Kritik: The Walking Dead – Staffel 8

Folge 5: Klotürsprüche und Co.

FSK 18

Achtung: Spoiler!

Rick und seine Verbündeten sind schwer bewaffnet und türmen sich in einer Collage zu The Walking Dead 8 zu einer Art Pyramide über der die Worte  "All Out War" prangen

Wenig Zeit? Am Ende jeder Episodenkritik gibt es ein Fazit.


Kritik: Folge 1 'Erster Kampf'

Original-Titel:  Mercy
Erscheinungsdatum: 23. Oktober 2017 (DE)

Rick Grimes (Andrew Lincoln) and Maggie Greene (Lauren Cohan) zielen mit Handfeuerwaffen auf die Fabrik der Saviors in The Walking Dead Staffel 8 Episode 1
Episode 1 geht aufs Volle und lässt Rick und seine Verbündeten in den Krieg ziehen.

Endlich, endlich, endlich ist es soweit: Nach einer in die Länge gezogenen siebten Staffel nimmt das Flaggschiff aus dem Hause AMC wieder Fahrt auf. Ohne lang zu fackeln springt die erste Folge der achten Staffel zum Wesentlichen: Der Krieg zwischen Negan und Rick entflammt.

So richtig überspringen will der Funke aber noch nicht. Mercy wirkt zu zerstückelt und ist von gewagten Zeitsprüngen zersetzt. Zugegeben: Eine komplexere und herausfordernde Story würde der Serie guttun. Aber wie bei so vielem in The Walking Dead, wirkt die anachronistische Erzählweise von Folge 1 gewollt.

Wenn schon in der ersten Folge ein handfester Angriff gestartet wird, wie sollen dann die restlichen 15 Folgen aussehen? Dass die Staffel dieses Gewalt-Potenzial nicht wird halten können, ist ziemlich sicher. Wahrscheinlicher ist, dass die Staffel auf halber Strecke in einem dramaturgischen Loch versinkt, und erst gegen Ende wieder Fahrt aufnimmt. Diese Durststrecken kennen wir ja bereits aus Staffel 7.

Die größten Fragen werfen jedoch die Szenen auf, in denen ein sichtlich gealterter Rick zu sehen ist, der glücklich mit Michonne und Judith zusammenlebt. Gegengeschnitten werden diese Szenen mit einem Close-Up des gegenwärtigen (?) Rick, dessen tränenerfüllten Augen blutunterlaufen sind. Sehen wir Ricks tatsächliche Zukunft? So schön das wäre, so unwahrscheinlich ist das jedoch. Zwei Gründe: Zunächst wäre das ein erzählerisches Desaster. Denn wenn wir uns nicht um Rick sorgen müssten, dann wäre die Spannung der Serie endgültig dahin.  Zweitens lässt der Schnitt auf Ricks todtraurigen Augen vermuten, dass ihn ein weiterer Schicksalsschlag heimsucht. Die schöne Zukunft, wäre demnach ein utopischer Traum, der im Moment der Aufnahme zerstört wird. Unsere Theorie ist, dass Rick den Tod von Judith, Michonne oder Carls  sieht. Mal sehen, was die Staffel noch bereithält. 

Fazit: Folge 1 'Erster Kampf'
Glücklicherweise kommt die erste Folge schnell auf den Punkt und der langerwartete Krieg bricht aus. Dennoch wirken die Zeitsprünge der Folge gewollt, werfen jedoch spannende Fragen auf, die Staffel 8 klären muss.

Stand der Gesamtbewertung: 70%


Kritik: Folge 2 'Die Verdammten'

Original-Titel:  The Damned
Erscheinungsdatum: 30. Oktober 2017 (DE)

Morgan und Jesus streiten sich in Folge 2 Die Verdammten von The Wlaking Dead Staffel 8
In Die Verdammten streiten sich Morgan und Jesus – Was soll mit den Gefangenen geschehen?

In Folge 100 der Serie setzen die Kämpfer von Rick, Maggie und Ezekiel ihren Angriff fort und überfallen gleich zwei Außenposten der Saviors. Es geht also weiter, wie in der ersten Folge: mit viel Ballerei.

