Episodenguide: Loki – Staffel 1 (Kritik)

Alle neuen Folgen plus Kritik auf einen Blick!
Achtung: Spoiler!
Lesedauer: 14 Mins.
  • 'WandaVision', 'The Falcon and the Winter Soldier' und jetzt 'Loki': Endlich geht die dritte MCU-Serie rund um den charismatischen Gott Loki an den Start! Wir sind natürlich von Anfang an mit dabei und präsentieren euch jede Woche eine Zusammenfassung und Kritik der aktuellsten Folge! Werbung Folge 1: 'Glorreiches Ansinnen' Original Titel: Glorious Purpose Erscheinungsdatum: 9. Juni 2021 Darum geht's: Nachdem Loki (Tom Hiddelston) mithilfe des Tesserakts einer Verhaftung durch die Avengers (wir erinnern uns an Avengers: Endgame) entkommen konnte, wird er von der Time Variante Authority - kurz TVA - aufgeschnappt. Die außerhalb von Raum und Zeit existierende "Behörde" ist damit beauftragt, den korrekten Lauf der Zeit zu bewahren. Diejenigen, die diesen bedrohen oder von ihrem vorgegebenen Pfad schreiten, werden als "Varianten" bezeichnet, gejagt und "zurückgesetzt" aka eliminiert. Genau das steht auch Loki bevor, doch im letzten Moment spricht sich Agent Mobius (Owen Wilson) für den verhafteten Gott aus. Er bittet Richterin Ravonna Renslayer (Gugu Mbatha-Raw) darum, Loki in einem Fall als Helfer der TVA einsetzen zu dürfen und bekommt die Erlaubnis. Im Büro von Mobius angekommen, konfrontiert dieser Loki mit seinen Taten und schließlich auch mit dem Tod von Lokis Mutter Frigga. Erschüttert von den Taten und dem Tod seines Zukunfts-Ichs, entschließt sich Loki, Mobius zu helfen. Freudig erzählt dieser Loki von der bevorstehenden Mission: Eine Variante jagt und tötet TVA-Agenten und genau diese Variante gilt es zu schnappen. Der Clou an der Sache: Die Variante ist eine weitere Version von Loki! Ein Zeitreise-Abenteuer! Der Gott der Lügen und Streiche ist endlich zurück! Fan-Liebling Tom Hiddelston schlüpft ein weiteres Mal in die Rolle von Loki im nun dritten Serien Projekt des MCUs namens "Loki". Stan Lee pflegte zu sagen, dass Robert Downey Junior der perfekte Tony Stark sei. Das Gleiche trifft auf Hiddelston und Loki zu. Der britische Schauspieler hat sichtlich Spaß daran, erneut in die Rolle des trügerischen Gottes zu schlüpfen und liefert mal wieder eine starke und lustige Performance ab. Auch Owen Wilson, den die eine Hälfte Filmfans aus Quatsch-Komödien und die andere Hälfte aus Wes-Anderson-Filmen kennt, macht als sympathischer, aber zugleich auch mysteriöser Agent Mobius eine gute Rolle. Generell wirken alle und alles ein bisschen verschroben und weird, was vielen Zuschauer:Innen gut gefallen dürfte. Storytechnisch ist Glorreiches Ansinnen eine klassische Pilot-Folge. Die Spielfiguren werden auf dem Schachbrett in Stellung gebracht, bevor es dann mit der nächsten Folge richtig losgehen dürfte. Loki als charismatischen Anti-Held auf eine Zeitreise-Jagd auf der Suche nach einer bösen Version von sich selbst (!) zu schicken, ist in jedem Fall ein spannender Kniff, der viele tolle Story-Möglichkeiten verspricht. Auch die Einführung der TVA, ihrer Geschichte und ihrer Aufgabe im MCU ist eine tolle Idee, die auch nach Ende der Serie noch weitreichende Auswirkungen auf das Filmuniversum haben könnte. Ihr merkt: Gerade wird noch viel spekuliert. Sicher ist aber, dass mit der ersten Folge von Loki ein spannender Auftakt für das neuste Serienprojekt gelungen ist! Folge 2: 'Die Variante' Original Titel: The Variant Erscheinungsdatum: 16. Juni 2021 Darum geht's: Gewöhnt sich Loki etwa langsam an das geschäftige Treiben in der TVA? Wohl kaum. Arrogant und überheblich wie eh und je besteht er auf die Tatsache der "bessere" Loki zu sein, auf den die TVA angewiesen ist. Als im ersten Einsatz sein Versuch scheitert, den Agenten Mobius dazu zu bringen ihn zu den Time-Keepers zu bringen, schädigt er zusehends seinen Ruf und kaum jemand in der TVA heißt mehr die Zusammenarbeit mit Loki gut. Doch man sollte nicht vergessen, dass Loki nicht nur gerissen, sondern auch äußerst intelligent ist, wodurch er einen Fehler im Sicherheitssystem findet, wonach alle Variant-Aktivitäten auf null gehen, wenn eine Apokalypse bevorstehen. Ein idealer Zeitpunkt/ ideales Versteck für den "anderen" Loki. Mobius mobilisiert die Einheiten der TVA und alle (samt Loki) reisen zu einem passenden Zeitpunkt. Doch was sie dort erwartet bringt selbst den mit allen Wassern gewaschenen Loki aus der Fassung. Unter der Kapuze verbirgt sich ein weiblicher Variant von Loki (Sophia Di Martino) und ihr Ziel sind nicht die Time-Keepers. Ihr Ziel ist die "heiligen" Zeitlinie. Vorhergesehen unvorhergesehen Nach einer wirklich beachtlichen Menge an Screentime in der Thor-Trilogie und einigen Avengers-Filmen, kennt man Loki