Kritik: The Walking Dead – Staffel 8

Folge 8: Mit fatalen Fehlern in die Halbzeit-Pause
Achtung: Spoiler!
Lesedauer: 19 Mins.
Jugendgefährdende Inhalte
  • Rick und seine Verbündeten sind schwer bewaffnet und türmen sich in einer Collage zu The Walking Dead 8 zu einer Art Pyramide über der die Worte "All Out War" prangen
  • In 'The Walking Dead – Staffel 8' wird aus dem Konflikt zwischen Rick und Negan ein Krieg. Reicht das, um die Zombie-Serie vor dem drohenden Grab zu bewahren? Unsere Episodenkritik zu TWD 8 legt jede Woche von Neuem den Finger in die Wunde.  Kritik: Folge 1 'Erster Kampf' Original-Titel:  Mercy Erscheinungsdatum: 23. Oktober 2017 (DE) Endlich, endlich, endlich ist es soweit: Nach einer in die Länge gezogenen siebten Staffel nimmt das Flaggschiff aus dem Hause AMC wieder Fahrt auf. Ohne lang zu fackeln springt die erste Folge der achten Staffel zum Wesentlichen: Der Krieg zwischen Negan und Rick entflammt. So richtig…

    59%

    Enttäuschend

    Handlung - 60%
    Schauspiel - 60%
    Spannung - 55%
    Visuelle Umsetzung - 55%
    Emotionen - 65%

    Spannung, Emotionen und besonders die Handlung sind absolut enttäuschend. Besonders Dialoge und Niveau sind auf unterstem Niveau angekommen.

    User Rating: 1.47 ( 14 votes)
  • Staffelstart: 23.10.2017
    Episoden: 105+ in 8 Staffeln
    FSK: 18
    Genre: , , , ,
    Showrunner:
    Besetzung: , , , , , ,
    Bildrechte: © 2017 AMC

Gesamtbewertung:

Enttäuschend
59%

In 'The Walking Dead – Staffel 8' wird aus dem Konflikt zwischen Rick und Negan ein Krieg. Reicht das, um die Zombie-Serie vor dem drohenden Grab zu bewahren? Unsere Episodenkritik zu TWD 8 legt jede Woche von Neuem den Finger in die Wunde. 


Kritik: Folge 1 'Erster Kampf'

Original-Titel:  Mercy
Erscheinungsdatum: 23. Oktober 2017 (DE)

Rick Grimes (Andrew Lincoln) and Maggie Greene (Lauren Cohan) zielen mit Handfeuerwaffen auf die Fabrik der Saviors in The Walking Dead Staffel 8 Episode 1

Episode 1 geht aufs Volle und lässt Rick und seine Verbündeten in den Krieg ziehen.

Endlich, endlich, endlich ist es soweit: Nach einer in die Länge gezogenen siebten Staffel nimmt das Flaggschiff aus dem Hause AMC wieder Fahrt auf. Ohne lang zu fackeln springt die erste Folge der achten Staffel zum Wesentlichen: Der Krieg zwischen Negan und Rick entflammt.

So richtig überspringen will der Funke aber noch nicht. Mercy wirkt zu zerstückelt und ist von gewagten Zeitsprüngen zersetzt. Zugegeben: Eine komplexere und herausfordernde Story würde der Serie guttun. Aber wie bei so vielem in The Walking Dead, wirkt die anachronistische Erzählweise von Folge 1 gewollt.

Wenn schon in der ersten Folge ein handfester Angriff gestartet wird, wie sollen dann die restlichen 15 Folgen aussehen? Dass die Staffel dieses Gewalt-Potenzial nicht wird halten können, ist ziemlich sicher. Wahrscheinlicher ist, dass die Staffel auf halber Strecke in einem dramaturgischen Loch versinkt, und erst gegen Ende wieder Fahrt aufnimmt. Diese Durststrecken kennen wir ja bereits aus Staffel 7.

Die größten Fragen werfen jedoch die Szenen auf, in denen ein sichtlich gealterter Rick zu sehen ist, der glücklich mit Michonne und Judith zusammenlebt. Gegengeschnitten werden diese Szenen mit einem Close-Up des gegenwärtigen (?) Rick, dessen tränenerfüllten Augen blutunterlaufen sind. Sehen wir Ricks tatsächliche Zukunft? So schön das wäre, so unwahrscheinlich ist das jedoch. Zwei Gründe: Zunächst wäre das ein erzählerisches Desaster. Denn wenn wir uns nicht um Rick sorgen müssten, dann wäre die Spannung der Serie endgültig dahin.  Zweitens lässt der Schnitt auf Ricks todtraurigen Augen vermuten, dass ihn ein weiterer Schicksalsschlag heimsucht. Die schöne Zukunft, wäre demnach ein utopischer Traum, der im Moment der Aufnahme zerstört wird. Unsere Theorie ist, dass Rick den Tod von Judith, Michonne oder Carls  sieht. Mal sehen, was die Staffel noch bereithält.

Fazit: Folge 1 'Erster Kampf'
Glücklicherweise kommt die erste Folge schnell auf den Punkt und der langerwartete Krieg bricht aus. Dennoch wirken die Zeitsprünge der Folge gewollt, werfen jedoch spannende Fragen auf, die Staffel 8 klären muss.

Stand der Gesamtbewertung: 70%


Kritik: Folge 2 'Die Verdammten'

Original-Titel:  The Damned
Erscheinungsdatum: 30. Oktober 2017 (DE)

Morgan und Jesus streiten sich in Folge 2 Die Verdammten von The Wlaking Dead Staffel 8

In Die Verdammten streiten sich Morgan und Jesus – Was soll mit den Gefangenen geschehen?

