7.3/10

Episodenguide: The Falcon and the Winter Soldier – Staffel 1

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Genres: Action, Comic, Startdatum: 19.03.2021

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Kurz nach der letzten Folge von ‘WandaVision’ startet direkt die neue Serie ‘The Falcon and the Winter Soldier’ auf Disney+. Wir sind von Anfang an mit dabei und nehmen dabei jede Folge genauer unter die Lupe: bleibt Marvel mit Falcons Flügeln auf seinem Höhenflug und wo lässt sie vielleicht zu Wünschen übrig?

Dieser Artikel wurde in Ko-Produktion durch folgende Autoren erstellt:

Folge 1: ‘Eine neue Welt’

Original Titel: New World Order

Erscheinungsdatum: 19. Februar 2021

Darum geht’s:

Wir befinden uns in der Zeit nach dem ‘Blip’. Alle Menschen sind wieder zurück und es kristallisieren sich langsam all die Probleme heraus, die damit einhergehen. Sowohl Sam Wilson alias Falcon (Anthony Mackie) als auch Bucky alias Winter Soldier (Sebastian Stan) sind nach fünf Jahren zurückgekehrt und müssen sich langsam wieder in die neue Realität einfinden. Bucky stellt sich seiner Vergangenheit und Sam möchte seiner Familie helfen, die finanziell stark unter Druck steht. Gleichzeitig wird eine terroristische Gruppe etabliert, die die Zeit vor dem ‘Blip’ als Verbesserung wahrnimmt.

Status Quo

Die erste Folge gibt einen guten Überblick über die Situation der zwei Protagonisten. Zum einen sieht man ihre eigentliche Beziehung, da die beiden sich kaum kennen, geschweige denn viel miteinander zu tun haben. Zum anderen ist es schön sie einzeln zu sehen und mehr über sie rauszufinden. Der Winter Soldier war meistens eine Randfigur, genauso wie Falcon. Dass dieser die Rolle von Captain America übernehmen soll und er damit noch nicht weiß umzugehen, sieht man bereits in Avengers: Endgame, kommt hier aber nochmal schöner und vor allem klarer heraus. Langsam schließen sich die Lücken und man sieht, wie auch Bucky mit seinen Dämonen zu kämpfen hat – Er war ja nicht untätig, als Cap (Chris Evans) im Eis gefangen war…

Actiontechnisch verspricht die erste Folge viel. Es gibt einen rasanten Einstieg mit einem Einsatz von Falcon. Das beschränkt sich jedoch hauptsächlich auf die ersten paar Minuten. Sonst stellt die Folge die beiden Hauptfiguren und ihre Hintergründe dar, genauso wie die Gegenspieler im Verlauf der Serie. Eine typische erste Folge halt.

Folge 2: ‘Der Sternenbanner-Mann’

Original Titel: The Star-Spangled Man

Erscheinungsdatum: 26. März 2021

Darum geht’s:

Keine Verschnaufpause für Bucky und Sam: Die beiden müssen sich zum einen mit der neuen Organisation namens Flag Smashers herumschlagen. Diese kann viele Menschen, unter anderem auch Super-Soldaten, für ihre Sache gewinnen. Zum anderen werden die mit dem Soldaten John Walker (Wyatt Russell), seines Zeichens der von der US-Regierung neu ernannte Captain America, und seinem Partner Lemar “Battlestar” Hoskins (Clé Bennett) konfrontiert, die beide weitaus weniger emphatisch sind als der einzig wahre Cap. Bucky und Sam schlagen das Angebot der Zusammenarbeit aus und beschließen, nachdem Sam bei einem Besuch bei Isaiah Bradley (Carl Lumbly), dem ersten, aber in Vergessenheit geratenen afroamerikanischen Captain America, die blutige Wahrheit über Cap und das Super-Soldatenserum erfährt, in der Hoffnung auf Informationen einem alten Feind einen Besuch abzustatten: Zemo (Daniel Brühl).

Jetzt geht’s richtig los!