langsam. Seine Pläne und sein trügerisches Selbst werden vorhersehbar. Zuschauer:innen vertrauen ihm einfach nicht. Was die Serie hier aber richtig macht ist, dass genau das auch Mobius und die gesamte TVA weiß. In teilweise echt witzigen Dialogen, werden seine ach so gerissenen Pläne vor der Entstehung schon enttarnt und auch die Dynamik zwischen Mobius und Loki bekommt bereits jetzt die Abgedroschenheit, die in Thor: Tag der Entscheidung, zwischen den beiden Brüdern vorhanden ist und immer wieder für Lacher gesorgt hat. Die zweite Folge bekommt jetzt auch nach der ersten, allgemeinen Folge, eine Richtung, obwohl noch immer nicht ganz die Motivation des, nennen wir ihn Haupt-Loki, klar ist. Will er sich mit seinem zweiten Selbst zusammenschließen? Will er die Time-Keepers stürzen? Will er einfach nur aus der TVA? Dennoch hat das Böse jetzt ein Gesicht und der Hauptkonflikt, also die Bedrohung der Zeitlinie, wurde etabliert. Die Variante war auch weitaus actionreicher als die erste Folge, mit einigen Kämpfen und Zeitreisen, die die Zuschauer:innen an viele Plätze gebracht haben, welche in starkem Kontrast zu der 80er Aufmachung der TVA stehen (möglicherweise deshalb, weil die Organisation das erste mal in Thor #372 1986 Erwähnung fand?). Wo Haupt-Lokis und Lady Lokis Wege nun hinführen, wird sich wohl erst nächste Woche aufklären... Doch eine Sache noch: warum spricht Owen Wilson so unglaublich leise? Folge 3: 'Lamentis' Original Titel:  Lamentis Erscheinungsdatum: 23. Juni 2021 Darum geht's: Nachdem Loki seiner Variante, die sich als Sylvie vorstellt, durch ein Zeittor folgt, finden sich die beiden in der TVA wieder. Kurz bevor Sylvie zu den Time-Keepers gelangen kann, taucht jedoch Ravenna Renslayer (Gugu Mbata-Raw) mitsamt Minutemen auf. Doch Loki und Sylvie schaffen es mithilfe eines TemPads zu fliehen und finden sich auf dem kurz vor der Zerstörung stehenden Planeten Lamentis-1 wieder. Dort müssen sie eine große Energiequelle finden, um das TemPad wiederaufzuladen und der anstehenden Apokalypse entkommen zu können. Die beiden schleichen sich auf einen Zug in Richtung "Arc", einem Raumschiff, dass genug Energie hat, um das TemPad aufzuladen. Im Zug scheinen Loki und Sylvie ihr Kriegsbeil zumindest ein bisschen zu begraben, werden jedoch aufgrund von Gesangseinlagen eines betrunkenen Lokis aus dem Zug geworfen. Bei dem wortwörtlichen Rauswurf geht auch das TemPad zu Bruch. Die letzten Chance der beiden: Die "Arc" kapern und von Lamentis-1 entkommen. Auf dem Weg dorthin offenbart Sylvie Loki nicht nur, wie sie Menschen kontrollieren kann. Sie erzählt ihm auch davon, dass keine der Mitarbeiter:innen der TVA von den Time-Keepers erschaffen wurden, sondern selbst Varianten sind, deren Erinnerungen gelöscht wurden. Am Raumflughafen tritt das denkbar schlimmste Szenario ein: Die "Arc" wird durch einen einbrechenden Meteor zerstört. Wie die beiden da wohl rauskommen wollen? Wanderausflug mit Loki und Sylvie Halbzeit! Nachdem wir zum Ende der letzten Folge endlich einen Blick auf Sophia Di Martinos Loki-Variante, die hier Sylvie heißt, werfen konnten, bekommen wir in Lamentis eine ganze Folge spendiert, in der wir Loki und Sylvie dabei zusehen können, wie sie sich gegenseitig ankeifen, aber auch annähern. Die Chemie zwischen Hiddlestons Loki und Di Martinos Sylvie funktioniert perfekt und man nimmt den Schauspieler:innen wirklich ab, das es sich hierbei um zwei unterschiedliche Versionen der gleichen eingebildeten, besserwisserischen, aber auch charmanten Figur handelt. Auch wenn die Zickereien der beiden für zahlreiche Lacher sorgen, ist es vor allem ihr ernstes Gespräch zur Mitte der Episode, in der beide Schauspieler:innen zeigen, welche Tiefe wirklich in ihren Charakteren steckt. Ein besonders schönes Detail: Schon fast nebenbei wird Hiddlestons Loki als bisexuell offenbart und wird somit zum aller ersten, offenen LGBTQIA+ Hauptcharakter im MCU. Doch trotz all der schönen Charaktermomente fragt man sich, wo es mit Loki, Sylvie und der Serie hingehen soll. Noch immer hält das MCU-Serienprojekt die Zuschauer:innen mehr oder weniger im Dunkeln über die Motivationen der einzelnen Charaktere. Mit Offenbarungen über das TVA (wenn man Sylvie an dieser Stelle überhaupt glauben darf) werden zwar immer weitere Hinweise darüber eingestreut, dass in Loki bei weitem nicht alles ist, wie es scheint. Doch trotzdem ist das große Ganze in seinen groben Umrissen immer noch nicht so richtig klar. Und schließlich sind wir bei der Hälfte der Staffel angekommen. Wir dürfen gespannt sein, ob wir nächste Woche endlich ein paar Antworten auf die vielen Fragen bekommen werden, die Loki uns bisher aufgetischt hat. Folge 4: 