In Folge 100 der Serie setzen die Kämpfer von Rick, Maggie und Ezekiel ihren Angriff fort und überfallen gleich zwei Außenposten der Saviors. Es geht also weiter, wie in der ersten Folge: mit viel Ballerei.

Während Erste Kämpfe noch versuchte mehrere Handlungsebenen einzuführen, ist die zweite Episode der Staffel umso einfacher gestrickt. In der Tat besteht die Folge aus kaum mehr, als ratternden Maschinengewehr-Salven. Dabei wirkt besonders der Angriff, den Jesus und Morgan auf einen der beiden Außenposten anführen, albern. Ausgerüstet mit Schalldämpfern, verabredeten Handzeichen und einem durchgetakteten Angriffsplan hat der Überfall nur noch wenig mit dem Kern der Serie zu tun. Stattdessen fühlt sich das Ganze an, als spielten da ein paar Kids nach, was sie in einem SWAT-Film gesehen haben.

Dass das für eine interessante TV-Folge nicht ausreicht, weiß auch Showrunner Frank Darabont. Kompensiert werden soll das, indem sich die Folge auf Morgan konzentriert. Im Grunde keine schlechte Wahl, denn Morgan ist sicher einer der interessantesten Charaktere der ganzen Serie. Seit seinem ersten Erscheinen in Staffel 1 hat sich sein Charakter mit am Meisten verändert. Die letzte Staffel profitierte dabei besonders von seiner Überzeugung, keine Menschenleben zu nehmen. Dieser moralische Konflikt verlieh Staffel 7 zumindest ein wenig mehr Tiefgang.

Damit ist es spätestens jetzt endgültig vorbei. In The Damned wird aus Morgan eine eiskalte Kampfmaschine, die in der Façon eines Navy SEALS dutzende Saviors dahinschlachtet. Dass ihm das noch nicht reicht, stellt er unter Beweis, als er sich mit Jesus anlegt, der sich weigert die Gefangenen Saviors hinzurichten. Die Frage, was mit den Gefangenen geschehen soll, ist in der Tat spannend. Daran, wie Alexandria, Hilltop und das Königreich mit ihnen verfahren, spiegelt wieder, wer sie sind. Fairer Prozess oder unmittelbare Erschießung? Bleibt zu hoffen, dass der Serie dabei etwas Kluges einfällt.

Ob das auch mit Ricks Handlungsstrang gelingen wird, ist fragwürdig. Was Rick in Folge 2 geschieht, hat dennoch dramaturgisches Potenzial: Er tötete den Vater eines Kleinkindes. Wird Rick, der aktuell einen harten und erbarmungslosen Kurs einschlägt, das seelisch verkraften? Erkennt er, dass er auf dem Weg ist, so zu werden, wie die, die er bekämpft? Sein Traum aus Folge 1 scheint weiter entfernt, denn je.

Fazit: Folge 2 'Die Verdammten'
In Folge 2 Die Verdammten wird vor allem geballert, was nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass es an einem packenden Plot fehlt. Morgan, der eine erneuten Sinneswandel hinlegt, soll die dramaturgischen Mängel kompensieren, was ihm aber (noch) nicht gelingt. 

Stand der Gesamtbewertung: 68%


Kritik: Folge 3 'Wir oder die'

Original-Titel: Monsters
Erscheinungsdatum: 6. November 2017 (DE)

Juan Gabriel Pareja als Morales zielt in The Walking Dead Folge 3 it einer Pistole auf Rick Grimes

Sinnloser Cliffhanger: Das Auftauchen von Morales (Juan Gabriel Pareja) ist ein weiteres Armutszeugnis der Serie.

Folge 2 endete für Rick mit dem Blick in den Lauf einer Pistole. Ein alter Bekannter zielte in sein Gesicht. Ein alter Bekannter? Wer zu Hölle ist dieser bärtige Typ? Wenn du es nicht weißt, brauchst die dich nicht zu schämen. Es handelt sich um Morales, einen Charakter aus Staffel 1. Als Rick und Co. das Camp von Atlanta verließen, wollte sich Morales mit seiner Familie nicht Rick anschließen. Sein Fehler also? Was kann denn jetzt Rick bitte dafür?

Wer sich schämen sollte, sind die Macher von TWD. Nicht nur, dass sich kein Mensch an einen Nebencharakter erinnern kann, der vor 7 Jahren (!!!) über den Bildschirm torkelte. Nein, vielmehr ist der Cliffhanger der letzten Folge ein weiteres Armutszeugnis für The Walking Dead. Denn etwas wirklich Sinnvolles fällt der Serie mit Morales nicht ein – er wird einfach kurzerhand von Daryl erschossen. Abzusehen war das ja sowieso. Ein Cliffhanger also, der die Story Null Komma Null vorangebracht hat. Einfach überflüssig.  Ärgerlich.

Ähnlich gestelzt wirkt der Konflikt zwischen Jesus und Morgan der in Monsters eskaliert. Jesus will die gefangenen Saviors leben lassen, Morgan bevorzugt eine Exekution. Wie wir letzte Woche schrieben, ist die Frage, was mit Gefangenen geschehen soll, im Grunde eine spannende. Schließlich manifestiert sich daran, ob Alexandria, Hilltop und Kingdom besser oder gar schlimmer als die Saviors sind. Dennoch wirkt der Zweikampf, der zwischen Jesus und Morgan entflammt wie ein notgedrungener Lückenfüller um mehr Dramatik zu erzeugen. Wie zwei beleidigte Schuljungen prügeln die Beiden aufeinander ein. Was ist aus dem friedliebenden Morgan geworden? Erst wird er zum eiskalten Hitman (Folge 2) und jetzt zum Raufbold? Ist ja schön und gut, dass ihr seinen Charakter komplexer anlegen wollt, aber macht das doch bitte verständlich. Wir kommen zumindest nicht mehr mit.