Verbrachte die erste Folge der neuen MCU-Serie noch viel Zeit mit Exposition und dem Aufbereiten des Status Quos, nimmt die Handlung in Folge zwei Fahrt auf. Die Flag-Smasher bekommen mit Karli Morgenthau (Erin Kellyman) eine sympathische Anführerin, die vermuten lässt, dass hinter der Organisation mehr steckt, als man vielleicht meinen mag. Auch John Walker aka der neuen Captain America mischt das Beziehungsgeflecht von Bucky und Sam nochmal mächtig auf und wird in den nächsten Folgen sicherlich noch für Konflikte sorgen. Schließlich hat er bereits mehr als deutlich gemacht, dass er zwar den Titel Captain America trägt, einiges aber deutlich anders machen wird als Steve. Der abschließende Kniff der Episode, Zemo nicht als Feind, sondern scheinbar als unfreiwilligen Verbündeten in die Handlung miteinzubinden, könnte für zahlreichen Zündstoff und brüchige Allianzen sorgen.

Doch der spannendste und wichtigste Moment war wohl die Einführung von Isaiah Bradley, der ehemalige afroamerikanische Captain America, der unter den Folgen zahlreicher Experimente und ungerechtfertigter Gefängnisstrafen leidet und einen regelrechten und nachvollziehbaren Hass auf “den Schild” zu haben scheint. Mit der Einbindung dieser Figur scheint The Falcon and the Winter Soldier erstmals die Themen Rassismus und Diskriminierung ansprechen zu wollen, die bisher im MCU noch keine große Rolle spielten. Mit “Der Sternenbanner-Mann” liefert The Falcon and the Winter Soldier eine starke zweite Folge ab, die die Geschichte rund um Bucky und Sam gut vorantreibt und viele spannende neue Plots aufwirft.

Folge 3: ‘Power Broker’

Original Titel: Power Broker

Erscheinungsdatum: 02. April 2021

Darum geht’s:

Die Suche nach dem Super-Soldier Serum geht weiter. Bucky verhilft Helmut, bzw. Baron Zemo zum Ausbruch aus dem Gefängnis um seine Hilfe zu erbitten. Da sich Zemo bereits auf seinem Rachefeldzug gegen die Super-Menschen mit dem Serum auseinandergesetzt hat, scheint es Bucky das Risiko wert zu sein, den Attentäter zu befreien. Zwar ist Sam anfangs sehr skeptisch, willigt dann jedoch ein, mit Zemo zusammenzuarbeiten. Der erste Stopp ist die fiktiven Stadt Madripoor, eine höchstkriminalisierte Stadt in Südostasien, wo sie Undercover versuchen an Informationen zu kommen. Als sie jedoch auffliegen, wird in der gesamten Stadt ein Kopfgeld auf die drei ausgesetzt und sie müssen fliehen. In einer brenzligen Situation rettet sie eine alte Bekannte: Sharon Carter (Emily VanCamp). Nachdem sie den Schild für Captain America in Civil War gestolen hatte, war auch sie auf der Flucht. Anders als die anderen, wurde sie nicht begnadigt. Sie floh nach Madripoor und verdient ihr Geld mit illegalen Geschäften. Sie ist deutlich unzufrieden mit ihrer Situation, verbittert und dementsprechend auch nicht allzu gut auf die drei zu sprechen. Nach dem Versprechen von Sam, sich darum zu kümmern, dass auch sie begnadigt würde, willigt sie ein ihnen zu helfen und fragt in ihrem Netzwerk nach dem Verbleib des Serums. Sie bringt kurz darauf in Erfahrung, wo sich das Labor des Wissenschaftlers befindet, der das Serum hergestellt hat. Nach einer actionreichen Sequenz haben sie einen Namen: Karli (Erin Kellyman). Kurzum machen sich Sam, Bucky und Zemo (Sharon bleibt in Madripoor) auf die Suche und kommen in einer Stadt in der Nähe von Sokovia unter. Dort trennt sich Bucky von der Gruppe, denn eine weitere alte Bekannte aus seinen Zeiten als White Tiger in Wakanda scheint ihnen zu folgen. Ayo (Florence Kasumba) hat Zemos Rolle am Mord ihres alten König wohl nicht vergessen…

