7 Kinderserien, die auch Erwachsenen gefallen

Nicht (nur) für Kinder geeignet!
Spoilerfrei!
Lesedauer: 6 Mins.

Nach Jahren schauen wir uns eine alte Kinderserie an, denken uns nichts böses und plötzlich fallen uns die ganzen Kleinigkeiten auf, die uns als Kind entgangen sind. Seien es zweideutige Witze, komplexe Handlungsstränge oder raffinierte Gesellschaftskritik, ganz kinderfreundlich sind viele Elemente hier ganz sicher nicht. Wir haben für euch 7 Kinderserien zusammengefasst, die auch Erwachsenen Spaß machen werden!

Cosmo und Wanda (2001)

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Darum geht’s:

Der 10-jährige Timmy Turner (Hannes Maurer) hat es nicht leicht. Seine Eltern sind unverantwortlich und vernachlässigen ihn, seine Babysitterin ist eine Bilderbuch-Sadistin und auch in der Schule wird er ungerecht behandelt. Zu seinem Glück bekommt er die zwei Elfen Cosmo (Norman Matt) und Wanda (Ilya Welter) als Zauberpaten zur Seite gestellt, die ihm seine Wünsche erfüllen, um ihm seinen Alltag zu erleichtern und seine Probleme zu bewältigen. Allerdings geht das oft nach hinten los und Timmy hat alle Hände voll zu tun, den angerichteten Schaden wieder zu begleichen. 

Was gefällt den Erwachsenen?

Die Figuren in der Serie sehen nicht nur niedlich aus, sondern sind auch ziemlich facettenreich und entsprechen nicht immer den simplen Archetypen, die wir aus Kinderserien kennen. So mancher Handlungsstrang spielt mit Nonkonformität und fordert so die uns bekannten Rollenbilder immer wieder aufs Neue heraus. Gespickt mit vielen Witzen, die man erst ab einem gewissen Alter versteht und mit gewitzter, humoristischer Gesellschaftskritik haben Erwachsene mit Cosmo & Wanda definitiv ihren Spaß!

Mutter: "Wir dürfen Timmy nicht sagen, dass wir den Leoparden getötet haben!"
Vater: "Aber wie erklären wir ihm dann die neuen Leopardenvorhänge, Leopardenteppiche, Leopardensofas und die saftigen Leopardensteaks im mit Leopardenfell isolierten Kühlschrank?"

 

Willkommen in Gravity Falls (2013)

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Darum geht’s:

Die Zwillinge Dipper (Ozan Ünal) und Mabel (Luisa Wietzorek) verbringen den Sommer bei ihrem Großonkel Stan (Bernd Vollbrecht) in dem beschaulichen Städtchen Gravity Falls. Dieser besitzt einen seltsamen Souvenirshop, in dem es allerlei Kuriositäten zu entdecken gibt. Kurz nach ihrer Ankunft bemerken die Geschwister jedoch bereits, dass in Gravity Falls vieles nicht mit rechten Dingen zugeht und Paranormales hier an der Tagesordnung steht.

Was gefällt den Erwachsenen?

Während die Handlung auf den ersten Blick simpel und oberflächlich erscheinen mag, werden wir hier schnell eines Besseren belehrt. Der Plot spitzt sich in rasantem Tempo zu und verwickelt die Geschwister in eine fast schon albtraumhafte Geschichte. Die Vielfalt an bizarren Figuren und die abwechslungsreichen Witze, die oft zu zynisch und sarkastisch für Kinder sind, schaffen viel Raum für Identifikation und Lacher.

“Die Realität ist eine Illusion, das Universum ist ein Hologramm, kauf Gold und Tschüss!"