Während Erste Kämpfe noch versuchte mehrere Handlungsebenen einzuführen, ist die zweite Episode der Staffel umso einfacher gestrickt. In der Tat besteht die Folge aus kaum mehr, als ratternden Maschinengewehr-Salven. Dabei wirkt besonders der Angriff, den Jesus und Morgan auf einen der beiden Außenposten anführen, albern. Ausgerüstet mit Schalldämpfern, verabredeten Handzeichen und einem durchgetakteten Angriffsplan hat der Überfall nur noch wenig mit dem Kern der Serie zu tun. Stattdessen fühlt sich das Ganze an, als spielten da ein paar Kids nach, was sie in einem SWAT-Film gesehen haben.

Dass das für eine interessante TV-Folge nicht ausreicht, weiß auch Showrunner Frank Darabont. Kompensiert werden soll das, indem sich die Folge auf Morgan konzentriert. Im Grunde keine schlechte Wahl, denn Morgan ist sicher einer der interessantesten Charaktere der ganzen Serie. Seit seinem ersten Erscheinen in Staffel 1 hat sich sein Charakter mit am Meisten verändert. Die letzte Staffel profitierte dabei besonders von seiner Überzeugung, keine Menschenleben zu nehmen. Dieser moralische Konflikt verlieh Staffel 7 zumindest ein wenig mehr Tiefgang.

Damit ist es spätestens jetzt endgültig vorbei. In The Damned wird aus Morgan eine eiskalte Kampfmaschine, die in der Façon eines Navy SEALS dutzende Saviors dahinschlachtet. Dass ihm das noch nicht reicht, stellt er unter Beweis, als er sich mit Jesus anlegt, der sich weigert die Gefangenen Saviors hinzurichten. Die Frage, was mit den Gefangenen geschehen soll, ist in der Tat spannend. Daran, wie Alexandria, Hilltop und das Königreich mit ihnen verfahren, spiegelt wieder, wer sie sind. Fairer Prozess oder unmittelbare Erschießung? Bleibt zu hoffen, dass der Serie dabei etwas Kluges einfällt. 

Ob das auch mit Ricks Handlungsstrang gelingen wird, ist fragwürdig. Was Rick in Folge 2 geschieht, hat dennoch dramaturgisches Potenzial: Er tötete den Vater eines Kleinkindes. Wird Rick, der aktuell einen harten und erbarmungslosen Kurs einschlägt, das seelisch verkraften? Erkennt er, dass er auf dem Weg ist, so zu werden, wie die, die er bekämpft? Sein Traum aus Folge 1 scheint weiter entfernt, denn je.

Fazit: Folge 2 'Die Verdammten'
In Folge 2 Die Verdammten wird vor allem geballert, was nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass es an einem packenden Plot fehlt. Morgan, der eine erneuten Sinneswandel hinlegt, soll die dramaturgischen Mängel kompensieren, was ihm aber (noch) nicht gelingt. 

Stand der Gesamtbewertung: 68%


Kritik: Folge 3 'Wir oder die'

Original-Titel: Monsters
Erscheinungsdatum: 6. November 2017 (DE)

Juan Gabriel Pareja als Morales zielt in The Walking Dead Folge 3 it einer Pistole auf Rick Grimes
Sinnloser Cliffhanger: Das Auftauchen von Morales (Juan Gabriel Pareja) ist ein weiteres Armutszeugnis der Serie.

Folge 2 endete für Rick mit dem Blick in den Lauf einer Pistole. Ein alter Bekannter zielte in sein Gesicht. Ein alter Bekannter? Wer zu Hölle ist dieser bärtige Typ? Wenn du es nicht weißt, brauchst die dich nicht zu schämen. Es handelt sich um Morales, einen Charakter aus Staffel 1. Als Rick und Co. das Camp von Atlanta verließen, wollte sich Morales mit seiner Familie nicht Rick anschließen. Sein Fehler also? Was kann denn jetzt Rick bitte dafür?

Wer sich schämen sollte, sind die Macher von TWD. Nicht nur, dass sich kein Mensch an einen Nebencharakter erinnern kann, der vor 7 Jahren (!!!) über den Bildschirm torkelte. Nein, vielmehr ist der Cliffhanger der letzten Folge ein weiteres Armutszeugnis für The Walking Dead. Denn etwas wirklich Sinnvolles fällt der Serie mit Morales nicht ein – er wird einfach kurzerhand von Daryl erschossen. Abzusehen war das ja sowieso. Ein Cliffhanger also, der die Story Null Komma Null vorangebracht hat. Einfach überflüssig.  Ärgerlich.

