Die besten Filme der 70er

20 Filme der 70er die du gesehen haben solltest
Spoilerfrei!
Lesedauer: 20 Mins.
Jugendgefährdende Inhalte

Heute nehmen wir uns die besten Filme der 70er vor. Ein Jahrzehnt, das in der Filmwelt den unangefochtenen Ruf hat, eines der genialsten Jahrzehnte für den Film aller Zeiten zu sein. In dieser Liste präsentieren wir euch 20 Filme aus dieser viel gelobten Zeit, die von schnell bis langsam, englisch bis fremdsprachig und komisch bis bitterernst alles abdecken.

Filme der 70er-Jahre: Eine goldene Zeit des Kinos

Die 70er verkörpern ohne Frage eines der interessantesten Jahrzehnte der Filmgeschichte. Als gesellschaftliche Reaktion auf den Vietnamkrieg und weitere politische Extremsituationen entstand Ende der 60er das sogenannte New Hollywood Kino, welches in den 70er Jahren seinen absoluten Höhepunkt erreichte. Wie auch viele andere Filme der 70er zeichnete sich das New Hollywood Kino durch kleine Produktionen aus, die auf oftmals pessimistische Art und Weise versuchten, gesellschaftliche Probleme der Zeit zu beleuchten. So entstanden zahlreiche vielschichtige und persönliche Geschichten, die von jungen engagierten Regisseuren wie Martin Scorsese oder Francis Ford Coppola umgesetzt wurden, die noch heutzutage als unangefochtene Regielegenden tätig sind. So stehen die 70er in der Filmgeschichte für eine goldene Zeit des Kinos, dessen Meisterwerke bis heute zitiert oder nachgeahmt werden.

20. Badlands - Zerschossene Träume (1973)

Genre: Roadmovie, Krimi, Drama
Originaltitel: Badlands
FSK: 16

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Worum geht's?

In den späten 1950er Jahren begegnet die behütete fünfzehnjährige Holly (Sissy Spacek) dem viel älteren Kit (Martin Sheen), der rastlos und ohne wirkliche Perspektive durch das Leben zu treiben scheint. Als die beiden sich annähern und Kit bei einer Konfrontation mit Hollys Vater auf schockierende Weise seine wahre Natur preisgibt, beginnt ein blutiger Roadtrip durch die entlegenen „Badlands“ Amerikas.

Warum du 'Badlands' sehen solltest

Badlands zählt ohne Frage zu den eindrucksvollsten Regiedebüts aller Zeiten. Dem inzwischen legendären Terrence Malick gelang es, einen ästhetisch überragenden Film zu schaffen, der in malerischen und poetischen Bildern von der jungen Liebe zwischen den beiden Protagonisten erzählt. Stilsicher baut der Film eine märchenhafte Welt auf, in der wir uns als Zuschauer zu gerne verlieren, bis die Handlung schließlich eine düstere Wendung nimmt und Malick uns mit dieser naiv romantischen Stimmung konfrontiert und der Gewaltverherrlichung in der amerikanischen Gesellschaft den Spiegel vorhält. So wirkt Badlands als komplexes Roadmovie voll gesellschaftlicher Relevanz und traumhaften Bildern noch lange nach.

"Am wichtigsten war, nie wieder mit einem Jungen zu gehen, der so ein kaputter Typ wie Kit war, egal wie verliebt ich war."

Holly in Badlands

 

 


19. Der Dialog (1974)

Genre: Thriller, Mystery
Originaltitel: The Conversation
FSK: 12

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Worum geht's?

Harry Caul (Gene Hackman) ist ein begnadeter Abhörspezialist, dem man nachsagt, dass er selbst die kniffligsten Situationen sauber aufzeichnen könne. Eine Berufung, die jedoch allmählich ihre Spuren auf Harry zu hinterlassen beginnt. Als er schließlich während eines Einsatzes Zeuge eines Mordkomplotts gegen ein junges Paar wird, überschreitet er seine persönliche Grenze und versucht, das Verbrechen auf eigene Faust zu verhindern. Doch je weiter Harry in den Fall eintaucht, desto mehr wird er von seiner eigenen Paranoia eingenommen.

Warum du 'Der Dialog' sehen solltest

Frisch von seinem Der Pate-Siegeszug legte Francis Ford Coppola einen Gang zurück und inszenierte eine ruhige Charakterstudie, die tief in die Paranoia ihres Protagonisten blicken lässt. Dabei ist Der Dialog ein typischer Slow Burn. Langsam und bedacht baut er eine immer dichter werdende, beklemmende Atmosphäre auf, die Coppola durch verschiedenste geniale Stilmittel perfekt einfängt, sodass wir uns letztendlich sogar selbst verfolgt und bedroht fühlen. Im Moment der höchsten Anspannung erzählt Coppola schließlich ein perfektes Finale, das den Film schlussendlich in ein ganz anderes Licht rückt. Der Dialog ist ein Meisterwerk der subtilen Anspannung, das die Angst vor privater Verfolgung in den 70ern faszinierend reflektiert.