Als Sokovia in The Avengers: Age of Ultron dem Boden gleich gemacht wurde, hat er seine Familie verloren. Von Trauer und Hass getrieben, rächt er sich in Captain America: Civil War an den Avengers, indem er strategisch einen Keil zwischen die Gruppierung trieb. Eine Konsequenz war mitunter, dass die eine Hälfte – miteingeschlossen Cap (Chris Evans), The Falcon, Winter Soldier und Sharon Carter (Emily VanCamp) – vom Staat als Gesetzesbrecher angesehen wurde und sie sich deshalb verstecken musste. Nach Avengers: Infinity War und Avengers: Endgame wurden die meisten (selbst Bucky) begnadigt. In seinem Rachefeldzug ging Zemo über Leichen. Eines seiner Opfer war der König Wakandas, T’Chaka (John Kani), der nach einem terroristischen Attentat von Zemo umkam. Das versuchte er wiederum dem Winter Soldier anzuhängen – ein Grund, warum sein Sohn T’Challa aka Black Panther (Chadwick Boseman) in den Konflikt eintrat und schließlich, nachdem Zemo aufgeflogen ist, Teil der Avengers wurde.

Es wird nerdig

Man merkt jetzt schon wie die Komplexität der Story zunimmt. Charaktere und Storylines anderer Filme werden übernommen, Zemo ist nicht mehr nur der einsame Rächer, sondern als Baron Zemo (selbst mit der violetten Maske, wie man ihn aus den Comics kennt) vollständig eingeführt und auch die Anführerin der “bösen” Super-Soldiers Karli gibt mit ihren Motivationen und ihrer emotionale Seite neuen Handlungsspielraum und ist ein spannender Handlungsstrang in sich. Mit Einführung der fiktiven und sehr futuristischen Stadt Madripoor (eine Stadt, die hauptsächlich mit den X-Men und Wolverine in Verbindung steht. Könnte daran liegen, dass die Rechte an die Mutanten nun auch bei Disney liegen…) gewinnt The Falcon and the Winter Soldier immer mehr an Nerd-Charakter. Hier muss die Serie aufpassen nicht zu komplex zu werden, doch so wie es gerade aussieht, gewinnt sie mehr als dass sie verliert.

Außerdem haben wir in dieser dritten Folge wieder schöne Old-School Action wie es auch schon immer bei Captain America der Fall war. Es gibt viele lustige Momente, die einem ein Augen bei so manchen Logiklücken zudrücken lassen (es kann nicht so einfach sein, jemanden aus dem Gefängnis zu holen). Was jedoch stört, sind einige unlogische Reaktionen und Charakterentwicklungen. Wieso ist die Hemmschwelle so niedrig, einen Mörder in das Team zu holen? Helmut Zemo soll auf einmal ein reicher Baron mit starken Verbindungen zur Unterwelt sein? Sharon Carter ist plötzlich eine Kriminelle, die mit Raubkunst ihr Geld verdient? Mehr Hintergrund bitte. Es bleibt zu hoffen, dass diese sprunghaften Charakterveränderungen sich nicht zu sehr häufen, sonst wird die Serie stark an Glaubwürdigkeit einbüßen.

Folge 4: ‘Die gesamte Welt sieht zu’

Original Titel: The Whole World Is Watching

Erscheinungsdatum: 09. April 2021

Wyatt Russell als John Walker/Captain America in The Falcon and the Winter Soldier

Darum geht’s:

Sam, Bucky und Zemo machen sich auf die Suche nach Hinweisen zu Karlis Aufenthaltsort. Doch die Uhr tickt: Die Dora Milaje aus Wakanda geben dem Team nur acht Stunden, bevor sie sich Zemo schnappen und zur Verurteilung wegen Königsmordes in ihre Heimat bringen wollen. In einer Unterkunft des GRCs findet Zemo heraus, dass bald die Beerdigung von Donya, Karlis Ziehmutter, stattfinden wird – die perfekte Möglichkeit also, Karli zu stellen und vielleicht sogar zur Vernunft zu bringen. Sams Vorschlag stößt bei dem immer gestresster und düsterer werdenden John Walker auf wenig Gegenliebe, denn er sieht Karli als Terroristin, die sofort ausgeschaltet werden muss. Trotzdem lässt er Sam, Bucky und Zemo gewähren – und schließt sich, zum Leidwesen aller, gemeinsam mit Battlestar dem Team an. Kurz bevor Sam es schafft, in einem Einzelgespräch zu Karli durchzudringen, reißt dem neuen Cap der Geduldsfaden und er greift ein. In der darauf startenden Verfolgungsjagd schafft es Zemo, die Anführerin der Flag Smashers für einen kurzen Moment zu stellen und die übrigen Dosen des Super-Soldaten-Serums zu zerstören. Dabei übersieht er jedoch eine, die John Walker sich heimlich einsteckt.

Nach der missglückten Mission kommt es in Zemos Versteck zum Streit und Kampf zwischen Sam, Bucky, John, Lemar und den Dora Milaje – das entstehende Chaos nutzt Zemo prompt, um abzuhauen. Desillusioniert von dem verlorenen Kampf gegen die Dora Milaje entscheidet sich Walker dazu, heimlich das Super-Soldaten-Serum einzunehmen. Karlis aufkeimendes Vertrauen in Sam ist inzwischen wieder zunichte gemacht und so entscheidet sie sich, seiner Schwester zu drohen. Sam stellt Karli zur Rede und tappt in ihre Falle – ihr Plan war es nämlich, das Team Sam/Bucky und Walker/Battlestar voneinander zu trennen, um den neuen Cap in einem symbolischen Akt zu ermorden. Beim Kampf bringt Karli dabei versehentlich Battlestar um, worauf John Walker die Fassung verliert. Er nimmt die Verfolgung auf und schafft es, einen der Flag-Smasher zu stellen – und bringt diesen, bevor Sam und Bucky ihn aufhalten können, inmitten eines Platzes umringt von geschockten Menschen um.

Wer ist gut und wer ist böse?

Nachdem man in Episode 3 von The Falcon and the Winter Soldier noch einen klassischen Action-Ausflug nach Madripoor machte, schlägt Episode 4 eine weitaus düsterer, tiefsinnigere Richtung ein und treibt die Geschichte spannend voran. Während ihrer Suche nach Karli werden Sam und Bucky von verschiedenen Seiten mit moralischen Fragen konfrontiert. Wer hier die Guten und die Bösen sind, lässt sich plötzlich gar nicht mehr so leicht beantworten. Auch wenn Sam und Bucky selbst leider nicht mehr als üblich in moralisch grauen Bereichen handeln, macht die bewusst unklare Einteilung in Gut und Böse das Mitfiebern besonders interessant. Abgerundet wird diese spannende Grundfrage von toll inszenierten Actionszenen, bei denen sich jeder Schlag und Tritt wirklich wuchtig anfühlt.

Nach wie vor legt die Serie auch einen starken Fokus auf die Frage, was denn den Titel ‘Captain America’ eigentlich ausmacht. Episode 4 macht dabei mehr als deutlich klar, dass nicht Steves Superkräfte, sondern sein Charakter ihn zu dem beliebten Helden gemacht haben. Dass John Walker, der nach langem Versuchen, sich in seine neue Rolle einzufinden, unter dem Druck und Verbiegen final zusammenbricht und seinen wahren Charakter an den Tag legt, fühlt sich dabei nur folgerichtig an und unterstreicht die These nochmals ideal. Nur weil Captain America draufsteht, ist eben noch lange kein Captain America drin.