Ähnlich gestelzt wirkt der Konflikt zwischen Jesus und Morgan der in Monsters eskaliert. Jesus will die gefangenen Saviors leben lassen, Morgan bevorzugt eine Exekution. Wie wir letzte Woche schrieben, ist die Frage, was mit Gefangenen geschehen soll, im Grunde eine spannende. Schließlich manifestiert sich daran, ob Alexandria, Hilltop und Kingdom besser oder gar schlimmer als die Saviors sind. Dennoch wirkt der Zweikampf, der zwischen Jesus und Morgan entflammt wie ein notgedrungener Lückenfüller um mehr Dramatik zu erzeugen. Wie zwei beleidigte Schuljungen prügeln die Beiden aufeinander ein. Was ist aus dem friedliebenden Morgan geworden? Erst wird er zum eiskalten Hitman (Folge 2) und jetzt zum Raufbold? Ist ja schön und gut, dass ihr seinen Charakter komplexer anlegen wollt, aber macht das doch bitte verständlich. Wir kommen zumindest nicht mehr mit.

Dennoch hat die Folge Wir oder Die etwas Interessantes. Die Frage, die über dieser Episode, wenn nicht sogar schon der ganzen Staffel schwebt, ist eindeutig: Sind Rick und Co. so schlimm wie Negan und die Saviors? So einfach die Frage, so kompliziert ist auch die Antwort. Auch wenn der Cliffhanger mit Morales nicht geklappt hat, so wird dennoch klar, dass zumindest Daryl nicht mehr zimperlich drauf ist. Noch deutlicher wird es, als Daryl wenig später einen Savior exekutiert, und das obwohl Rick ihm sein Wort gab. Aus Ricks Blick wird klar, dass er schockiert ist. Dennoch rügt er Daryl nicht. Wie wird sich Rick entscheiden? Sieht er die Exekution von sich ergebenden Feinden als notwendiges Übel an, oder als Frevel? Sollte die Staffel die Frage klug weiterverfolgen, besteht noch ein bisschen Hoffnung für das Zombie-Franchise. Ansonsten, wird es eng.

Fazit: Folge 3 'Wir oder die'
Folge 3 lässt die Qualität der Staffel weiter absinken. Der Cliffhanger der letzten Folge wird inkonsequent weitergeführt und taugt nicht als Plot Twist. Währenddessen geht das ermüdend langweilige Geballer der letzten Folge weiter. Hoffnung gibt die Frage, wieviel Rechtschaffenheit noch in Rick und Co. stecken. 

Stand der Gesamtbewertung: 64%


Kritik: Folge 4 'Some Guy'

Original-Titel: Some Guy
Erscheinungsdatum: 13. November 2017 (DE)

Khary Payton kämpft als Ezekiel gegen einen Zombie in The Walking Dead Staffel 8 Folge 4
Aus Ezekiels (Khary Payton) herber Niederlage entwickeln sich neue Möglichkeiten für Staffel 8.

Nach drei action-reichen Folgen, schaltet The Walking Dead – Staffel 8 mit der vierten Episode einen Gang runter. Wie erwartet, verfällt die Serie dabei in alte Muster und wird wieder langatmiger. Soll heißen, dass sich Some Guy auf einige wenige Charaktere konzentriert, statt, wie in den vorherigen Folgen, zwischen Handlungssträngen hin und her zu springen. Diese Verzögerungstaktik ist ein alter lästiger Bekannter der ganzen Serie – geht in Some Guy jedoch auf.  

In Episode 4 liegt der Fokus auf Ezekiel – pardon –, ihrer Majestät, der König. Am Anführers des sogenannten Königreichs scheiden sich seit je her die Geister. Manche kritisieren, dass der geschwollen daherredende Kauz nicht ins apokalyptische Setting passe, andere meinen, dass er gerade deswegen die Serie aus der Monotonie rette. Auf welcher Seite man auch steht, Staffel 8 schafft es, aus dem Plattitüden-Potentaten einen interessanten Charakter zu formen. Wir wussten natürlich bereits, das Ezekiel (Khary Payton) keinesfalls selbst an die Show glaubt, die er seinem Gefolge vorspielte – jetzt ist es aber endgültig vorbei. So albern und kitschig sein Königstheater auch sein mochte, es verbreitete Hoffnung und war damit eine ungemein wertvolle Ressource im Kampf gegen die Saviours.  