'Der Nexus-Vorfall' Original Titel:  The Nexus Event Erscheinungsdatum: 30. Juni 2021 Darum geht's: Während Lamentis-1 um sie herum mit der Apokalypse beschäftigt ist, entsteht ein romantischer Moment zwischen den beiden Loki-Varianten... und damit ein Nexus-Vorfall, der die beiden wieder auf den Radar der TVA erscheinen lässt. Kurzerhand werden die beiden festgenommen und sollen vor den Zeithütern höchstpersönlich verurteilt werden. In der Zwischenzeit schafft es Sylvie die Wächterin B-15 (Wunmi Mosaku) davon zu überzeugen, dass alle Mitglieder der TVA wirklich Varianten sind und auch Loki bringt Mobius zum Stutzen. Als er Nachforschungen anstellt findet er heraus, dass Renslayer ihn anlog, als sie meinte, die entführte Wächterin C-20 sei aufgrund eines durch Sylvies Magie zerrütteten Verstands gestorben. In einem Befragungsinterview erzählte C-20 (Sasha Lane), sie wüsste nun, dass auch sie ein Leben vor der TVA hatte. Als er Loki retten will sieht er sich mit Renslayer konfrontiert und erzählt ihr, dass er weiß, was hinter den Mitarbeitern der TVA steckt... und wird kurzerhand, vor den Augen Lokis, gestutzt und verschwindet. Anschließend bringt sie Sylvie und Loki zu den Zeithütern, doch da B-15 nun auf ihrer Seite ist stellt sie sich gegen die TVA, hilft Loki und Sylvie sich zu befreien. Sylvie köpft einen der Zeithüter, nur um herauszufinden, dass sie lediglich Androide sind. Gerade als Loki Sylvie ihr (wahrscheinlich) seine Liebe gestehen will, stutzt ihn Renslayer und es kommt wieder zum Kampf zwischen den beiden Frauen. Sylvie überwältigt Renslayer und möchte die ganze Wahrheit. Am Ende gibt es eine After-credit Szene, aber die wird an diesem Punkt nicht verraten. Fragen über Fragen Es fehlen noch zwei Folgen und anstelle von der Beantwortung der tausend Fragen wurden nur noch mehr Fragen aufgeworfen. Was war Sylvies Nexus Event? Wer steckt wirklich hinter den Zeithütern? Was ist die TVA jetzt wirklich? Doch um die vorherigen Kritiken nicht zu wiederholen: Das Problem bleibt. Die Serie hat keine klare Richtung. Ja, die Figuren sind toll besetzt, die Charakterentwicklung macht Spaß zu beobachten, die Dynamik zwischen den Charakteren ist stimmig und man hat einige WTF Momente. Auch die Folge an sich hatte einen emotional ziemlich einschneidenden Effekt. Das überspielt jedoch die Tatsache, dass die Zuschauer:innen kaum etwas wissen oder Neues herausfinden, weshalb die Serie bisher den Eindruck macht, als wäre sie eher der Weichenleger für den Konflikt der kommenden MCU-Phase und weniger eine eigenständige Geschichte. Doch wer weiß, was noch in den nächsten Folgen passiert. Und eine Frage verlässt meinen Kopf nicht: Sind romantische Beziehungen zwischen Varianten nicht irgendwie... naja... Inzest? Ich persönlich hoffe, dass Loki für Sylvie nicht unbedingt romantische Gefühle hat, sondern sie einfach als Person schätzt und eine wahre Freundschaft aufbaut. Sonst fühlt es sich an, als wäre die weibliche Figur mal wieder nur für den männlichen Protagonisten und seine emotionale Entwicklung da. Bitte Marvel, breche dieses Narrativ, das hast du doch schon vorher geschafft. Folge 5: 'Reise ins Unbekannte' Original Titel:  Journey Into Mystery Erscheinungsdatum: 07. Juni 2021 Darum geht's: Nach dem spektakulären Showdown im Saal der Zeithüter wacht Loki in der Leere am Ende der Zeit auf - einem Ort, an dem die TVA einige der Varianten nach der Löschung verschwinden lässt. Und von hier scheint es keinen Ausweg zu geben, schließlich wurde bisher jeder Fluchtversuch von dem mächtigen Wesen Alioth vereitelt und endet im sofortigen Tod. Doch Loki ist nicht allein: Aufgenommen wird er von Kid Loki (Jack Veal), dem überheblichen Loki (Deobia Oparei), dem klassischen Loki (Richard E. Grant) und Alligator-Loki, die ihn in ihrem Versteck unterbringen. Nach einem vergeblichen Versuch, seine drei Varianten für einen Kampf gegen Alioth zu begeistern, wird die Gruppe kurzerhand von der bösen Variante President Loki und seinem Loki-Gefolge unterbrochen. Loki, der klassische Loki, Kid Loki und Alligator-Loki schaffen es jedoch, zu fliehen. Währenddessen knöpft sich Sylvie in den…
    Episodenguide: Loki – Staffel 1 (Kritik)
    Folge 1: 'Glorreiches Ansinnen'
    70%
    Folge 2: 'Die Variante'
    74%
    Folge 3: 'Lamentis'
    74%
    Folge 4: 'Der Nexus-Vorfall'
    72%
    Folge 5: 'Reise ins Unbekannte'
    76%
    Folge 6: 'Für alle Zeit. Immer'
    75%
    User Rating: Be the first one !
  • Staffelstart: 09.06.2021
    Episoden: 6 in 1+ Staffeln
    FSK: 12
    Genre: , , ,
    Showrunner:
    Besetzung: , , , , ,
    Bildrechte: Disney+
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Gesamtbewertung:

Ordentlich
74%

'WandaVision', 'The Falcon and the Winter Soldier' und jetzt 'Loki': Endlich geht die dritte MCU-Serie rund um den charismatischen Gott Loki an den Start! Wir sind natürlich von Anfang an mit dabei und präsentieren euch jede Woche eine Zusammenfassung und Kritik der aktuellsten Folge!

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Folge 1: 'Glorreiches Ansinnen'

Original Titel: Glorious Purpose
Erscheinungsdatum: 9. Juni 2021

Darum geht's:

Nachdem Loki (Tom Hiddelston) mithilfe des Tesserakts einer Verhaftung durch die Avengers (wir erinnern uns an Avengers: Endgame) entkommen konnte, wird er von der Time Variante Authority - kurz TVA - aufgeschnappt. Die außerhalb von Raum und Zeit existierende "Behörde" ist damit beauftragt, den korrekten Lauf der Zeit zu bewahren. Diejenigen, die diesen bedrohen oder von ihrem vorgegebenen Pfad schreiten, werden als "Varianten" bezeichnet, gejagt und "zurückgesetzt" aka eliminiert. Genau das steht auch Loki bevor, doch im letzten Moment spricht sich Agent Mobius (Owen Wilson) für den verhafteten Gott aus. Er bittet Richterin Ravonna Renslayer (Gugu Mbatha-Raw) darum, Loki in einem Fall als Helfer der TVA einsetzen zu dürfen und bekommt die Erlaubnis.

Im Büro von Mobius angekommen, konfrontiert dieser Loki mit seinen Taten und schließlich auch mit dem Tod von Lokis Mutter Frigga. Erschüttert von den Taten und dem Tod seines Zukunfts-Ichs, entschließt sich Loki, Mobius zu helfen. Freudig erzählt dieser Loki von der bevorstehenden Mission: Eine Variante jagt und tötet TVA-Agenten und genau diese Variante gilt es zu schnappen. Der Clou an der Sache: Die Variante ist eine weitere Version von Loki!

Ein Zeitreise-Abenteuer!

Der Gott der Lügen und Streiche ist endlich zurück! Fan-Liebling Tom Hiddelston schlüpft ein weiteres Mal in die Rolle von Loki im nun dritten Serien Projekt des MCUs namens "Loki". Stan Lee pflegte zu sagen, dass Robert Downey Junior der perfekte Tony Stark sei. Das Gleiche trifft auf Hiddelston und Loki zu. Der britische Schauspieler hat sichtlich Spaß daran, erneut in die Rolle des trügerischen Gottes zu schlüpfen und liefert mal wieder eine starke und lustige Performance ab. Auch Owen Wilson, den die eine Hälfte Filmfans aus Quatsch-Komödien und die andere Hälfte aus Wes-Anderson-Filmen kennt, macht als sympathischer, aber zugleich auch mysteriöser Agent Mobius eine gute Rolle. Generell wirken alle und alles ein bisschen verschroben und weird, was vielen Zuschauer:Innen gut gefallen dürfte.