Die große Frage, die nun für die letzten beiden Episoden der Mini-Serie offenbleibt, ist, wie man das alles schlüssig und zufriedenstellend zu Ende erzählen mag. Viele Plots scheinen noch weit von einem befriedigenden Abschluss entfernt, wenn man zum Beispiel an das Geheimnis um den Power Broker oder die zahlreichen großen moralisch-philosophischen Grundfragen denkt. Es bleibt abzuwarten, ob The Falcon and the Winter Soldier sich hier zu viel vorgenommen hat oder ob sich alle Sorgen in Wohlgefallen auflösen.

Folge 5: ‘Wahrheit’

Original Titel: Truth

Erscheinungsdatum: 16.04.2021

Darum geht’s:

Das John Walker, nachdem er einen Mann öffentlich ermordet hat, mit Konsequenzen zu rechnen hat, müsste klar sein. Diese kommen jedoch nicht nur aus Regierungsreihen. Er sieht sich auch mit Bucky und Sam konfrontiert, die ihm nach einem actionreichen Kampf den Schild entreißen können. Die Regierung entzieht ihm kurzerhand seine Pflichten als Captain America. Vor Gericht zeigt er sich uneinsichtig und er kann seine Wut nicht mehr zügeln.

“Sie haben mich erschaffen. Senator, ich bin Captain America.”

John Walker in The Falcon and the Winter Soldier

Nach Urteilsverkündung wird er von einer Frau angesprochen, die vor allem durch seine neuen Super-Soldier Kräfte stark an ihm interessiert ist. Was es mit ihr auf sich hat und woran, bzw. für wen, sie arbeitet, erfahren wir hier noch nicht.

In dieser Folge findet jedoch ein Charakter (wahrscheinlich) das vorläufige Ende seiner Storyline: Zemo muss Rechenschaft ablegen. Bucky übergibt den Verbrecher den Dora Milaje, die ihn wiederum nach Wakanda bringen sollen.

Derweil kehrt Sam zurück zu den finanziellen Problemen seiner Schwester Sarah (Adepero Oduye) und versucht das alte Fischerboot ihrer Eltern auf Vordermann bringen. Wider Erwarten greift ihm Bucky unter die Arme (mit seinem Metall-Arm ist er sehr hilfreich) und Sarah ändert ihre Meinung das Boot zu verkaufen. In dieser vorletzten Folge freundet sich Sam immer mehr mit dem Schild an, erfährt jedoch in einem emotionalen Gespräch mit ehemaligen und gebrandmarkten Isaiah Bradley (Carl Lumby) die wahre und grausame Geschichte des Super-Soldier Serums. Sam versteht nun die Wut des Mannes und das wahre Erbe des Captain America besser – vor allem aus einer afroamerikanischen Perspektive.

“Die werden niemals zulassen, das ein Schwarzer Mann Captain America wird. Und selbst wenn, würde kein Schwarzer mit Selbstachtung das jemals sein wollen.”

Isaiah Bradley zu Sam Wilson in The Falcon and the Winter Soldier

Er hat nun die Möglichkeit, seine Rolle besser zu verstehen und fängt mit dem Training als neuer Captain America an.

Und wo ist Karli in der ganzen Geschichte? Sie fasst den Beschluss ihren Plan baldmöglichst in die Tat umzusetzen. Wie dieser aussehen wird, werden wir wohl erst nächste Woche erfahren…

Ruhe vor dem Sturm

Nach der Action geladenen vierten Folge, können wir diese Woche etwas durchatmen. Viele Handlungsstränge und Geschichten werden eingehender beleuchtet und auch zu Ende geführt. Wir haben viele tiefgründige Gespräche und vor allem das mit Isaiah Bradley nimmt einen als Zuschauer:in emotional stark mit. Und auch John Walker bekommt eine Möglichkeit seinen Charakter zu erklären. Zwar fühlt man nicht unbedingt mit ihm mit und er bleibt der Fake-Cap, doch er löst sich vom Staat und wird sein eigener, wenn auch unsympathischer, Charakter. Das kommt ihm zu Gute.