Dennoch hat die Folge Wir oder Die etwas Interessantes. Die Frage, die über dieser Episode, wenn nicht sogar schon der ganzen Staffel schwebt, ist eindeutig: Sind Rick und Co. so schlimm wie Negan und die Saviors? So einfach die Frage, so kompliziert ist auch die Antwort. Auch wenn der Cliffhanger mit Morales nicht geklappt hat, so wird dennoch klar, dass zumindest Daryl nicht mehr zimperlich drauf ist. Noch deutlicher wird es, als Daryl wenig später einen Savior exekutiert, und das obwohl Rick ihm sein Wort gab. Aus Ricks Blick wird klar, dass er schockiert ist. Dennoch rügt er Daryl nicht. Wie wird sich Rick entscheiden? Sieht er die Exekution von sich ergebenden Feinden als notwendiges Übel an, oder als Frevel? Sollte die Staffel die Frage klug weiterverfolgen, besteht noch ein bisschen Hoffnung für das Zombie-Franchise. Ansonsten, wird es eng.

Fazit: Folge 3 'Wir oder die'
Folge 3 lässt die Qualität der Staffel weiter absinken. Der Cliffhanger der letzten Folge wird inkonsequent weitergeführt und taugt nicht als Plot Twist. Währenddessen geht das ermüdend langweilige Geballer der letzten Folge weiter. Hoffnung gibt die Frage, wieviel Rechtschaffenheit noch in Rick und Co. stecken. 

Stand der Gesamtbewertung: 64%


Kritik: Folge 4 'Nur Irgendwer'

Original-Titel: Some Guy
Erscheinungsdatum: 13. November 2017 (DE)

Khary Payton kämpft als Ezekiel gegen einen Zombie in The Walking Dead Staffel 8 Folge 4

Aus Ezekiels (Khary Payton) herber Niederlage entwickeln sich neue Möglichkeiten für Staffel 8.

Nach drei action-reichen Folgen, schaltet The Walking Dead – Staffel 8 mit der vierten Episode einen Gang runter. Wie erwartet, verfällt die Serie dabei in alte Muster und wird wieder langatmiger. Soll heißen, dass sich Some Guy auf einige wenige Charaktere konzentriert, statt, wie in den vorherigen Folgen, zwischen Handlungssträngen hin und her zu springen. Diese Verzögerungstaktik ist ein alter lästiger Bekannter der ganzen Serie – geht in Some Guy jedoch auf.

In Episode 4 liegt der Fokus auf Ezekiel – pardon –, ihrer Majestät, der König. Am Anführer des sogenannten Königreichs scheiden sich seit je her die Geister. Manche kritisieren, dass der geschwollen daherredende Kauz nicht ins apokalyptische Setting passe, andere meinen, dass er gerade deswegen die Serie vor der Monotonie rette. Auf welcher Seite man auch steht, Staffel 8 schafft es, aus dem Plattitüden-Potentaten einen interessanten Charakter zu formen. Wir wussten natürlich bereits, das Ezekiel (Khary Payton) keinesfalls selbst an die Show glaubt, die er seinem Gefolge vorspielte – jetzt ist es aber endgültig vorbei. So albern und kitschig sein Königstheater auch sein mochte, es verbreitete Hoffnung und war damit eine ungemein wertvolle Ressource im Kampf gegen die Saviours.

In Folge 4 scheint es mit dieser Hoffnung vorbei zu sein. Der Zauber seines Charismas verpufft endgültig, als der im Kampf geschlagene Ezekiel – unfähig eines Trostwortes – am Ende der Episode an seinem Gefolge vorbeihumpelt. Rick braucht diese Siegesgewissheit jedoch fast mehr, als die Kampftruppe des Kingdoms, die es nach dem verheerenden Maschinengewehr-Massaker ja ebenfalls nicht mehr gibt. Denn der Angst, die Negan und seine Schlächter verbreiten, kann nur mit einer ordentlichen Portion Hoffnung begegnet werden. Das Momentum, das seit der Aufputschrede zu Beginn von Folge 1 herrschte, ist vorbei. Die Staffel steht vor einem Wendepunkt.

Was The Walking Dead daraus machen wird, ist eine spannende Frage. Denkbar wäre einerseits, dass sich das Königreich, das scheinbar nur noch aus Alten und Kindern besteht, neutral erklärt. Negans Vergeltungssituation in einem solchen Fall, will ich mir lieber nicht ausmalen. Eine andere Möglichkeit wäre, dass Carol die Führung des Kingdoms übernimmt. Als „Queen Carol“ wird sie sich aber wohl eher nicht betiteln lassen. Die dritte und wahrscheinlich ungefährlichste Möglichkeit wäre, dass sich die Überlebenden des Königreichs nach Alexandria oder Hilltop retten. Der Nachteil: Negan, dessen Sanctuary derzeit kaum bewohnbar ist, könnte mit seinem Tross ins verlassene Kingdom übersiedeln.

Fazit: Folge 4 'Nur Irgendwer'
Nur Irgendwer ist ein kleiner Lichtblick für die  ganze Serie, die seit geraumer Zeit nicht mehr weiter weiß mit ihren Charakteren. Mit einem Wendepunkt für Ezekiel werden jedoch neue spannende Fragen aufgeworfen, die der Serie gut tun dürften.  Die Gesamtbewertung der Staffel  verbessert sich daher leicht im Verhältnis zur letzten Episode. 