Storytechnisch ist Glorreiches Ansinnen eine klassische Pilot-Folge. Die Spielfiguren werden auf dem Schachbrett in Stellung gebracht, bevor es dann mit der nächsten Folge richtig losgehen dürfte. Loki als charismatischen Anti-Held auf eine Zeitreise-Jagd auf der Suche nach einer bösen Version von sich selbst (!) zu schicken, ist in jedem Fall ein spannender Kniff, der viele tolle Story-Möglichkeiten verspricht. Auch die Einführung der TVA, ihrer Geschichte und ihrer Aufgabe im MCU ist eine tolle Idee, die auch nach Ende der Serie noch weitreichende Auswirkungen auf das Filmuniversum haben könnte. Ihr merkt: Gerade wird noch viel spekuliert. Sicher ist aber, dass mit der ersten Folge von Loki ein spannender Auftakt für das neuste Serienprojekt gelungen ist!

Folge 2: 'Die Variante'

Original Titel: The Variant
Erscheinungsdatum: 16. Juni 2021

Darum geht's:

Gewöhnt sich Loki etwa langsam an das geschäftige Treiben in der TVA? Wohl kaum. Arrogant und überheblich wie eh und je besteht er auf die Tatsache der "bessere" Loki zu sein, auf den die TVA angewiesen ist. Als im ersten Einsatz sein Versuch scheitert, den Agenten Mobius dazu zu bringen ihn zu den Time-Keepers zu bringen, schädigt er zusehends seinen Ruf und kaum jemand in der TVA heißt mehr die Zusammenarbeit mit Loki gut. Doch man sollte nicht vergessen, dass Loki nicht nur gerissen, sondern auch äußerst intelligent ist, wodurch er einen Fehler im Sicherheitssystem findet, wonach alle Variant-Aktivitäten auf null gehen, wenn eine Apokalypse bevorstehen. Ein idealer Zeitpunkt/ ideales Versteck für den "anderen" Loki. Mobius mobilisiert die Einheiten der TVA und alle (samt Loki) reisen zu einem passenden Zeitpunkt. Doch was sie dort erwartet bringt selbst den mit allen Wassern gewaschenen Loki aus der Fassung. Unter der Kapuze verbirgt sich ein weiblicher Variant von Loki (Sophia Di Martino) und ihr Ziel sind nicht die Time-Keepers. Ihr Ziel ist die "heiligen" Zeitlinie.

Vorhergesehen unvorhergesehen

Nach einer wirklich beachtlichen Menge an Screentime in der Thor-Trilogie und einigen Avengers-Filmen, kennt man Loki langsam. Seine Pläne und sein trügerisches Selbst werden vorhersehbar. Zuschauer:innen vertrauen ihm einfach nicht. Was die Serie hier aber richtig macht ist, dass genau das auch Mobius und die gesamte TVA weiß. In teilweise echt witzigen Dialogen, werden seine ach so gerissenen Pläne vor der Entstehung schon enttarnt und auch die Dynamik zwischen Mobius und Loki bekommt bereits jetzt die Abgedroschenheit, die in Thor: Tag der Entscheidung, zwischen den beiden Brüdern vorhanden ist und immer wieder für Lacher gesorgt hat.

Die zweite Folge bekommt jetzt auch nach der ersten, allgemeinen Folge, eine Richtung, obwohl noch immer nicht ganz die Motivation des, nennen wir ihn Haupt-Loki, klar ist. Will er sich mit seinem zweiten Selbst zusammenschließen? Will er die Time-Keepers stürzen? Will er einfach nur aus der TVA? Dennoch hat das Böse jetzt ein Gesicht und der Hauptkonflikt, also die Bedrohung der Zeitlinie, wurde etabliert. Die Variante war auch weitaus actionreicher als die erste Folge, mit einigen Kämpfen und Zeitreisen, die die Zuschauer:innen an viele Plätze gebracht haben, welche in starkem Kontrast zu der 80er Aufmachung der TVA stehen (möglicherweise deshalb, weil die Organisation das erste mal in Thor #372 1986 Erwähnung fand?). Wo Haupt-Lokis und Lady Lokis Wege nun hinführen, wird sich wohl erst nächste Woche aufklären...

Doch eine Sache noch: warum spricht Owen Wilson so unglaublich leise?

Folge 3: 'Lamentis'

Original Titel:  Lamentis
Erscheinungsdatum: 23. Juni 2021

Darum geht's:

Nachdem Loki seiner Variante, die sich als Sylvie vorstellt, durch ein Zeittor folgt, finden sich die beiden in der TVA wieder. Kurz bevor Sylvie zu den Time-Keepers gelangen kann, taucht jedoch Ravenna Renslayer (Gugu Mbata-Raw) mitsamt Minutemen auf. Doch Loki und Sylvie schaffen es mithilfe eines TemPads zu fliehen und finden sich auf dem kurz vor der Zerstörung stehenden Planeten Lamentis-1 wieder. Dort müssen sie eine große Energiequelle finden, um das TemPad wiederaufzuladen und der anstehenden Apokalypse entkommen zu können. Die beiden schleichen sich auf einen Zug in Richtung "Arc", einem Raumschiff, dass genug Energie hat, um das TemPad aufzuladen. Im Zug scheinen Loki und Sylvie ihr Kriegsbeil zumindest ein bisschen zu begraben, werden jedoch aufgrund von Gesangseinlagen eines betrunkenen Lokis aus dem Zug geworfen.