Auch die Beziehung zwischen Bucky und Sam wird freundschaftlicher (obwohl sie sich noch immer nicht Freunde nennen wollen), worauf man als Zuschauer:in sehnlichst gewartet hat. Das Ganze geht Hand in Hand mit der Tatsache, dass sich Sam endlich dem Schild annimmt. Auch wurde in der Folge viel Raum für den Zwiespalt gegeben, in dem sich Sam Wilson befindet. Hinter den Sternen und Streifen verbirgt sich die rassistische Vergangenheit der USA und diese Kritik wurde in der Folge wirklich sehr gut herübergebracht.

Theoretisch hätte man es bei zwei, vielleicht sogar drei, tiefgründigen Gesprächen in einer Folge belassen können, aber nein. Vor Allem beim Gespräch zwischen Sam und seiner Schwester wurde es für meinen Geschmack schon sehr rührselig und man hätte hier ruhig ein wenig mehr Fahrt reinbringen können. Doch Alles in Allem war die Folge ein Crowd-Pleaser mit einem Cliffhanger, der dich sehnlichst auf die nächste Woche warten lässt!

Folge 6: ‘Eine Welt, alle geeint’

Original Titel: One World, One People

Erscheinungsdatum: 23. April 2021

Darum geht’s:

Um Karli und die Flag-Smasher daran zu hindern, zahlreiche Politiker:innen, die an der GRC-Konferenz teilnehmen, zu entführen und möglicherweise zu ermorden, machen sich Bucky und Sam auf nach New York. Für Sam ist diese Mission eine besondere, schließlich präsentiert er sich hier erstmals nicht mehr als Falcon, sondern als der neue Captain America. Mitsamt neuem Kostüm und dem echten Schild nimmt es der neue Cap mit Batroc auf, der an der Seite der Flag-Smasher kämpft, bevor er einem Hubschrauber nachjagt, an dessen Bord Politiker:Innen gefangen gehalten werden. Währenddessen versuchen Bucky und Sharon Carter, die inzwischen auch in New York angekommen ist, Karli und ihre Super-Soldaten zu stoppen. Unterstützung bekommen sie dabei überraschenderweise von John Walker, der sich einen neuen Schild gebaut hat und beweisen möchte, dass er eigentlich auf der Seite der Guten steht.

Nachdem Sam, Bucky und Walker die Flag-Smasher daran hindern können, die Politiker:innen zu entführen, schafft es Karli zu fliehen. Die Gruppe teilt sich auf und Karli wird schließlich von Sharon gestellt, die sich als der Power Broker entpuppt. Sie war diejenige, die Karli und ihren Freund:innen zu dem Super-Soldaten-Serum verhalf und Batroc heimlich bei den Flag-Smashern unterbrachte. Überrascht von dieser Offenbarung fordert Batroc mehr Geld, worauf er von Sharon erschossen wird, welche wiederum von Karli angeschossen wird. Sam taucht auf und versucht erneut, Karli zur Vernunft zu bringen. Die Revolutionärin ist jedoch komplett von ihren radikalen Idealen eingenommen und attackiert Sam. Kurz bevor Karli Sam überwältigen kann, wird sie von Sharon erschossen. Währenddessen könne Bucky und Walker gemeinsam die übrigen Super-Soldaten stellen und an die Behörden übergeben, bevor diese beim Abtransport von Zemos Butler, der eine Sprengladung an den Transporter angebracht hat, ermordet werden. Sam stellt sich daraufhin den Politiker:innen der GRC und spricht sich in einer ergreifenden Rede vor laufenden Kameras für mehr Einigkeit und Verständnis untereinander aus, was zur Folge hat, dass die geplanten Gesetze des GRCs nicht verabschiedet werden.