In Folge 4 scheint es mit dieser Hoffnung vorbei zu sein. Der Zauber seines Charismas verpufft endgültig, als der im Kampf geschlagene Ezekiel – unfähig eines Trostwortes – am Ende der Episode an seinem Gefolge vorbeihumpelt. Rick braucht diese Siegesgewissheit jedoch fast mehr, als die Kampftruppe des Kingdoms, die es nach dem verheerenden Maschinengewehr-Massaker ja ebenfalls nicht mehr gibt. Denn der Angst, die Negan und seine Schlächter verbreiten, kann nur mit einer ordentlichen Portion Hoffnung begegnet werden. Das Momentum, das seit der Aufputschrede zu Beginn von Folge 1 herrschte, ist vorbei. Die Staffel steht vor einem Wendepunkt.

Was The Walking Dead daraus machen wird, ist eine spannende Frage. Denkbar wäre einerseits, dass sich das Königreich, das scheinbar nur noch aus Alten und Kindern besteht, neutral erklärt. Negans Vergeltungssituation in einem solchen Fall, will ich mir lieber nicht ausmalen. Eine andere Möglichkeit wäre, dass Carol die Führung des Kingdoms übernimmt. Als „Queen Carol“ wird sie sich aber wohl eher nicht betiteln lassen. Die dritte und wahrscheinlich ungefährlichste Möglichkeit wäre, dass sich die Überlebenden des Königreichs nach Alexandria oder Hilltop retten. Der Nachteil: Negan, dessen Sanctuary derzeit kaum bewohnbar ist, könnte mit seinem Tross ins verlassene Kingdom übersiedeln.

Fazit: Folge 4 'Some Guy'
Some Guy ist ein kleiner Lichtblick für die  ganze Serie, die seit geraumer Zeit nicht mehr weiter weiß mit ihren Charakteren. Mit einem Wendepunkt für Ezekiel werden jedoch neue spannende Fragen aufgeworfen, die der Serie gut tun dürften.  Die Gesamtbewertung der Staffel  verbessert sich daher leicht im Verhältnis zur letzten Episode. 

Stand der Gesamtbewertung: 65%


Kritik: Folge 5 'The Big Scary U'

Original-Titel: The Big Scary U
Erscheinungsdatum: 20. November 2017 (DE)

Negan (Jeffrey Dean Morgan) bekommt die schlechtesten Dialogszenen an die Hand, die man sich denken kann.

Das war ja zu erwarten. Nach einer überraschend "annehmbaren" vierten Folge fällt The Walking Dead erneut auf die Nase. Episode 5 The Big Scary U folgt drei Handlungssträngen: Negan und Gabriel, die in einem Camper festsitzen, Rick und Daryl, die sich um Dynamit prügeln und die Offiziere der Saviors, die nicht wissen, was sie ohne Papa Negan anstellen sollen.

Am wenigsten zu erzählen hat die Folge mit Rick und Daryl. Eigentlich sind die beiden ja Hauptfiguren. Aber in dieser Folge wirken Rick und Daryl einfach nur wie unnötiges Beiwerk. Wie schon letzte Woche versuchen die Beiden ein paar Waffen aus einem Autowrack zu bergen. Das ist nicht nur öde, sondern trägt auch nicht zur Haupthandlung der Staffel bei. Ein wenig fühlt es sich an, als ob nur aus einem Grund zu Rick und Daryl geschnitten wird: weil – naja, weil man eben nicht vergessen soll, wer eigentlich im Zentrum der Serie steht. Was alles noch schlimmer macht ist die unnötige Prügelei, die zwischen den Beiden entbrennt. Das ist wie bei zwei Testosteron geschwängerten pubertierenden Jungs, die, sobald sie die Aufmerksamkeit eines Publikums haben, anfangen in einer Prügelei ihre „Männlichkeit“ unter Beweis zu stellen. Einfach peinlich.