"Ich hab vorm Tod keine Angst. Ich habe Angst vor Mord."

Harry Caul in Der Dialog

 


18. Frankenstein Junior (1974)

Genre: Komödie
Originaltitel: Young Frankenstein
FSK: 12

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Worum geht's?

Der Enkel des legendären Dr. Viktor Frankenstein, Dr. Frederik Frankenstein (Gene Wilder), lebt als angesehener Hirnchirurg weit entfernt von der düsteren Vergangenheit seines Großvaters, von der er sich komplett distanziert. Als er aus dem Nachlass seines finsteren Vorfahren jedoch dessen riesiges Schloss erbt, tritt Frederik schließlich doch in die großen Fußstapfen seiner Familie und beginnt in den geheimen Katakomben des alten Gebäudes nach einem Weg zu suchen, die Sterblichkeit zu überwinden. Unterstützung erhält er dabei von der lüsternen Inga (Teri Garr), dem wahnsinnigen Igor (Marty Feldman) und der mysteriösen Frau Blücher (Cloris Leachman) *hier Pferdewiehern einfügen*.

Warum du 'Frankenstein Junior' sehen solltest

Die Einen halten sie für unerträglichen Blödsinn, die Anderen bezeichnen sie als die witzigsten Parodien weit und breit: die Komödien von Mel Brooks. Von dem schrägen Spaceballs bis Blazing Saddles verdiente sich aber vor allem Frankenstein Junior den Status des zweifellos besten Werkes des Kultregisseurs. Das liegt daran, dass der Film neben den üblichen skurrilen Charakteren und absurden Running Gags auch durch eine wunderschöne Schwarz-Weiß-Ästhetik besticht. Brooks fängt die Atmosphäre der alten 40er Horror-Klassiker perfekt ein und zitiert seine großen Vorbilder dadurch nicht nur inhaltlich, sondern auch durch liebevoll angelehnte Bilder. Frankenstein Junior beweist mal wieder, dass die besten Parodien nicht Witze auf Kosten des Originals machen, sondern  als eigenständige Kunstwerke funktionieren können.

"Leben! Leben! Hörst du mich? Gib meiner Kreatur LEEBEEEEN!."

Dr. Frankenstein in Frankenstein Junior

 

 


17. In der Glut des Südens (1978)

Genre: Drama
Originaltitel: Days of Heaven
FSK: 12

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Worum geht's?

Nach einem tödlich endenden Unfall muss der Fabrikarbeiter Bill (Richard Gere) gemeinsam mit seiner Schwester Linda (Linda Menz) und seiner Geliebten Abby (Brooke Adams) aus der Stadt fliehen, um auf einer entlegenen Farm unterzutauchen. Da Bill und Abby sich auf der Farm als Geschwister ausgeben, findet der kranke und somit todgeweihte Farmbesitzer (Sam Shepard) Gefallen an Abby, was Bill ausnutzen möchte, um nach dessen Tod an sein Vermögen zu gelangen. Eine gefährliche Dreiecksbeziehung inmitten der wunderschönen Weiten der sonnendurchfluteten Kornfelder nimmt ihren Lauf.

Warum du 'In der Glut des Südens' sehen solltest

Auch Terrence Malicks zweiter Film hat sich einen Platz unter den besten Filmen des Jahrzehnts mehr als verdient. In der Glut des Südens beeindruckt neben der komplexen Story jedoch vor allem durch seine traumhafte Inszenierung. Malick filmte nur wenige Stunden am Tag, um auf künstliches Licht zu verzichten und seine Szenen stets in perfekter natürlicher Beleuchtung zu inszenieren. So entstehen paradiesische Bilder, die man sich kaum vorstellen kann, ohne sie selbst gesehen zu haben: leicht wehendes Getreide im seichten Wind, dunkle Silhouetten der Arbeiter vor einem rötlich erleuchteten Himmel oder eine derartig eindrucksvolle Szene gegen Ende, dass sie bis heute zitiert wird. In der Glut des Südens ist ohne Frage ein starker Kandidat für den schönsten Film des Jahrzehnts.

"Niemand ist perfekt. Es gab nie eine perfekte Person. Du trägst halb Engel und halb Teufel in dir."