Stand der Gesamtbewertung: 65%


Kritik: Folge 5 'Die Beichte'

Original-Titel: The Big Scary U
Erscheinungsdatum: 20. November 2017 (DE)

Negan (Jeffrey Dean Morgan) bekommt die schlechtesten Dialogszenen an die Hand, die man sich denken kann.

Das war ja zu erwarten. Nach einer überraschend "annehmbaren" vierten Folge fällt The Walking Dead erneut auf die Nase. Episode 5 Die Beichte folgt drei Handlungssträngen: Negan und Gabriel, die in einem Camper festsitzen, Rick und Daryl, die sich um Dynamit prügeln und die Offiziere der Saviors, die nicht wissen, was sie ohne Papa Negan anstellen sollen.

Am wenigsten zu erzählen hat die Folge mit Rick und Daryl. Eigentlich sind die beiden ja Hauptfiguren. Aber in dieser Folge wirken Rick und Daryl einfach nur wie unnötiges Beiwerk. Wie schon letzte Woche versuchen die Beiden ein paar Waffen aus einem Autowrack zu bergen. Das ist nicht nur öde, sondern trägt auch nicht zur Haupthandlung der Staffel bei. Ein wenig fühlt es sich an, als ob nur aus einem Grund zu Rick und Daryl geschnitten wird: weil – naja, weil man eben nicht vergessen soll, wer eigentlich im Zentrum der Serie steht. Was alles noch schlimmer macht ist die unnötige Prügelei, die zwischen den Beiden entbrennt. Das ist wie bei zwei Testosteron geschwängerten pubertierenden Jungs, die, sobald sie die Aufmerksamkeit eines Publikums haben, anfangen in einer Prügelei ihre „Männlichkeit“ unter Beweis zu stellen. Einfach peinlich.

In der Sanctuary kochen die Gefühle ebenfalls hoch. In einem langatmigen Flashback springt die Handlung zurück zu Ricks Angriff auf das Hauptquartier der Saviors aus Folge 1. Zugegeben: Es ist interessant einmal hinter die Fassade von Negans Reich zu schauen und mitzubekommen, wie die Saviors Rat halten. Aber der Fall, den Sie verhandeln, könnte nicht peinlicher sein. Angeklagter ist Gregory, der opportunistische Ex-Anführer der Hilltop-Kolonie. Die Blamage dieses steif geschriebenen Strangs beginnt schon mit der ersten Szene: In einem überflüssigen Dialog erinnert Simon Gregory daran, dass er nicht wieder und wieder das Gleiche erzählen solle. Bei der Szene musste ich verbittert lachen, denn genau das lässt sich auch den Autoren der Serie vorwerfen, die gerade mit diesem Flashback unter Beweis stellen, dass sie doch selbst genau das machen: sich wiederholen. Nicht nur, dass uns die Szene wenig weiterbringt. Noch dazu ist der ganze Handlungsstrang grandios schlecht geschrieben. Auf eine traurig-komische Weise erinnern die gestelzten Dialogzeilen von Simon und Gregory an ein albernes Schultheaterstück. Denn mit echten Dialogen, wie sie normale Menschen führen, hat das nur noch wenig zu tun, wenn Simon Gregory seine Liebe beteuert indem er auf ein Frühstückstablett verweist, dass er mit "ganz viel Liebe" zubereitet hat. Am Schlimmsten trifft es jedoch Negan, dessen Welcome-Back-Rede mehr an einen Klotürspruch als an erstklassige TV-Unterhaltung erinnert:

I wear a leather jacket, I have Lucille, and my nutsack is made of steel.

Negans Willkommen-Zurück-Rede zeigt, wie tief die Serie gesunken ist

Etwas besser macht sich die Serie mit der Kombination aus Prinzipienreiter Gabriel und Prügelknabe Negan. Die Beiden sitzen in einem Wohnwagen fest, der hoffnungslos von Zombies umringt ist. Zeit Negan die Beichte abzunehmen, meint zumindest Gabriel. Vielleicht sollte der Priester lieber den Autoren der Serie die Beichte abnehmen, denn so interessant diese Kammerspiel-Konstellation auch ist, viel macht die Serie daraus nicht. Nach einer Phase des gegenseitigen Belauerns greift Gabriel beherzt ein und versucht Negan zu erschießen. Das klappt natürlich nicht, weshalb Gabriel Negan kurz darauf zahm die Waffe zurückgibt, so als hätte er das Ding nur mal ausprobieren wollen. Hä? Welches Spiel spielt Gabriel denn jetzt nun? Mir wird es nicht klar. Will er treu seiner christlichen Überzeugung Negans Seele Absolution erteilen oder will er ihn lieber gleich selbst (hin-)richten. Schließlich entscheidet sich The Big Scary U für Option 3: Die Beiden machen auf Best Buddys und schlagen sich durch eine Horde von Untoten. Das Absurde dabei: die Erzfeinde helfen sich dabei gegenseitig und schmeißen ihr eigenes Leben in die Waagschale um den Anderen zu retten. Warum sollte Gabriel das tun?

Eine gute Sache hat dieser Handlungsstrang aber dennoch: Wir erfahren mehr über Negans Schwächen und seine Vergangenheit. Etwas, dass der Serie guttut. Denn bisher war der Antagonist so grundböse, dass es mitunter schon absurd wurde. Mehr Einblicke in diesen bisher eindimensional präsentierten Charakter sind der richtige Weg. Aber als Fluchtweg wird das nicht reichen.