Bill Cipher

Spongebob Schwammkopf (1999)

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Darum geht’s:

Ganz tief im Meer in einer Ananas lebt der junge Schwamm Spongebob (Santiago Ziesmer). Wenn er nicht gerade im Fast-Food-Restaurant arbeitet oder die Fahrschule besucht, erlebt er mit seinen besten Freunden Patrick (Marco Kröger) und Sandy (Cathlen Gawlich), seinem Nachbarn Thaddäus (Eberhard Prüter) und seiner Haustier-Schnecke Gary verrückte Abenteuer. 

Was gefällt den Erwachsenen?

Der mittlerweile schon in die Jahre gekommene Albtraum vieler Eltern ist gerade unter Millennials und der GenZ sehr beliebt. Die Witze rund um den gelben, energiegeladenen Schwamm sind oft platt und albern, manchmal muss man aber auch um die Ecke denken, um sie zu verstehen. Viele zweideutige Seitenhiebe fallen erst auf, wenn schon mehrere Jahre ins Land gegangen sind. Der allumfassende, bunte Nonsense der Serie ist jedoch eine wunderbare Abwechslung im grauen Alltag und gerade die alten Episoden bringen uns immer wieder zum Lachen, sei es auch nur aus nostalgischen Gründen.

"Meinst du, dass sie die Gedanken genommen haben, die wir gedacht haben – und wollen, dass wir denken, dass unsere Gedanken, die wir gedacht haben, die Gedanken sind, die wir jetzt denken – denkst du das?"

Patrick

Hinter der Gartenmauer (2015)

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Darum geht’s:

Die beiden Brüder Wirt (Kostja Ullmann) und Greg (Jonas Schmidt-Foß)klettern an Halloween über die Friedhofsmauer und verlaufen sich um düsteren Wald. In der Dunkelheit versuchen die beiden verzweifelt, einen Weg nach Hause zu finden. Unterwegs treffen sie auf viele zwielichtige Gestalten. Wem können die beiden Brüder trauen?

Was gefällt den Erwachsenen?

Die Protagonisten sind süß, es gibt viele niedliche Tiere und märchenhafte Geschichten. Eine perfekte, unschuldige Kinderserie ist Hinter der Gartenmauer bei weitem nicht! Die Folgen sind düster, die Folklore-Themen treiben selbst eingefleischten Horrorfans kalte Schauer über den Rücken und führen uns unsere tiefsten Ängste immer wieder vor Augen. Während Kindern der hohe Gruselfaktor der Serie teilweise entgeht und das Abenteuer im Vordergrund steht, sind Erwachsene mit einer rationaleren Weltanschauung gezwungen, die fürchterlichen Gegebenheiten des Waldes zu hinterfragen und genau dort liegt der Reiz. Wer an dunklen Herbsttagen also das Verlangen nach Angst und Schrecken hat, ist hier genau richtig!

“Irgendwo in den alten Erzählungen unserer Geschichte liegt ein Ort, den nur Wenige von uns gesehen haben. Ein geheimnisvoller Ort namens ‘Das Unbekannte’, wo schon längst vergessene Geschichten nur diejenigen erleben, die durch den Wald spazieren gehen.”

 

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Alfred J. Kwak (1990)

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Darum geht’s:

Die kleine Ente Alfred (Ryan van den Akker) lebt mit seinem Adoptivvater Henk (Klaus Sonnenschein), einem Maulwurf, in einem gelben Holzschuh. Der mutige Enterich gerät durch seine Neugier immer wieder in Schwierigkeiten, die er unter anderem zusammen mit seinen Freundin Winnie (Susanna Bonasévicz) überwinden muss. Sein düsterer Rivale Kra (Andreas Mannkopff) wird eines Tages zu einem gefährlichen Feind und es ist Alfreds Aufgabe, seine Freunde und sein Land zu beschützen.

Was gefällt den Erwachsenen?