Linda in In der Glut des Südens

 

 


16. Der große Irrtum (1970)

Genre: Drama
Originaltitel: The Conformist
FSK: 18

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Worum geht's?

Nach traumatischen Erlebnissen in der frühen Kindheit ist Philosophieprofessor Marcello Clerici (Jean-Louis Trintignant) nichts wichtiger, als das normale und gesellschaftlich angepasste Leben eines Durchschnittsbürgers zu führen. So schließt er sich im Italien der 1930er Jahre den Faschisten an und erhält als Mitglied des Geheimdienstes den Auftrag, seinen ehemaligen Professor Quadri (Enzo Tarascio) in Paris umzubringen, welcher einst aus Italien floh, um sich offen gegen den Faschismus äußern zu können. Während Marcello versucht, seinen Auftrag gewissenhaft auszuführen, geraten seine Überzeugungen allmählich ins Wanken.

Warum du 'Der große Irrtum' sehen solltest

Auf analytische Art und Weise taucht Der große Irrtum tief in den Kopf seines willensschwachen Protagonisten und die Mechanismen des Faschismus ein. Mit Marcello als Antihelden im Zentrum des Filmes gelingt es Regisseur Bernardo Bertolucci, dieses Thema aus vielseitigen Perspektiven zu beleuchten, ohne seinen Protagonisten dabei stumpf zu verurteilen. Das liegt zum Großteil an der gerissen verschachtelten Erzählstruktur, die von einer Zeitlinie zur nächsten springt und uns dadurch immer mehr kleine Brotkrumen in Richtung von Marcellos Vergangenheit legt, ohne jedoch direkt zu viel zu verraten. Im Zusammenspiel mit der beinahe opernhaften Inszenierung macht es dieses geniale Drehbuch Der große Irrtum zu einer der besten Charakterstudien der 70er, die bis heute kaum an Relevanz verloren hat.

"Mir wird schon nichts geschehen. Was habe ich schon getan, außer meiner Pflicht?"

Marcello Clerici in Der große Irrtum

 

 


15. American Graffiti (1973)

Genre: Drama, Komödie
Originaltitel: American Graffiti
FSK: 16

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Worum geht's?

Eine Freundesgruppe in der amerikanischen Kleinstadt Modesto steht hinter dem Abschluss ihrer Schulzeit und vor der großen Frage, wie sie in ihre unbekannte Zukunft starten wollen. An dem letzten Abend, bevor Steve (Ron Howard) und Curt (Richard Dreyfuss) die Stadt verlassen werden, um zu studieren, zieht es die Freundesgruppe noch ein letztes Mal auf die Straßen ihrer Heimatstadt und eine außergewöhnliche Nacht nimmt ihren Lauf, die die Zukunft der Jugendlichen bestimmen wird.

Warum du 'American Graffiti' sehen solltest

Wer nach einem nostalgischen Trip in eine alte Zeit sucht, ist bei American Graffiti genau richtig. Collageartig erzählt der Film verschiedene Geschichten derselben Nacht, die sich immer wieder überschneiden und beeinflussen. Dabei zieht sich das melancholische Gefühl einer Umbruchsstimmung sowohl für die Jugendlichen, als auch die damalige Zeit der frühen 1960er als roter Faden durch alle Handlungsstränge von American Graffiti. Noch vor Star Wars gelang Regisseur George Lucas damit ein einfühlsamer, witziger und persönlicher Film, der sowohl als nostalgische Zeitkapsel, als auch als zeitlose Coming-of-Age Geschichte funktioniert.

"Dein Auto ist noch viel hässlicher als ich! Oh.. das kam falsch rüber"

Carol in American Graffiti

 

 


14. Halloween - Die Nacht des Grauens (1978)

Genre: Horror
Originaltitel: Halloween
FSK: 16

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Worum geht's?

In einer düsteren Nacht des Jahres 1963 ersticht der sechsjährige Michael (Will Sandin) seine fünfzehn Jahre alte Schwester und wird daraufhin lebenslänglich in die Psychiatrie eingewiesen. Viele Jahre später gelingt dem blutrünstigen Michael (Tony Moran) jedoch die überraschende Flucht und am 31. Oktober 1978 kommt es in der Kleinstadt Haddonfield zu einem Todesopfer nach dem anderen. Besonders die nichts ahnende Studentin Laurie Strode (Jamie Lee Curtis) scheint dabei aus irgendeinem Grund im Fokus des stummen Killers zu stehen.