Fazit: Folge 5 'Die Beichte'
Nach einer soliden vierten Folge verliert sich Die Beichte in unnötig ausartenden Rückblicken und wenig zielstrebigen Nebenhandlungen. Am schlimmsten sind jedoch die Dialoge, die einfach nur noch peinlich sind.

Stand der Gesamtbewertung: 60%


Kritik: Folge 6 'Der König, die Witwe und Rick'

Original-Titel: The King, the Widow and Rick
Erscheinungsdatum: 27. November 2017 (DE)

Lauren Cohen als Maggie in The Walking Dead 8 Folge 6

Maggie (Laura Cohen) muss in Folge 6 eine schwere Entscheidung treffen.

Noch sind die Wunden, die Folge 5 der Staffel geschlagen hat, noch nicht verheilt. Mit Episode 6 beginnt dennoch so etwas wie ein Heilungsprozess. Zumindest ist diese Folge etwas ausgeglichener. Wie der Episodenname wenig einfallsreich anteasert, dreht sich Der König, die Witwe und Rick um Ezekiel, Maggie und Rick.

Nach der vernichtenden Niederlage gegen die Saviors haben sich Ezekiel und Carol ins Kingdom zurückgezogen. Desillusioniert und vollkommen niedergeschlagen kauert Ezekiel neben seinem Thron und hadert mit seinem Schicksal. So pathetisch und albern Ezekiel auch sein kann, in diesem Moment ist er tatsächlich bemitleidenswert. Als er schließlich von Carol aufgesucht wird, werden wir Zeugen eines „Wunders“: Es folgt ein wahrhaftig bewegender Dialog. Spätestens nach den fatalen Dialog-Pannen der letzten Folge war damit ja kaum noch zu rechnen. Carols Aufmunterungsrede ist deshalb so gut, weil sie einen Blick hinter ihre antrainierte harte Fassade aber auch hinter die Theatermaske von Ezekiel erhaschen lässt. Endlich, endlich, endlich gelingt es einmal wirklich in die Herzen der Protagonisten zu schauen.

In der Hilltop-Kolonie versuchen Maggie, Jesus und Gregory nach wie vor eine langfristige (oder endgültige) Lösung für die gefangenen Saviors zu finden. Leider schafft es auch diese Folge nicht, klar zu stellen, warum Jesus sich so vehement für die Gefangenen einsetzt. Reine Menschlichkeit ist zu einfach, da muss doch noch ein persönlicher Grund sein, oder?

Stattdessen kann die Folge mit Maggie (Lauren Cohen) überzeugen. Sie schenkt Der König, die Witwe und Rick ein paar starke Momente. Ihre Entscheidung die Gefangenen nicht zu töten, und stattdessen als Druckmittel für eventuelle Verhandlungen zu behalten, ist nachsichtig und unerbittlich zu gleich. Würde ich einen Anführer wählen müssen, meine Wahl fiele auf Maggie. Aber vielleicht sollte ich erstmal abwarten. Wer weiß, wie lange die Saviors in ihrem Hühnerkäfig bleiben...

Und jetzt zu dir: Rick. Man, man, man, was ist denn nur los? Erst ein an den Haaren herbei gezogener Faustkampf mit Daryl, und jetzt auch noch das: In The King, The Widow and Rick läuft der Hauptdarsteller der Serie schnurstracks ins Lager der Schrottplatz-Siedler, also in die Arme seiner Feinde. Und wie erwartet, erreicht er nicht mehr, als in einem Frachtcontainer festgesetzt zu werden. Toll gemacht! Aber gut, warten wir ab, vielleicht verbirgt sich hinter Ricks Himmelfahrtskommando ja doch ein ausgetüftelter Plan. Hoffen wir mal.

Außerdem (endlich!) wieder zu sehen, ist Michonne, die zusammen mit Rosita zu einem weiteren risikoreichen Abenteuer aufbricht. Beide sind noch verletzt vom Endkampf der letzten Staffel. Offensichtlich auch am Kopf, denn ohne Notwendigkeit geben sich die Beiden in Lebensgefahr. Wenn etwas besonders schrecklich an The Walking Dead ist, dann das: In einer Welt, in der der Tod hinter jeder Ecke lauern kann und in der, wie Negan trefflich feststellt, Menschen Ressourcen sind, die eine Kolonie am Leben erhalten, begibt man sich nicht ohne guten Grund in Lebensgefahr. Das ist dumm und egoistisch – und außerdem dramaturgischer Müll. Noch schlimmer: Statt einen klugen Ausweg aus dem Schlamassel zu finden, bedienen sich die Autoren eines Deus Ex Machina in Form von Daryl, der aus dem Nichts auftaucht und die Gefahr eliminiert. WTF?

In Gefahr begibt sich auch Carl, als er im Wald einen halb verhungerten Fremden mit Lebensmitteln ausstattet. Die Szene, in der Carl Siddiq ausfragt, ist die zweitbeste der Folge. Sie ist emotional und relevant, zeigt sie doch, wie Carl in die Fußstapfen seines Vaters zu treten versucht. Auch wenn von Siddiq noch nicht viel zu sehen ist, ist der einsame Wanderer sofort sympathisch und dürfte eine interessante Ergänzung zum ansonsten so durch und durch christlich-amerikanischen Rest-Cast sein.

Fazit: Folge 6 'Der König, die Witwe und Rick'
Der König, die Witwe und Rick kann mit emotionalen Szenen aufwarten, die der Serie sonst so dramatisch fehlen. Ricks Handlungsstrang ist dennoch platt und wenig nachvollziehbar geschrieben.