Nach dem harten Einsatz beruhigt sich die Lage scheinbar. Sam besucht Isaiah und zeigt ihm, dass die Captain-America-Ausstellung um die harte Geschichte des ersten schwarzen Captain Americas erweitert wurde. Bucky findet den Mut, um Yori die Wahrheit über den Tod seines Sohnes zu erzählen. Und schließlich verbringen Sam und Bucky gemeinsam mit Sams Familie und Freunden ein paar sonnige Tage an dem restaurierten Boot. Doch das Böse steht nicht still: John Walker erhält von der mysteriösen Valentina Allegra de Fontaine (Julia Louis-Dreyfus) einen neuen Anzug und den Titel ‘U.S. Agent’ und soll sich für weitere Aufträge bereithalten. Sharon wird begnadigt, erhält ihre ehemalige Stelle zurück und kündigt daraufhin ihren Power-Broker-Partnern an, bald geheime Staatsakten und Waffen zum Verkauf anbieten zu wollen. Auch wenn der Einsatz gegen die Flag-Smasher vorerst vorbei ist, scheint sich am Horizont für Captain America und den Winter Soldier schon die nächste Mission anzubahnen.

Finale mit gemischten Gefühlen

Mit der sechsten Episode findet The Falcon and the Winter Soldier nun ein Ende. Sams Verwandlung in Captain America ist vollzogen, Bucky schließt mit seiner Vergangenheit ab und die Flag-Smasher sind, auch wenn es die Leben Vieler gekostet hat, vorerst gestoppt. Also alles gut? Jein. Um zunächst beim Positiven zu bleiben, die letzte Episode der zweiten MCU-Serie hat einen starken Trumpf im Ärmel: Sam Wilson. Anthony Mackie zeigt glaubhaft, dass Sam sich nun endlich in die Rolle des neuen Caps eingefunden hat und auch bereit dazu ist, diese “Bürde” auf sich zu nehmen. Als eingefleischter Steve-Rogers-Fan, der nie wirklich etwas mit Sam/Falcon anfangen konnte, bin auch ich jetzt davon überzeugt, dass Sam der einzig richtige Kandidat für diesen Posten ist. Das hat unter anderem auch seine Rede, ein weiteres Highlight der Episode, perfekt unter Beweis gestellt. Neben diesem großen Plus finden sich hier und da noch einige tolle Szenen, wie das Team-Up von Sam, Bucky und Walker oder der berührende Abschluss von Isaiahs Storyline.

Doch auch wenn Eine Welt, alle geeint einige starke Momente vorzuweisen hat, fühlt sich das Staffelfinale stellenweise ein wenig unbefriedigend an. Waren die Action-Sequenzen bisher immer ein Pluspunkt der Serie (und das sind sie aus reiner Choreographie-Sicht immer noch!), sind sie diesmal ein wenig wirr inszeniert, mehr als einmal kann man hier die Orientierung verlieren. Außerdem werden viele der spannenden Handlungsstränge und Character-Arcs zu einem schnellen Ende geführt, was sich eben nicht immer ganz verdient und sinnig anfühlt. Die Geschichte rund um John Walker (Sind wir jetzt cool mit U.S. Agent oder nicht?) und leider auch die so wichtigen Themen Rassismus und Diskriminierung sind nur einige Beispiele für tolle Ansätze und Ideen, die nicht so richtig zu Ende gedacht und erzählt wurden. Und auch Buckys Storyline rund um den Kampf mit seiner Vergangenheit fühlt sich im Vergleich zu Sams Stroyline merkwürdig unfertig und klein an. Das ist vor allem schade, wenn man bedenkt, dass die Serie The Falcon and the Winter Soldier heißt. Aber wer weiß, was das MCU in Zukunft noch bereithält. Immerhin wurde eine weitere Staffel zuletzt nicht komplett ausgeschlossen. Das Finale der Serie hat also einige offensichtliche große und kleine Makel, ein mehr oder weniger befriedigender Schlusspunkt ist Eine Welt, alle geeint aber sicherlich.

Fazit

7.5/10
Ordentlich
Community-Rating:
Episode 1 8/10
Episode 2 8/10
Episode 3 7.5/10
Episode 4 7.7/10
Episode 5 7.3/10
Episode 6 6.7/10
Details:
Showrunner: Kari Skogland,
FSK: 12 Epiosden: 6
Besetzung: Anthony Mackie, Sebastian Stan,

Artikel vom 24. April 2021

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