Warum du 'Halloween' sehen solltest

Ob Jigsaw, Freddy Krüger, Ghostface oder Jason, wahrscheinlich hätte keiner dieser ikonischen Namen der Filmgeschichte ohne John Carpenters Horrorklassiker Halloween jemals existiert. Der maskierte und gnadenlos tödliche Killer Michael Myers löste in den späten 70ern eine enorme Faszination für wortkarge Serienkiller aus, die das Slasher-Genre bis heute nachhaltig beeinflusst. Das liegt vor allem an Carpenters genialer Inszenierung, die mit wenig Mitteln wie Andeutungen von verschwommenen Figuren im Hintergrund oder dem Spiel mit Licht und Schatten in ihrer Effektivität keinen Tag gealtert ist. Auch der schaurige Soundtrack und der Ursprung vieler Elemente, die heute als Genre-Klischees gelten, machen Halloween zu einem zeitlosen Klassiker des Horrorkinos.

"Er holt dich heut! Er holt dich heut! Der schwarze Mann kommt! Der schwarze Mann kommt!"

Richie in Halloween

 

 


13. Chinatown (1974)

Genre: Neo-Noir, Thriller
Originaltitel: Chinatown
FSK: 16

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Worum geht's?

Eine ihm unbekannte Dame heuert den renommierten Privatdetektiv Jack Gittes (Jack Nicholson) an, um herauszufinden, ob ihr Mann Hollis Mulwray (Darrel Zwerling), der Chef der Los Angeles Wasserwerke, eine Affäre hat oder nicht. Während Jack ermittelt und die nötigen Beweise sammelt, taucht unerwartet Mulwrays wahrhaftige Frau auf und engagiert Jack für die Aufklärung des plötzlichen Mordes an ihrem Mann. Schnell muss Jack feststellen, dass er bis zum Hals in einem verzwickten Fall voll Verrat, Korruption und eiskaltem Mord steckt.

Warum du 'Chinatown' sehen solltest

Chinatown steht in der Filmgeschichte für den wahrscheinlich besten Krimi-Detektiv-Film aller Zeiten. Die Abgründe, die der meisterhaft von Jack Nicholson gespielte Jack Gittes aufdeckt, fügen sich zu einer komplexen und hochspannenden Kriminalgeschichte zusammen, die die zwei Stunden Laufzeit wie im Flug vorbeiziehen lässt. Roman Polanski thematisiert durch seinen stylischen Film im Spät-Film-Noir Look außerdem die soziale Situation des Amerikas der 70er und behandelt viele Aspekte, die bis heute brandaktuell sind. Wer nach einem spannenden Oldschool Thriller, der zum Mitdenken und Rätseln einlädt, sucht, wird mit Chinatown seine helle Freude haben.

"Die meisten Menschen sind nicht mal imstande, sich so was vorzustellen. Und doch sind sie alle zum rechten Zeitpunkt und unter ganz bestimmten Bedingungen zu allem fähig."

Noah Cross in Chinatown

 

 


12. Star Wars (1977)

Genre: Science Fiction
Originaltitel: Star Wars
FSK: 12

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Worum geht's?

Inmitten der einsamen Wüste des Planeten Tatooine lebt der junge Luke Skywalker (Mark Hamill) in dem Haus seines Onkels. Als er eines Tages in einem alten Roboter eine Geheimbotschaft entdeckt und dadurch Bekanntschaft mit dem weisen Obi Wan Kenobi (Alec Guiness) macht, entdeckt Luke die Wege der Macht, einer uralten Kraft, die ihn schließlich an der Seite der Rebellen in den Kampf gegen das Imperium und den düsteren Sith Lord Darth Vader (David Prowse) schickt.

Warum du 'Star Wars' sehen solltest

Mit diesem Film fing es 1977 an und der Rest ist Geschichte. George Lukas schuf zwar eine sehr klassische Heldenreise, doch die Abenteuer durch die weit, weit entfernte Galaxis locken Zuschauer damals wie heute in Scharen vor die Bildschirme und Kinoleinwände. Das liegt an dem einzigartigen Zusammenspiel zwischen einer faszinierenden Welt, die dazu einlädt, sich in ihr zu verlieren, sympathischen Charakteren, die allesamt in die zeitlose Popkultur eingingen und einer für die damaligen Verhältnisse beispiellosen Inszenierung. Bei diesem Startschuss wundert es nicht, dass Star Wars zu einem der größten Franchisen aller Zeiten wurde.

"Das Laserschwert deines Vaters. Die Waffe eines Jedi-Ritters. Nicht so plump und so ungenau wie Feuerwaffen. Eine elegante Waffe aus zivilisierteren Tagen."