Stand der Gesamtbewertung: 61%


Kritik: Folge 7 'Für danach'

Original-Titel: Time for After
Erscheinungsdatum: 4. Dezember 2017 (DE)

Eugene Porter in The Walking Dead Staffel 8 Folge 7

Eugene Porter (Josh McDermitt) ist nicht für eine Hauptrolle gemacht.

Die siebte Folge von The Walking Dead beschreitet den richtigen Weg, tut dies aber mit der falschen Figur. Das Ergebnis ist eine weitere Enttäuschung in einer erschreckend schlechten Staffel, die nichts mehr mit dem Ursprung der Serie gemein hat.

In den letzten Staffeln hat sich der Hauptcast der Zombieserie merklich gelichtet (z.B.: Hershel, Sasha, Glenn). Jetzt treten Figuren ins Licht, die dort nichts verloren haben. In dieser Folge gilt das ganz besonders für Eugene Porter (Josh McDermitt).

Zugegeben: Es gab Zeiten, da war das sonderbare Riesenbaby ja noch ganz amüsant. Aber das war damals, als Eugene noch in der zweiten Reihe stand – als Comic-Relief sozusagen. Die Grundidee, Eugene einer Charakterentwicklung zu unterziehen, mag richtig sein, denn wenn es dieser Staffel an etwas fehlt, dann an Nuancen. Doch trotz des guten Ansatzes, ist Eugene die falsche Figur um der Serie mehr Tiefe zu geben. Dass gerade diesem Charakter jetzt fast eine ganze Folge gewidmet wird, ist ein Fehler.

Das liegt in erster Linie daran, dass Eugenes genuscheltes Fachwort-Kauderwelsch genau das Gegenteil von dem erreicht, wofür ein Dialog gedacht ist. Sprache ist ein Mittel um Gefühle und Gedanken auszudrücken. Was die The Walking Dead-Autoren mit Eugene vollbringen, ist lediglich viel Geschwafel, wenig Output. Seine Worthülsen disqualifiziert ihn als Hauptfigur, denn dadurch fällt es schwer sich mich mit Eugene zu identifizieren, also mitzufiebern.

Hinzukommt, dass wir über Eugene und seine Beweggründe wenig wissen, was es umso schwieriger macht, sein Engagement für Negan nachzuvollziehen. Versuchen wir es trotzdem: Wir wissen, dass sich Eugene stets einen starken Beschützer sucht, denn er ist schwach – oder denkt das zumindest von sich. Den Tod des Rotschopfs Abraham muss Eugene ganz besonders geschockt haben. Wie es scheint, sieht er in Negan einen neuen Schutzherrn.

Das Problem dabei ist, dass die Serie genau das nie richtig klargemacht hat, sodass die Charakterentwicklung in dieser Folge überraschend und plump daherkommt. Viel spannender wäre es zum Beispiel gewesen, wenn sich Fan-Liebling Daryl Negan angeschlossen hätte. Das wäre ein Schocker und würde die Serie auf ein neues (oder altes) Level heben.

Noch banaler als Eugene ist Jadis (Pollyanna McIntosh), die Anführerin der  Scavengers, die auf einer Mülldeponie hausen. Hier ist Name Programm. Der ganze Handlungsstrang ist Trash, also Müll. Zum einen ist das bedeutungsschwangere Schweigen der Müllhalden-Chefin unerträglich öde, zum anderen ist es ähnlich gekünstelt wie das Gebrabbel von Eugene. Am Schlimmsten ist jedoch Ricks Handeln, das sich normalem Menschenverstand entzieht.

Letzte Woche wollte ich die Hoffnung nicht aufgeben, dass sich hinter Ricks Himmelfahrtkommando eine kluge Strategie verbirgt. Diese Woche zeigt jedoch, dass es tatsächlich keine gibt. Den Autoren fällt nichts Besseres ein, als Rick ohne Sinn und Verstand in die Arme seiner Feindin laufen zu lassen. Und dann – tadaaaa – ist Jadis plötzlich doch auf Ricks Seite. Und warum? War es etwa Ricks Adoniskörper, der Jardis umstimmte? Es scheint so, als ob uns die Serie genau das glauben machen will. Meine Güte, wie tief kann man sinken? Erst ein „Hodensack aus Stahl“ (Folge 5) und jetzt will Jadis, dass Rick für sie die Hosen runterlässt. Haben die Autoren von Big Mouth etwa einen Betriebsausflug in die TWD-Redaktion gemacht? Bei diesem präpotenten Niveau scheint es so. Traurig.

Fazit: Folge 7 'Für Danach'
Für Danach ist ein weiteres trauriges Kapitel einer Serie, die mal ganz groß war. Mit Eugene und Jardis gibt es in dieser Folge gleich zwei Figuren zu sehen, die sich mit Pannen nur so übertrumpfen.   

Stand der Gesamtbewertung: 56%


Kritik: Folge 8 'Kampf um die Zukunft'

Original-Titel: How It's Gotta Be
Erscheinungsdatum: 11. Dezember 2017

Chandler Ricks in The Walking Dead Staffel 8 Folge 8

In Folge 8 bekommt Carl (Chandler Riggs) noch einen letzten großen Augenblick.

Mit Folge 8 rettet sich The Walking Dead – Staffel 8 in die Halbzeit-Pause. Von zwei fatalen taktischen Fehler des Midseason-Finales wird sich die zweite Staffelhälfte jedoch kaum erholen können.

