Samuel trotz einiger Macken ein schöner Abschied von der Konstellation Carla/Samuel, aber vor allem von Carla bzw. Ester Expósito selbst, die Élite maßgeblich prägte.

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