Obi-Wan Kenobi in Star Wars

 

 


11. Willkommen Mr. Chance (1979)

Genre: Drama, Komödie
Originaltitel: Being There
FSK: 6

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Worum geht's?

Als der Arbeitgeber des Gärtners Mr. Chance (Peter Sellers) stirbt, findet sich der einfältige Chance, der noch nie die Welt außerhalb seines Arbeitsplatzes kennenlernte, plötzlich ohne Unterkunft auf der Straße wieder. Ziellos wandert er durch die Straßen Washingtons, bis er durch einen Zufall von dem wohlhabenden und einflussreichen Ben Rand (Melvyn Douglas) aufgenommen wird. Schnell findet der Haushalt rund um Rand Gefallen an Mr. Chances simplen Gartenweisheiten, welche jedoch stets überinterpretiert werden. Ohne es wirklich zu verstehen, klettert der einfache Gärtner die politische Karriereleiter herauf.

Warum du 'Willkommen Mr. Chance' sehen solltest

Je länger man über Hal Hashby’s subtile Satire Willkommen Mr. Chance nachdenkt, desto mehr beginnt man, die tiefgreifenden Themen hinter der Handlung zu erkennen. So fühlt sich der Film vorerst wie ein naives Märchen an, das an Filme wie Forrest Gump erinnert. Allmählich entwickelt sich jedoch ein verflochtenes Gleichnis über die Anfälligkeit der Menschen für inhaltsleere Floskeln und optische Erscheinungsbilder. So bleibt Mr. Chance Reise in die Hochklasse der Politik als stellenweise witzige und feinfühlig gespielte Satire noch lange im Gedächtnis und lädt zur vielfältigen Interpretation ein.

"In einem Garten hat alles Wachstum seine Zeiten. Erst kommen Frühling und Sommer und dann folgen Herbst und Winter."

Mr. Chance in Willkommen Mr. Chance

 

 


10. Hundstage (1975)

Genre: Drama, Thriller
Originaltitel: Dog Day Afternoon
FSK: 12

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Worum geht's?

Gemeinsam mit seinen beiden Komplizen Sal (John Cazale) und Stevie (Gary Springer) beschließt der naive Sonny (Al Pacino), eine kleine Bank inmitten von Brooklyn zu überfallen. Relativ schnell stellt sich heraus, dass der wenig durchdachte Plan der drei von vornherein zum Scheitern verurteilt war, und nach kürzester Zeit sieht sich Sonny mit einer Belagerung durch die Polizei und den Bankangestellten, die plötzlich zu seinen überlebenswichtigen Geiseln werden, konfrontiert. Ein angespanntes Drama, das wie ein Lauffeuer durch alle Medien geht, beginnt.

Warum du 'Hundstage' sehen solltest

Filme, die sich ausschließlich auf einen Handlungsort limitieren, laufen oft Gefahr, die Aufmerksamkeit des Zuschauers nicht über die gesamte Laufzeit halten zu können. Sidney Lumet beweist mit Hundstage auf eindrucksvolle Weise, dass das nicht immer der Fall sein muss. Über zwei Stunden Laufzeit gelingt es dem Film durch scharfsinnige Dialoge, überraschende Wendungen und eine der besten Leistungen von Schauspiellegende Al Pacino, eine konstante Anspannung aufrecht zu halten, der man sich unmöglich entziehen kann. Dabei überrascht, dass neben der Hochspannung des Banküberfalls auch einige komödiantische Elemente ihren Platz finden und Hundstage auch über den Thriller Aspekt hinaus funktioniert. Denn die wahre Geschichte des Bankräubers Sonny zeichnet ein nahbares Porträt ihres Protagonisten und prangert die Sensationsgier der Medien effektiv an.

"Küss mich! Wenn ich gefickt werde, möchte ich zuerst geküsst werden!"

Sonny in Hundstage

 

 


9. Stalker (1979)

Genre: Drama, Sci Fi
Originaltitel: Сталкер
FSK: 12

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Worum geht's?

Die apokalyptische Welt von Stalker wurde einst von einem mysteriösen Ereignis heimgesucht, das die Landschaft in eine triste Einöde verwandelte. Nur ein streng vom Militär bewachter Bereich, bekannt als "Die Zone", zeugt noch von der einstigen Schönheit der Erde. Doch die Idylle der Zone täuscht, denn geheimnisvolle Kräfte und Ereignisse verwandeln die malerische Landschaft in eine gefährliche Todesfalle. Geführt von einem sogenannten Stalker (Alexander Leonidowitsch Kaidanowski) machen sich ein Schriftsteller (Anatoli Solonizyn) und ein Professor (Nikolai Grigorjewitsch Grinko) auf den Weg in die Zone, um einen Raum zu finden, der angeblich erfüllt, was man sich aus tiefster Seele wünscht.