Wenn du ein eifriger Leser dieser Episodenkritik bist, ist dir sicher nicht entgangen, dass mir diese Staffel alles andere als Freude bereitet hat. Getoppt wird das ganz von einem Midseason-Finale, das den Zeiger wieder auf Anfang dreht. Denn mit Folge 8 ist alles wieder beim Alten. Alexandria, Hilltop und Kingdom sind wieder unter Negans Fuchtel – oder gar vollends zerstört. Der dramaturgische Fortschritt, den Staffel 8 bisher gemacht hat, ist – futsch.

Ehrlich gesagt fühle ich mich wie – pardon – verarscht. Wieso habe ich mir acht zermürbende Folgen angesehen, wenn sich die Handlung rückwärts entwickelt? Und mal ehrlich: Wie soll denn die zweite Hälfte von Season 8 aussehen? Wenn den Serienmachern nicht etwas Geniales einfällt (woran ich absolut zweifle), dann wird die zweite Hälfte der Staffel eine Wiederholung der ersten: Rick greift mit neuen Verbündeten (Oceanside und Scavengers?) die Sanctuary an.

Ein wenig ist das wie im Klassiker Täglich grüßt das Murmeltier: Die Protagonisten sind in einer Zeitschleife gefangen und durchleben den selben Albtraum immer wieder aufs Neue. Das mag in einem Film unterhaltend sein – nicht aber in einer Serie. TWD schmeckt wie gestreckte Suppe: einfach fad.

Einen weiteren taktischen Fehler leistet sich die Serie mit Carl (Chandler Riggs). Ricks Sohn wurde von einem Zombie in den Bauch gebissen. Sein Tod ist also sicher. Enttäuschend ist, dass sich die Serie nicht einmal die Mühe macht zu zeigen, wie es zu diesem Biss kommt. Noch viel fataler sind jedoch die Auswirkungen, die Carls Todesurteil für die ganze Serie hat. Denn Carl, der sich in kürzester Zeit zum verantwortungsvollen Mann entwickelt hat, ist nicht nur einer der sympathischsten Charaktere, nein, er ist auch einer der interessantesten.

Kampf um die Zukunft beginnt mit einem interessanten Flashback in dem Rick von seinem Sohn daran erinnert wird, dass der Angriff auf die Saviors kein blinder Vergeltungsschlag sein dürfe – Töten aus Rache sei kein Weg. Damit zeigt Carl, dass er Ricks (einstige?) Grundüberzeugung besser verstanden hat, als dieser selbst. Carl ist zu Ricks Gewissen geworden. Die klassische Vater-Sohn-Beziehung hat sich umgekehrt.

Neben dem nimmt Carl eine weitere wichtige Funktion ein: Rick kämpft für die Sicherheit und Zukunft seiner Familie – allen voran für Carl. Jetzt, wo der Tod seines Sohnes besiedelt ist, ist zu erwarten, dass Rick in erneute Lethargie verfällt – wie schon nach dem Tod seiner Frau. Ein gelähmter Hauptdarsteller ist genau das, was der Staffel den Todesstoß geben könnte.

Aber wie der TWD-Kenner weiß: Was tot ist, kehrt wieder. Für die zweite Hälfte der achten Staffel ist das der 25. Februar 2018 (US).

Fazit: Folge 8 'Kampf um die Zukunft'
Folge 8 trägt den Titel Kampf um die Zukunft. Diesen „Kampf“ hat die Zombieserie aus dem Hause AMC spätestens jetzt verloren, denn mit dem Midseason-Finale der achten Staffel zeigen die Macher, dass ihnen absolut nichts Neues einfällt.    

Stand der Gesamtbewertung: 59%

13 Kommentare zu diesem Artikel.
  • Ma Dro
    16 November 2017 at 19:44

    Ich bin sehr enttäuscht über die filmerische Umsetzung, bei Schießereien fliegt keine einzige Patronenkugel, kein Magazin wird gewechselt, die Schauspieler krümmen nicht mal den Zeigefinger, damit es so aussieht das sie den Abzug drücken. Einfach schlecht.

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  • Ma Dro
    16 November 2017 at 19:45

    Patronenhülse meinte ich natürlich!

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  • Nono Weinzierl
    17 November 2017 at 18:25

    Ja da haste Recht. Ist wie so ne Seifenoper. Alles irgendwie nicht echt. Vorallem frage ich mich spätestens seit dieser Staffel, wo zur Hölle all die Muntion und all die Waffen herkommen…. Soviel und so sinnlos wie die rumballern würde doch nicht mal ne ausreichend ausstaffierte Armee im Einsatz…

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  • Garth
    21 November 2017 at 13:04

    Ich schließe mich der Meinung von Ma Dro an. Ich habe selten derart schlechte Kampfszenen gesehen.
    Als bestes Beispiel, um nur eines von unzähligen herauszugreifen, ist die Szene als Rick das Fahrzeug mit den schweren MGs verfolgt. Der Typ auf dem Truck ballert mit einem schweren MG im Nahbereich auf ein ungepanzertes Fahrzeug und der einzige Effekt sind die kleinen Sterneffekte, die man schon die ganze Zeit sieht. (egal welche Waffe abgefeuert wird)
    Das Fahrzeug von Rick nimmt keinen erkennbaren Schaden. Ernsthaft jetzt? Wer ist für die Effekte zuständig???
    Aus der Entfernung wäre Ricks Jeep mit dieser Waffe nur noch ein Haufen Schrott, genau wie Rick. Wer denkt sich denn so etwas aus?? Und so sind alle Gefechte, einfach schlecht!!
    Dialoge spreche ich am besten gar nicht an, die sind in der Serie schon immer etwas flach, um es vorsichtig zu umschreiben. Das hat mich aber nie sonderlich gestört, weil in den ersten Staffeln der Fokus auf dieser postapokalytischen Welt ruhte und die Charaktere im Zusammenspiel besser funktionierten. Jetzt ist es, wie hi9er schon erwähnt, streckenweise richtig peinlich!
    Die Zombies wirken mittlerweile, trotz sehr guten MakeUpArtists, völlig kitschig, weil sie überhaupt nicht mehr richtig eingesetzt werden. Die Serie lebt an ihrem Namen vorbei, wenn man es denn noch Leben nennen kann oder vielleicht lebt sie ihren Namen gerade richtig, wenn man das Fazit als schlecht bewertet. Diese subjektive Einschätzung überlasse ich gern Euch.