In dieser Serie stehen sich auf den ersten Blick zwei Parteien gegenüber: gut gegen böse. Mit zunehmendem Alter versteht man jedoch erst die vielen politischen Anspielungen und die Parallelen, die thematisiert werden. Düstere Themen wie Rassentrennung und Rassismus, Ungerechtigkeit und Widerstand werden durch die niedliche Ente Alfred zwar kindgerecht und verniedlicht dargestellt, verlieren aber auch durch das erwachsene Auge keinesfalls ihren Schrecken.

Spion Peter: “Ich war damals Spion für Großspatzenland, aber jetzt bin ich ein Bürger dieses Landes.”
Henk: “Bist du ein Gegner der Krähenpartei?”
Spion Peter: “Ja klar, denn es ist nicht richtig, die Parteimitglieder zu bevorzugen. Wir sind alle gleich, also müssen wir auch alle gleich behandelt werden.”

 

Avatar - Der Herr der Elemente (2005)

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Darum geht’s:

In längst vergangenen Zeiten lebten die Nationen Feuer, Erde, Wasser und Luft friedlich zusammen, bis die Feuernation den anderen den Krieg erklärte. Nur der Avatar, Herr der vier Elemente, hätte die Welt retten können, doch dieser verschwand zu diesem Zeitpunkt. Nach 100 Jahren finden die Geschwister Katara (Julia Kaufmann) und Sokka (David Turba) vom Wasserstamm im Eis den neuen Avatar, einen jungen Luftbändiger namens Aang (Johannes Walenta). Gemeinsam machen sie sich auf die Reise, um den Frieden wiederherzustellen.

Was gefällt den Erwachsenen?

Nicht nur die Welt der Serie ist wahnsinnig umfangreich und komplex, sondern auch die Handlung ist knifflig, denn der rote Faden zieht sich durch drei Staffeln hindurch. Nach einiger Zeit lassen sich gut und böse nicht mehr voneinander trennen, moralische Grenzen verschwimmen nach und nach und die Charaktere entwickeln sich bemerkenswert. Während für Kinder hier actiongeladene Animationen, lustige Momente und süße Fantasy-Kreaturen im Vordergrund stehen, sehen sich Erwachsene mit übergreifenden Motiven wie Tod, Krieg und Ethos konfrontiert, die der Serie ein großes Maß an Ernsthaftigkeit verleihen.

“Die allergrößte Illusion auf dieser Welt ist die Illusion der Trennung. Dinge, die du für unabhängig voneinander und verschieden hältst, sind oftmals ein und dasselbe. Wir sind alle ein Volk, aber wir leben als wären wir etwas ganz anderes.”

Patik

Pinky und der Brain (1995)

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Darum geht’s:

Die beiden Mäuse Pinky (Uwe Büschken) und Brain (Jan Spitzer) fristen ihr Dasein als Versuchstiere in einem Labor. Während Pinky eher einfach gestrickt ist, handelt es sich bei Brain um ein größenwahnsinniges Genie, dessen größter Traum es ist, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Pinky soll dabei sein Assistent sein. Aus verschiedenen Gründen scheitern die Pläne des ungleichen Duos jedoch ständig, was die beiden jedoch nie entmutigt. 

Was gefällt den Erwachsenen?

Während die Handlungsstränge der in sich abgeschlossen Episoden eher einfach bleiben, sind es hier die Details, die die Serie für das erwachsene Publikum so amüsant machen. Oft werden Anspielungen auf Film und Literatur in Form von Parodien oder Zitaten gemacht und  Themen aus Wissenschaft, Medizin und Geschichte, wie der Pawlowsche Reflex, die Anatomie des Gehirns oder berühmte Diktatoren werden auf bizarre und lustige Weise dargestellt. Charakteristisch ist außerdem der mit Klassischer Musik durchsetzte Soundtrack, der Brains Pläne auf die richtige Art und Weise hervorhebt.

Pinky: “Hey Brain, was wollen wir denn heute Abend machen?”

Brain: “Genau dasselbe wie jeden Abend, Pinky! Wir versuchen, die Weltherrschaft an uns zu reißen!”

 

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