Bei dem wortwörtlichen Rauswurf geht auch das TemPad zu Bruch. Die letzten Chance der beiden: Die "Arc" kapern und von Lamentis-1 entkommen. Auf dem Weg dorthin offenbart Sylvie Loki nicht nur, wie sie Menschen kontrollieren kann. Sie erzählt ihm auch davon, dass keine der Mitarbeiter:innen der TVA von den Time-Keepers erschaffen wurden, sondern selbst Varianten sind, deren Erinnerungen gelöscht wurden. Am Raumflughafen tritt das denkbar schlimmste Szenario ein: Die "Arc" wird durch einen einbrechenden Meteor zerstört. Wie die beiden da wohl rauskommen wollen?

Wanderausflug mit Loki und Sylvie

Halbzeit! Nachdem wir zum Ende der letzten Folge endlich einen Blick auf Sophia Di Martinos Loki-Variante, die hier Sylvie heißt, werfen konnten, bekommen wir in Lamentis eine ganze Folge spendiert, in der wir Loki und Sylvie dabei zusehen können, wie sie sich gegenseitig ankeifen, aber auch annähern. Die Chemie zwischen Hiddlestons Loki und Di Martinos Sylvie funktioniert perfekt und man nimmt den Schauspieler:innen wirklich ab, das es sich hierbei um zwei unterschiedliche Versionen der gleichen eingebildeten, besserwisserischen, aber auch charmanten Figur handelt. Auch wenn die Zickereien der beiden für zahlreiche Lacher sorgen, ist es vor allem ihr ernstes Gespräch zur Mitte der Episode, in der beide Schauspieler:innen zeigen, welche Tiefe wirklich in ihren Charakteren steckt. Ein besonders schönes Detail: Schon fast nebenbei wird Hiddlestons Loki als bisexuell offenbart und wird somit zum aller ersten, offenen LGBTQIA+ Hauptcharakter im MCU.

Doch trotz all der schönen Charaktermomente fragt man sich, wo es mit Loki, Sylvie und der Serie hingehen soll. Noch immer hält das MCU-Serienprojekt die Zuschauer:innen mehr oder weniger im Dunkeln über die Motivationen der einzelnen Charaktere. Mit Offenbarungen über das TVA (wenn man Sylvie an dieser Stelle überhaupt glauben darf) werden zwar immer weitere Hinweise darüber eingestreut, dass in Loki bei weitem nicht alles ist, wie es scheint. Doch trotzdem ist das große Ganze in seinen groben Umrissen immer noch nicht so richtig klar. Und schließlich sind wir bei der Hälfte der Staffel angekommen. Wir dürfen gespannt sein, ob wir nächste Woche endlich ein paar Antworten auf die vielen Fragen bekommen werden, die Loki uns bisher aufgetischt hat.

Folge 4: 'Der Nexus-Vorfall'

Original Titel:  The Nexus Event
Erscheinungsdatum: 30. Juni 2021

Darum geht's:

Während Lamentis-1 um sie herum mit der Apokalypse beschäftigt ist, entsteht ein romantischer Moment zwischen den beiden Loki-Varianten... und damit ein Nexus-Vorfall, der die beiden wieder auf den Radar der TVA erscheinen lässt. Kurzerhand werden die beiden festgenommen und sollen vor den Zeithütern höchstpersönlich verurteilt werden. In der Zwischenzeit schafft es Sylvie die Wächterin B-15 (Wunmi Mosaku) davon zu überzeugen, dass alle Mitglieder der TVA wirklich Varianten sind und auch Loki bringt Mobius zum Stutzen. Als er Nachforschungen anstellt findet er heraus, dass Renslayer ihn anlog, als sie meinte, die entführte Wächterin C-20 sei aufgrund eines durch Sylvies Magie zerrütteten Verstands gestorben. In einem Befragungsinterview erzählte C-20 (Sasha Lane), sie wüsste nun, dass auch sie ein Leben vor der TVA hatte.

Als er Loki retten will sieht er sich mit Renslayer konfrontiert und erzählt ihr, dass er weiß, was hinter den Mitarbeitern der TVA steckt... und wird kurzerhand, vor den Augen Lokis, gestutzt und verschwindet. Anschließend bringt sie Sylvie und Loki zu den Zeithütern, doch da B-15 nun auf ihrer Seite ist stellt sie sich gegen die TVA, hilft Loki und Sylvie sich zu befreien. Sylvie köpft einen der Zeithüter, nur um herauszufinden, dass sie lediglich Androide sind. Gerade als Loki Sylvie ihr (wahrscheinlich) seine Liebe gestehen will, stutzt ihn Renslayer und es kommt wieder zum Kampf zwischen den beiden Frauen. Sylvie überwältigt Renslayer und möchte die ganze Wahrheit.

Am Ende gibt es eine After-credit Szene, aber die wird an diesem Punkt nicht verraten.