Warum du 'Stalker' sehen solltest

Der letzte Film des russischen Kultregisseurs Andrei Tarkovsky ist einer der eigenwilligsten Film der 70er. Das bedeutet, dass Stalker definitiv kein Film ist, der es jedem recht machen wird. Tarkovsky nimmt sich unglaublich viel Zeit, um seine Geschichte in langen melancholischen Einstellungen und ruhigen Bildern zu erzählen, wodurch Stalker ein äußerst gemächliches Erzähltempo erhält, das sich jeder klassischen Struktur entzieht. Fans von schnellem Sci-Fi-Kino sind hier an der falschen Adresse. Doch wer sich dem seltsamen Sog der Zone hingibt und der einzigartigen Atmosphäre und den vieldeutigen Gesprächen der Protagonisten Aufmerksamkeit schenkt, erlebt ein tiefschürfendes Meisterwerk, das sowohl gesellschaftliche Fragen reflektiert als auch ein Spiegel für die eigenen tiefsten Wünsche sein kann.

"Die Zone ist ein kompliziertes Labyrinth an Fallen. Ich weiß nicht was hier geschieht, wenn die Menschen fort sind, aber sobald jemand diesen Ort betritt, beginnt sich alles zu verändern."

Der Stalker in Stalker

 

 


8. Der weiße Hai (1975)

Genre: Thriller, Horror
Originaltitel: Jaws
FSK: 16

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Worum geht's?

Als die zerfetzte Leiche eines Teenagers am Strand angeschwemmt wird, geht Polizeichef Martin Brody (Roy Schneider) direkt von einem Haiangriff aus. Eine Gefahr, die vom Bürgermeister der Kleinstadt aufgrund der Touristensaison jedoch ignoriert wird. Erst als sich die Opfer häufen, reagiert die Masse. Der abgebrühte Haifänger Quint (Robert Shaw) wird angeheuert, um dem Hai ein Ende zu machen. Gemeinsam mit dem Meeresbiologen Matt (Richard Dreyfuss) machen sich Roy und Quint mit einem kleinen Boot auf die Jagd nach dem brutalen Killer.

Warum du 'Der weiße Hai' sehen solltest

Etwas gegenläufig zu den typischerweise kleinen und ruhigen Indie-Filmen der 70er steht Der weiße Hai - der Film, der im Alleingang den großen Sommer-Blockbuster erfand. Der grandiose Thriller mit Horror-Einschlägen machte Steven Spielberg nicht umsonst zum Superstar, denn bis heute hat Der weiße Hai keinen Funken seiner Hochspannung verloren. Wenn die Kamera aus der Haiperspektive auf unschuldig strampelnde Beine zufährt oder unsere Helden in der finstersten Nacht ein Bootswrack im Wasser untersuchen, läuft einem, damals wie heute, der ein oder andere kalte Schauer über den Rücken. Hinzu kommt der ikonische und unverkennbare Soundtrack von John Williams und ein sympathischer Cast, der den Film zum perfekten Popcorn-Blockbuster des Jahrzehnts macht.

"Das hier ist kein Bootsunfall. Das war keine Schiffsschraube. Schon gar nicht ein Korallenriff. Und es war auch nicht Jack the Ripper. Es war ein Hai."

Matt Hooper in Der weiße Hai

 

 


7. Network (1976)

Genre: Satire, Drama
Originaltitel: Network
FSK: 16

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Worum geht's?

Aufgrund sinkender Quoten und damit einhergehender schwindender Relevanz verkündet der langjährige Nachrichtensprecher Howard Beale (Peter Finch), dass er sich während einer Live-Sendung das Leben nehmen wird. Doch anstatt ihn zu feuern, realisiert der Sender schnell, auf welche Goldader er mit Howard stieß und setzt ihn als wütenden Propheten unserer Zeit in Szene, wodurch die Ratings umgehend in die Höhe schießen. Besonders Strippenzieherin Diane (Faye Dunaway) scheint bei der Inszenierung rund um Howard vor keinem Extrem zurückzuschrecken.