In der Sanctuary kochen die Gefühle ebenfalls hoch. In einem langatmigen Flashback springt die Handlung zurück Ricks Angriff auf das Hauptquartier der Saviors aus Folge 1. Zugegeben: Es ist interessant einmal hinter die Fassade von Negans Reich zu schauen und mitzubekommen, wie die Saviors Rat halten. Aber der Fall, den Sie verhandeln, könnte nicht peinlicher sein. Angeklagter ist Gregory, der opportunistische Ex-Anführer der Hilltop-Kolonie. Die Blamage dieses steif geschriebenen Strangs beginnt schon mit der ersten Szene: In einem überflüssigen Dialog erinnert Simon Gregory daran, dass er nicht wieder und wieder das Gleiche erzählen solle. Bei der Szene musste ich verbittert lachen, denn genau das lässt sich auch den Autoren der Serie vorwerfen, die gerade mit diesem Flashback unter Beweis stellen, dass sie doch selbst genau das machen: sich wiederholen. Nicht nur, dass uns die Szene wenig weiterbringt. Noch dazu ist der ganze Handlungsstrang grandios schlecht geschrieben. Auf eine traurig-komische Weise erinnern die gestelzten Dialogzeilen von Simon und Gregory an ein albernes Schultheaterstück. Denn mit echten Dialogen, wie sie normale Menschen führen, hat das nur noch wenig zu tun, wenn Simon Gregory seine Liebe beteuert indem er auf ein Frühstückstablett verweist, dass er mit "ganz viel Liebe" zubereitet hat. Am Schlimmsten trifft es jedoch Negan, dessen Welcome-Back-Rede mehr an einen Klotürspruch als an erstklassige TV-Unterhaltung erinnert:

"I wear a leather jacket, I have Lucille, and my nutsack is made of steel."

Negans Willkommen-Zurück-Rede zeigt, wie tief die Serie gesunken ist

Etwas besser macht sich die Serie mit der Kombination aus Prinzipienreiter Gabriel und Prügelknabe Negan. Die Beiden sitzen in einem Wohnwagen fest, der hoffnungslos von Zombies umringt ist. Zeit Negan die Beichte abzunehmen, meint zumindest Gabriel. Vielleicht sollte der Priester lieber den Autoren der Serie die Beichte abnehmen, denn so interessant diese Kammerspiel-Konstellation auch ist, viel macht die Serie daraus nicht. Nach einer Phase des gegenseitigen Belauerns greift Gabriel beherzt ein und versucht Negan zu erschießen. Das klappt natürlich nicht, weshalb Gabriel Negan kurz darauf zahm die Waffe zurückgibt, so als hätte er das Ding nur mal ausprobieren wollen. Hä? Welches Spiel spielt Gabriel denn jetzt nun? Mir wird es nicht klar. Will er treu seiner christlichen Überzeugung Negans Seele Absolution erteilen oder will er ihn lieber gleich selbst (hin-)richten. Schließlich entscheidet sich The Big Scary U für Option 3: Die Beiden machen auf Best Buddys und schlagen sich durch eine Horde von Untoten. Das Absurde dabei: die Erzfeinde helfen sich dabei gegenseitig und schmeißen ihr eigenes Leben in die Waagschale um den Anderen zu retten. Warum sollte Gabriel das tun? 

Eine gute Sache hat dieser Handlungsstrang aber dennoch: Wir erfahren mehr über Negans Schwächen und seine Vergangenheit. Etwas, dass der Serie guttut. Denn bisher war der Antagonist so grundböse, dass es mitunter schon absurd wurde. Mehr Einblicke in diesen bisher eindimensional präsentierten Charakter sind der richtige Weg. Aber als Fluchtweg wird das nicht reichen. 

Fazit: Folge 5 'The Big Scary U'
Nach einer soliden vierten Folge verliert sich The Big Scary U in unnötig ausartenden Rückblicken und wenig zielstrebigen Nebenhandlungen. Am schlimmsten sind jedoch die Dialoge, die einfach nur noch peinlich sind.

Stand der Gesamtbewertung: 60%


Kritik: Folge 6

Original-Titel: The King, the Widow and Rick
Erscheinungsdatum: 27. November 2017 (DE)

Diese Episode ist noch nicht erschienen, unsere Kritik folgt dann. 

Kritik: Folge 7

Original-Titel: noch nicht bekannt
Erscheinungsdatum: noch nicht bekannt

Diese Episode ist noch nicht erschienen, unsere Kritik folgt dann. 

Kritik: Folge 8

Original-Titel: noch nicht bekannt
Erscheinungsdatum: noch nicht bekannt

Diese Episode ist noch nicht erschienen, unsere Kritik folgt dann. 