Fragen über Fragen

Es fehlen noch zwei Folgen und anstelle von der Beantwortung der tausend Fragen wurden nur noch mehr Fragen aufgeworfen. Was war Sylvies Nexus Event? Wer steckt wirklich hinter den Zeithütern? Was ist die TVA jetzt wirklich? Doch um die vorherigen Kritiken nicht zu wiederholen: Das Problem bleibt. Die Serie hat keine klare Richtung. Ja, die Figuren sind toll besetzt, die Charakterentwicklung macht Spaß zu beobachten, die Dynamik zwischen den Charakteren ist stimmig und man hat einige WTF Momente. Auch die Folge an sich hatte einen emotional ziemlich einschneidenden Effekt. Das überspielt jedoch die Tatsache, dass die Zuschauer:innen kaum etwas wissen oder Neues herausfinden, weshalb die Serie bisher den Eindruck macht, als wäre sie eher der Weichenleger für den Konflikt der kommenden MCU-Phase und weniger eine eigenständige Geschichte. Doch wer weiß, was noch in den nächsten Folgen passiert.

Und eine Frage verlässt meinen Kopf nicht: Sind romantische Beziehungen zwischen Varianten nicht irgendwie... naja... Inzest? Ich persönlich hoffe, dass Loki für Sylvie nicht unbedingt romantische Gefühle hat, sondern sie einfach als Person schätzt und eine wahre Freundschaft aufbaut. Sonst fühlt es sich an, als wäre die weibliche Figur mal wieder nur für den männlichen Protagonisten und seine emotionale Entwicklung da. Bitte Marvel, breche dieses Narrativ, das hast du doch schon vorher geschafft.

Folge 5: 'Reise ins Unbekannte'

Original Titel:  Journey Into Mystery
Erscheinungsdatum: 07. Juni 2021

Darum geht's:

Nach dem spektakulären Showdown im Saal der Zeithüter wacht Loki in der Leere am Ende der Zeit auf - einem Ort, an dem die TVA einige der Varianten nach der Löschung verschwinden lässt. Und von hier scheint es keinen Ausweg zu geben, schließlich wurde bisher jeder Fluchtversuch von dem mächtigen Wesen Alioth vereitelt und endet im sofortigen Tod. Doch Loki ist nicht allein: Aufgenommen wird er von Kid Loki (Jack Veal), dem überheblichen Loki (Deobia Oparei), dem klassischen Loki (Richard E. Grant) und Alligator-Loki, die ihn in ihrem Versteck unterbringen. Nach einem vergeblichen Versuch, seine drei Varianten für einen Kampf gegen Alioth zu begeistern, wird die Gruppe kurzerhand von der bösen Variante President Loki und seinem Loki-Gefolge unterbrochen. Loki, der klassische Loki, Kid Loki und Alligator-Loki schaffen es jedoch, zu fliehen.

Währenddessen knöpft sich Sylvie in den Hallen der TVA Renslayer vor und erfährt, dass Loki nicht tot, sondern sich in der Leere am Ende der Zeit befindet. Kurz bevor Renslayer, die ebensowenig über die wahren Drahtzieher hinter der TVA weiß, es schafft, Sylvie zu hintergehen, stutzt diese sich selbst und wird bei ihrer Ankunft in der Leere fast von Alioth ausgelöscht. Gerade schafft sie es noch, Alioth kurz zu verzaubern und sieht schemenhafte Bilder eines mysteriösen Ortes sehen. Plötzlich taucht Mobius auf und rettet Sylvie vor Alioth, bevor die beiden auf die Lokis treffen. Loki und Sylvie entscheiden sich gemeinsam dafür, Alioth zu verzaubern, um an den mysteriösen Ort zu gelangen, den das Wesen zu bewachen scheint. Mobius sinnt auf Rache und bricht mit einem neuen TemPad zur TVA auf und auch Kid Loki und Alligator-Loki verabschieden sich. Als der klassische Loki bemerkt, dass Loki und Sylvie von Alioth überwältigt werden, setzt er all seine Kräfte ein, um das Wesen von den beiden wegzulenken und wird darauf von Alioth ausgelöscht. Doch sein Opfer war nicht umsonst: Loki und Sylvie schaffen es, Alioth zu verzaubern und den beiden offenbart sich ein mysteriöses Schloss. Ist das der Ort, an dem sich die wahren Drahtzieher aufhalten?

This is a Loki's world

Nach all dem Gejammer der letzten Wochen, dass Loki zu viele Fragen und zu wenig Antworten liefert, ist damit in Folge 5 endlich Schluss, hurra! Endlich nimmt die Handlung ordentlich an Fahrt auf, endlich erfährt man zumindest ein wenig mehr über die TVA, das Stutzen, die zahlreichen Loki-Varianten und Co. Natürlich macht die neue Folge auch wieder ein paar neue Fragentöpfe auf und nicht alles wird beantwortet, aber das macht nichts - schließlich muss man sich auch noch ein paar Mysterien für das Finale offenhalten. Nichtsdestotrotz ist es super befriedigend zu sehen, dass Loki den Fokus nicht mehr ausschließlich auf Charakterentwicklung, sondern auch wieder mehr auf Handlungsentwicklung legt. Die Spielfiguren stehen allesamt in Position für ein spannendes Finale, dass sich wie der verrückt spielende wahre Zeitstrahl selbst in zahlreiche Richtungen entwickeln könnte. Und als kleine Kirsche on top hat die fünfte Folge der MCU-Serie so viele Eastereggs für Marvel-Fans versteckt, dass sich der ein oder andere Rewatch lohnen wird.