Warum du 'Network' sehen solltest

Auch über die 70er hinaus verdient sich Network den Titel als eine der komplexesten und intelligentesten Satiren aller Zeiten. Durch die zahlreichen Blickwinkel der verschiedenen Figuren seziert Regisseur Sidney Lumet die Mechanismen der Fernsehbranche vor und hinter der Kamera bis ins kleinste Detail und zeigt auf bissige Weise, wie die Medien ein Individuum für Reichweite und gute Quoten ausnutzen. Zusammengehalten wird das komplexe Drehbuch von einem genialen Cast, in dessen Mitte sich Peter Finch als zorniger Fernsehprophet in mehreren einzigartigen Monologen die Seele aus dem Leib spielt. Was jedoch am meisten schockiert und gleichzeitig für Lumets Meisterwerk spricht, ist, dass kaum eine Prognose, die Network trifft, sich nicht in den Jahrzehnten darauf bewahrheitete, was den Film selbst zu einer düsteren Prophezeiung über unsere Gesellschaft macht.

"Die Amerikaner brauchen jemanden, der ihren Zorn artikuliert und ausspricht. Ich will zornige Sendungen. Ich will keine konventionellen Programme in dieser Sendung. Ich will Antikultur, ich will Anti-Establishment-Programme."

Diana Christensen in Network

 

 


6. Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (1979)

Genre: Science Fiction, Horror
Originaltitel: Alien
FSK: 16

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Worum geht's?

Auf dem Rückweg zur Erde empfängt das Raumschiff Nostromo plötzlich das Hilferuf-Signal eines unbekannten Planeten. Als die Crew dem Notruf nachgeht, klammert sich ein fremder Organismus urplötzlich an einem der Männer fest. Zurück auf dem Schiff versuchen sie, ihren Kollegen von dem spinnenartigen Wesen zu befreien. Sie ahnen nicht, dass sie einem gnadenlos tötenden Wesen die Tore zu ihrem Raumschiff öffneten, das sehr bald schon Jagd auf sie machen wird.

Warum du 'Alien' sehen solltest

Ähnlich wie Halloween war auch Alien ein wegweisender Meilenstein für etliche weitere Filme des Horrorkinos. Doch anders als die Slasher Eskapaden eines Michael Myers setzte Ridley Scott mit Alien den Fokus auf einen ruhigen und klaustrophobischen Science-Fiction-Horror Mix, den das brillante Setting der einsamen Raumstation im Weltall bei uns auslöst. Durch das Zusammenspiel einer sympathischen Crew mit einer der großen Figuren der Kinogeschichte im Mittelpunkt (Signorey Weaver als Ripley) und der zum Zerreißen angespannten Atmosphäre, die das revolutionär designte Alien auslöst, bleibt Alien auch heute noch ein nervenaufreibender und perfekt inszenierter Weltraum-Schocker.

"Sie scheinen immer noch nicht zu begreifen, womit Sie es zu tun haben: Mit einem perfekten Organismus."

Ash in Alien

 

 


5. Uhrwerk Orange (1971)

Genre: Science Fiction, Drama
Originaltitel: A Clockwork Orange
FSK: 16

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Worum geht's?

In einer futuristischen Version Englands zeichnen sich der sadistische Alex (Malcolm McDowell) und seine Gang für ein Gewaltverbrechen nach dem anderen verantwortlich. Als Alex schließlich von der Polizei geschnappt wird, bietet sich ihm die Möglichkeit, statt vieler Jahre im Gefängnis, an einem Programm teilzunehmen, das ihn auf unmenschliche Weise wieder gesellschaftsfähig machen soll. Als Alex schließlich wieder auf freiem Fuß ist, kommen die Schattenseiten seiner Therapie schnell ans Tageslicht.

Warum du 'Uhrwerk Orange' sehen solltest

Uhrwerk Orange ist wohl der kontroverseste Film von Meisterregisseur Stanley Kubrick. So verdiente sich der Film durch seine oftmals schonungslose Darstellung von emotionaler und körperlicher Gewalt den einen oder anderen Platz auf diversen Indexlisten, was die Genialität des Filmes über die Jahre jedoch nicht überdecken konnte. Kubrick gelang es, einen der visuell einmaligsten Filme des Jahrzehnts zu schaffen, der eine faszinierende Geschichte über die Moral des eigenen freien Willens erzählt. Dabei beeindruckt neben der vielschichten Handlung besonders Malcolm McDowall, der als psychopathischer Protagonist Alex, durch die kalte Zukunft des Filmes jagend, einen der faszinierendsten Antihelden der Filmgeschichte verkörpert. Uhrwerk Orange ist einer der großen Klassiker des Jahrzehnts.

"Auge um Auge, wenn dich jemand schlägt, schlägst du doch zurück!"

Alex in Uhrwerk Orange

 

 


4. Der Pate (1972)

Genre: Mafia, Krimi
Originaltitel: The Godfather
FSK: 16

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Worum geht's?