    MfG

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  • Nono Weinzierl
    21 November 2017 at 20:29

    Danke für den Comment, Garth. Du bringst es auf den Punkt. Wenn schon Dialoge und Story etc. zu wünschen lassen, dann sollten doch wenigstens Effekte, Maske und Co. was hermachen. Was ja irgendwie auch nicht mehr der Fall ist. Vielleicht hat das Team einfach auch kein Bock mehr und gibt sich keine Mühe, damit AMC die Serie endlich absetzt =D =D =D

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  • Nono Weinzierl
    21 November 2017 at 21:16

    Danke für den Comment, Garth. Du bringst es auf den Punkt. Wenn schon Dialoge und Story etc. zu wünschen lassen, dann sollten doch wenigstens Effekte, Maske und Co. was hermachen. Was ja irgendwie auch nicht mehr der Fall ist. Vielleicht hat das Team einfach auch kein Bock mehr und gibt sich keine Mühe, damit AMC die Serie endlich absetzt =D =D =D

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  • Kurgan
    26 November 2017 at 13:11

    Ich sehe das genauso . Die Serie ist leider nur noch langweiliger,lieblos runtergekurbelter Schrott . Kein Vergleich zu den ersten 6 Staffeln.

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  • Asigmal
    30 November 2017 at 10:47

    Ich habe dieser Staffel noch genau eine Folge eine Chance gegen! Leider hat sie diese nicht genutzt! Nach zwanzig Minuten gähnender Langeweile habe ich abgeschaltet. Für mich ist die Serie damit erstmal gestorben. Wo sind die ganzen spannenden Momente hin die diese Serie einmal ausgemacht hat? Keine Schockmomente, keine Überraschungen nur noch langatmige Dialoge…
    Ich bin raus!

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  • Nono Weinzierl
    2 Dezember 2017 at 19:56

    Hi Asigmal, ja das ist wohl echt eine gute Entscheidung! Wenn das viele so machen, dann trägt AMC die Serie zu Grabe, was wohl das Beste wäre, bevor die Erinnerung an die ersten (guten) Staffeln ganz verloren gehen.

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  • Lipp
    4 Dezember 2017 at 13:48

    Ich frage mich langsam ernsthaft, ob die ersten sechs Staffeln wirklich so unterhaltsam waren, wie ich sie in Erinnerung habe. Die siebte Staffel mit dem lächerlichen Negan-Gelaber war ja schon ziemlich schlecht, aber die achte Staffel schlägt dem Fass den Boden aus. Die Serie ist zu einem saudämlichen, schlechten low budget B (oder eher C) Actionfilm geworden. Dümmliches, unfreiwillig komisches Geballere was an A-Team aus den 80ern erinnert, dazu ständig die peinlichen, vor Pathos triefenden Ansprachen von stinkeschwitz Rick. Und als ob das nicht genug wäre gibt es natürlich noch den schwachsinnigen, dauergrinsenden Klischee-Bösewicht. Ganz, ganz schlimm. Keine Ahnung, wie das passieren konnte. Schreibt Steven Seagal jetzt die Drehbücher?

    Ich habe die Serie nach den ersten drei Folgen dieser Staffel abgebrochen und ich habe nicht vor, mir noch weitere Folgen anzugucken. Sogar das anfänglich schlechte und jetzt mittelmäßige Fear the Walking Dead ist da noch (um Längen!) besser. Dass ich das mal sagen würde.

    Ich habe noch ne Idee für die letzte Folge dieser Staffel. Rick findet eine Atombombe, hält eine von seinen Braveheart Reden (während seine Gang das Gähnen schon nicht mehr unterdrücken kann) und drückt dann den falschen Knopf. Das würde ich mir sogar noch angucken.

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  • Nono Weinzierl
    4 Dezember 2017 at 22:38

    Hey Lipp, deine Idee finde ich genial! Lass eine Petition starten und bei AMC einreichen.
    Grüße Nono (4001Reviews)

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  • donny
    31 Dezember 2017 at 11:17

    Was soll man da noch sagen einfach sclecht

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  • Ekim
    31 Dezember 2017 at 17:18

    „Enttäuscht“ ist noch untertrieben. Es zerreißt mir das Herz, wenn ich dran denke das dies mal nach“Spartacus“meine absolute Lieblingsserie gewesen ist. TWD ist Mittlerweile an Langeweile und schlechter Qualität kaum zu übertreffen. Ähnlich wie „Z-Nation“ nur unfreiwillig lustig und nervig zugleich. Habe ehrlich gesagt keinen Bock mehr, mir den 2. Teil der 8. Staffel anzuschauen. Meine Frau hat bei allen Folgen der Staffel 1 bis 7 bis tief in die Nacht mitgefiebert. Bei Staffel 8 ist sie vor Langeweile öfters eingeschlafen. Und das soll schon was heißen. Wenn die Macher der Serie das Ruder nicht schnellstmöglich herumreißen, können sie die einstampfen und keiner wird sich mehr daran erinnern. Schade.

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