Mal wieder glänzt der Cast rund um Tom Hiddleston und Sophia Di Martino, aber besonders hervorheben muss man Richard E. Grant in der Rolle des klassischen Lokis. In nur einer Folge schafft Grant es, seine Figur und auch stellvertretend alle Lokis mit so viel Tragik und Tiefe zu füllen, dass sein großes Finale in dieser Folge für uns definitiv eines der großen Highlights dieser MCU-Serie sein wird. Kommen wir aber nochmal für ein paar Worte zu unserem Haupt-Loki und Sylvie zurück. Letzte Woche hatten wir ja ein wenig die Sorge, dass sich die beiden ineinander verlieben würden. Irgendwie fühlte sich das für uns nicht so richtig an, auch wenn Selbstliebe ja praktisch zu Loki gehört. Die kreativen Köpfe hinter der Serie scheinen das aber ähnlich zu sehen, machen den Liebestopf zumindest ein bisschen zu und schieben die Beziehung der zwei Varianten mehr in eine freundschaftliche Richtung. Es ist schön zu sehen, dass die Serie dadurch den Wert von Freundschaft und dem sich gegenseitigen Öffnen auf platonischer Ebene eine genauso große Wertung zukommen lässt, wie sie in Filmen und Serien üblicherweise nur romantische Beziehungen bekommen. Drücken wir die Daumen, dass sich das im Final nicht doch noch ändern wird.

Folge 6: 'Für alle Zeit. Immer.'

Original Titel:  For all time. Always.
Erscheinungsdatum: 14. Juli 2021

Darum geht's:

Sylvie und Loki haben es endlich geschafft. Sie haben Alioth besänftigt und finden endlich heraus, wer hinter der TVA steckt. "Ein Herrscher, ein Eroberer, Jener der bleibt, ein Idiot", er hatte bereits einige Namen. In dieser letzten Folge finden wir heraus, dass es einst einen multiversalen Krieg gab, einen Krieg zwischen verschiedenen Varianten von... bleiben wir bei Jener der bleibt (Jonathan Majors). Er gewann und gründete die TVA, um einen weiteren Krieg zwischen seinen Varianten zu verhindern. Schließlich bietet Jener der bleibt den beiden Lokis an, seinen Job und die TVA zu übernehmen. Sylvie ist skeptisch, sie traut ihm nicht über den Weg... anders als Loki. Dieser möchte Sylvie davon abhalten Jenen der bleibt umzubringen, wird jedoch durch eine List (ja, es ist ein Kuss) zurück zur TVA geschickt. Sylvie erfüllt sich ihren Traum, ermordet Jenen der bleibt und das Multiversum ist wieder geboren. Loki braucht nicht lange, um das herauszufinden, denn es scheint, als sei Kang der Eroberer, also eine böse Variante von Jenem der bleibt, der neue Kopf der TVA. Haben wir hier endlich den Grundkonflikt und neuen Bösewicht der vierten Phase?

Derweil kehrt Mobius in die TVA zurück und stellt Renslayer zur Rede. Diese ist gerade dabei die TVA zu verlassen um nach ihrem freien Willen zu suchen. Mit dabei hat sie die Unterlagen von Miss Minutes, bzw. Jenem der bleibt. Was darin steht, bleibt nur zu erahnen, doch ich denke, wir können alle gespannt sein, wie es mit ihrem Charakter, der TVA und Kang weitergehen wird.

Kang who remains

Die Sorgen vom Anfang, die Story sei nicht wirklich vorhanden und der unklare Sinn der Serie, sind spätestens nach diesem Finale verflogen. Die für die Serie wichtigen Handlungsstränge wurden befriedigend zu Ende gebracht und doch ebnet sie den Weg für die zweite Staffel und die kommenden Filme des MCU. Auch der Charakter von Loki hat zum Ende der Serie eine sehr gut durchdachte Entwicklung hinter sich. Wer weiß, vielleicht ist er irgendwann nicht mehr nur der Tunichtgut des MCU sondern ein wahrer Held? Wo wir nun auch bei Charakteren sind: viele Fans werden sich über Kang als neuen Bösewicht freuen. Seine Einführung ist sehr spannend umgesetzt, und Jonathan Majors spielt die leicht – wahrscheinlich durch die lange Isolation am Ende der Zeit – verrückte Variante von Kang sehr unterhaltsam und gibt dennoch einen kleinen Einblick in das bösartige Potenzial der Variante.

Da in dieser Folge viel erklärt wurde, mangelte es der Folge an Action und Abwechslung. Sie spielt sich an zwei Orten ab und es wird viel geredet. Doch nach den vorherigen Folgen, wo viel in der Zeit gesprungen wurde und allgemein eine Menge passierte, kann sich Loki hier auch erlauben, etwas herunterzufahren. Es scheint fast wie die Ruhe vor dem Sturm – und der wird es in sich haben. Ich freue mich jedenfalls auf die neue Staffel und die gravierenden Folgen des nun etablierten Multiversums.

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