Darum geht’s:
Der Aufklärungstrupp hat nach den Kämpfen der letzten Zeit nur noch ein Ziel: Shinganshina zurückerobern und das Loch in Mauer Maria reparieren. Angekommen schaffen sie es relativ schnell, die Mauer mit Erens neuen Verhärtungsfähigkeiten zu stopfen, werden allerdings von Reiner überrascht, der sich mit Berthold und dem mysteriösen blonden Mann in Shinganshina auf die Lauer gelegt hat.
Innerhalb von Shinganshina kommt es zum Kampf, bei dem die Soldat:innen und Eren Reiner in seiner Titanenform beinahe besiegen können, während der Tier-Titan die Fluchtroute des Trupps mit Titanen versperrt. Armin versucht erfolglos, Berthold von einer Verwandlung in den kolossalen Titanen abzuhalten, was die Situation nochmals erschwert. In einem riskanten Plan opfert sich Armin und schwächt den kolossalen Titan genug, sodass Eren Berthold besiegen kann. Armins Lage bleibt jedoch kritisch.
Währenddessen geht der Tier-Titan zu harten Angriffen über, die vielen Soldat:innen, unter anderem auch Erwin, das Leben kosten. Doch Erwins Plan, den Tier-Titanen frontal Anzugreifen geht auf: Der Titan merkt nicht, dass Levi sich von der Seite an ihn schleicht. Der Hauptgefreite schafft es, Zeke (Takehito Koyasu/Oliver Stritzel) aus dem Titanen zu entfernen, dieser wird jedoch in letzter Sekunde von einem weiteren Titanen gerettet.
Auf einem zerstörten Häuserdach kommt das Team wieder zusammen und steht vor einer schweren Entscheidung: Sowohl Armin als auch Erwin sind tödlich verwundet. Mit dem Titanenserum, das Levi von Kenny erhielt, und dem besiegten Berthold, können sie einen retten. Die Entscheidung fällt auf Armin, der sich in einen Titanen verwandelt und Berthold frisst und somit der neue Besitzer der Kräfte des kolossalen Titans wird.
Endlich macht sich das Team auf zu Erens Keller und findet heraus: Sie sind gar nicht die letzten Menschen auf der Erde. Alle Menschen hinter der Mauer gehören dem Volk der Eldia an, die seit jeher vom Volk der Marleys verfolgt und unterdrückt werden und vor Jahrhunderten auf eine Insel flüchteten. Titanen sind Eldias, die als Strafe von den Marleys in die monströsen Wesen verwandelt werden.
Gemeinsam mit Verbündeten wollte Grisha die Schreckensherrschaft der Marleys beenden, ihre Operation wurde jedoch aufgedeckt und sie wurden allesamt verurteilt. Im letzten Moment wird Grisha gerettet und erfährt von den neun Titanen, die besondere Fähigkeiten besitzen und sich in Menschen zurückverwandeln können, vom Urtitanen sowie von der Koordinate, die alle Eldias miteinander verbindet.
Historia entscheidet sich dafür, die Wahrheit über die Titanen mit der Menschheit zu teilen, während Eren und sein Team aufbrechen, um sich den Marleys zu stellen.
Fulminantes Staffelfinale mit problematischem Beigeschmack
Staffel 3 Part 2 hat im Grunde alles, was man sich wünscht: Unglaublich starke Actionsequenzen zwischen den verschiedenen Titanen und Soldat:innen, man denke nur an die Auseinandersetzung zwischen Levi und dem Tier-Titan. In Szene gesetzt wird die Action von Animationen, die hier ihren vorläufigen Höhepunkt erreichen und so solide aussieht wie noch nie zuvor.
Hinzu kommen dermaßen viele Twists und Offenbarungen, die einen mit Sicherheit mit einem saftigen „Ufff!“ in die Couch zurückfallen lassen. Zu sehen, wie Eren und Co. mit den neuen Informationen um die Welt und um sich umgehen, ist nicht nur spannend, sondern lässt auch einiges schicksalhafte Entwicklungen für die finale Staffel vermuten, in der es sicherlich nicht allzu rosig zugehen dürfte.
Wie bereits in der Infobox erwähnt scheinen die Offenbarungen rund um Eldia und Marley sehr von der Verfolgung jüdischer Menschen vor und während des zweiten Weltkrieges inspiriert zu sein. Das hinterlässt zumindest bei mir einen bitteren Beigeschmack, auch weil ich noch nicht weiß, wie die Geschichte zu Ende geht. Die Möglichkeit für eine problematische Erzählung ist da, genauso gut kann die Geschichte auch noch die Kurve kriegen.
Staffel 3 Part 2 besteht aus den wohl packendsten Folgen von Attack on Titan, einige problematische Storyentwicklungen schmälern den Spaß allerdings ohne Zweifel.
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