Kritik: Folge 9

Original-Titel: noch nicht bekannt
Erscheinungsdatum: noch nicht bekannt

Diese Episode ist noch nicht erschienen, unsere Kritik folgt dann. 

Kritik: Folge 10

Original-Titel: noch nicht bekannt
Erscheinungsdatum: noch nicht bekannt

Diese Episode ist noch nicht erschienen, unsere Kritik folgt dann. 

Kritik: Folge 11

Original-Titel: noch nicht bekannt
Erscheinungsdatum: noch nicht bekannt

Diese Episode ist noch nicht erschienen, unsere Kritik folgt dann. 

Kritik: Folge 12

Original-Titel: noch nicht bekannt
Erscheinungsdatum: noch nicht bekannt

Diese Episode ist noch nicht erschienen, unsere Kritik folgt dann. 

Kritik: Folge 13

Original-Titel: noch nicht bekannt
Erscheinungsdatum: noch nicht bekannt

Diese Episode ist noch nicht erschienen, unsere Kritik folgt dann. 

Kritik: Folge 14

Original-Titel: noch nicht bekannt
Erscheinungsdatum: noch nicht bekannt

Diese Episode ist noch nicht erschienen, unsere Kritik folgt dann. 

Kritik: Folge 15

Original-Titel: noch nicht bekannt
Erscheinungsdatum: noch nicht bekannt

Diese Episode ist noch nicht erschienen, unsere Kritik folgt dann. 

Kritik: Folge 16

Original-Titel: noch nicht bekannt
Erscheinungsdatum: noch nicht bekannt

Diese Episode ist noch nicht erschienen, unsere Kritik folgt dann. 

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6 thoughts on “Kritik: The Walking Dead – Staffel 8

  1. Danke für den Comment, Garth. Du bringst es auf den Punkt. Wenn schon Dialoge und Story etc. zu wünschen lassen, dann sollten doch wenigstens Effekte, Maske und Co. was hermachen. Was ja irgendwie auch nicht mehr der Fall ist. Vielleicht hat das Team einfach auch kein Bock mehr und gibt sich keine Mühe, damit AMC die Serie endlich absetzt =D =D =D

  2. Ich schließe mich der Meinung von Ma Dro an. Ich habe selten derart schlechte Kampfszenen gesehen.
    Als bestes Beispiel, um nur eines von unzähligen herauszugreifen, ist die Szene als Rick das Fahrzeug mit den schweren MGs verfolgt. Der Typ auf dem Truck ballert mit einem schweren MG im Nahbereich auf ein ungepanzertes Fahrzeug und der einzige Effekt sind die kleinen Sterneffekte, die man schon die ganze Zeit sieht. (egal welche Waffe abgefeuert wird)
    Das Fahrzeug von Rick nimmt keinen erkennbaren Schaden. Ernsthaft jetzt? Wer ist für die Effekte zuständig???
    Aus der Entfernung wäre Ricks Jeep mit dieser Waffe nur noch ein Haufen Schrott, genau wie Rick. Wer denkt sich denn so etwas aus?? Und so sind alle Gefechte, einfach schlecht!!
    Dialoge spreche ich am besten gar nicht an, die sind in der Serie schon immer etwas flach, um es vorsichtig zu umschreiben. Das hat mich aber nie sonderlich gestört, weil in den ersten Staffeln der Fokus auf dieser postapokalytischen Welt ruhte und die Charaktere im Zusammenspiel besser funktionierten. Jetzt ist es, wie hi9er schon erwähnt, streckenweise richtig peinlich!
    Die Zombies wirken mittlerweile, trotz sehr guten MakeUpArtists, völlig kitschig, weil sie überhaupt nicht mehr richtig eingesetzt werden. Die Serie lebt an ihrem Namen vorbei, wenn man es denn noch Leben nennen kann oder vielleicht lebt sie ihren Namen gerade richtig, wenn man das Fazit als schlecht bewertet. Diese subjektive Einschätzung überlasse ich gern Euch.

    MfG

  3. Ich bin sehr enttäuscht über die filmerische Umsetzung, bei Schießereien fliegt keine einzige Patronenkugel, kein Magazin wird gewechselt, die Schauspieler krümmen nicht mal den Zeigefinger, damit es so aussieht das sie den Abzug drücken. Einfach schlecht.

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