Die Corleone Familie ist unter der Leitung des Familienoberhauptes Don Vito Corleone (Marlon Brando) eine der einflussreichsten Mafia-Organisationen New Yorks. Nur der jüngste Sohn der Familie, Michael Corleone (Al Pacino), scheint kein Interesse daran zu haben, mit den kriminellen Machenschaften seiner Familie in Kontakt zu treten. Doch als eine Tragödie die Strukturen der Familie infrage stellt und sich die Corleone-Familie plötzlich mit vielen Feinden konfrontiert sieht, beginnt Michael immer weiter in den Machenschaften der Gangster-Welt zu versinken.

Warum du 'Der Pate' sehen solltest

Es gibt wohl kaum ein Wort des Lobes, das noch nicht über Francis Ford Coppolas erste beide Teile der Pate-Trilogie verloren wurde. Selbst Jahrzehnte nach dem ursprünglichen Release der Meisterwerke wundert das kein bisschen . Der Pate erzählt eine komplexe und epische Geschichte über die Strukturen der Mafia und den faszinierenden Absturz eines strahlenden Helden in den Sumpf der Kriminalität. Dabei war die Art und Weise, wie Coppola diese Geschichte stilsicher in Szene setzte, komplett einzigartig. Der Pate ist und bleibt eines der einflussreichsten Werke der Filmgeschichte und steht nicht ohne Grund an der Spitze diverser Toplisten.

"Irgendwann, möglicherweise aber auch nie, werde ich dich bitten, mir eine kleine Gefälligkeit zu erweisen."

Don Vito Corleone in Der Pate

 

 


3. Einer flog über das Kuckucksnest (1975)

Genre: Drama
Originaltitel: One Flew Over the Cuckoo's Nest
FSK: 12

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Worum geht's?

Nach mehreren kleineren Straftaten täuscht der gerissene Kleinkriminelle Randle McMurphy (Jack Nicholson) eine Geisteskrankheit vor, um statt ins Gefängnis in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen zu werden. Dort beginnt der lebensbejahende und freiheitsliebende McMurphy schnell, den harten Alltag der anderen Patienten aufzumischen und mit wachsender Unterstützung gegen die unmenschliche Oberschwester Ratched (Louise Fletcher) zu rebellieren.

Warum du 'Einer flog über das Kuckucksnest' sehen solltest

Auf wenige Filme trifft der Ausdruck „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ besser zu als auf Einer flog übers Kuckucksnest. Die einfühlsame Parabel über das Spannungsverhältnis zwischen freier Selbstentfaltung und institutionellen Zwängen taucht mit viel Gefühl in die Leben und Wünsche ihrer Protagonisten ein und schafft zahlreiche Szenen, die sich feinfühlig zwischen ausgelassenem Lebensgefühl und berührender Tragik bewegen. So entsteht eine mitreißende Dynamik, die es unmöglich macht, nicht mit den Figuren mitzufiebern und ihnen eine glückliche Zukunft außerhalb der Mauern der Psychiatrie zu wünschen. Viel davon hat der Film dem herausragenden Cast rund um Jack Nicholson zu verdanken, der sich durch diesen Film als eine Hollywood-Größe für die Ewigkeit etablierte. Einer flog übers Kuckucksnest ist einer der bedeutendsten Klassiker des Jahrzehnts, den sich niemand entgehen lassen sollte.

"Was glaubt ihr denn, was ihr seid verdammt nochmal, verrückt oder was? Das seid ihr nicht... seid ihr nicht. Ihr seid nicht mehr oder weniger verrückt, als jedes Durchschnittsarschloch draußen auf der Straße."

Randle McMurphy in Einer flog über das Kuckucksnest

 

 


2. Taxi Driver (1976)

Genre: Drama, Psychothriller
Originaltitel: Taxi Driver
FSK: 16

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Worum geht's?

Der unscheinbare Ex-Marine Travis Bickle (Robert DeNiro) fängt aufgrund seiner Schlaflosigkeit an, nachts als Taxifahrer zu arbeiten. Schnell beginnt die nächtliche Arbeit, bei der er zahlreiche Ungerechtigkeiten und die dunklen Ecken New Yorks hautnah erlebt, den unauffällig scheinenden Travis zu verändern und einen brennenden Hass auf die Welt und die Gesellschaft in ihm zu schüren. Als er schließlich die minderjährige Prostituierte Iris (Jodie Foster) kennenlernt und beschließt, ihr zu helfen, beginnt die Fassade der Normalität um Travis instabile Persönlichkeit endgültig einzustürzen.

Warum du 'Taxi Driver' sehen solltest

Vor Arthur Fleck gab es Travis Bickle, vor Joker gab es Taxi Driver. Kaum einem Film gelingt es, den langsamen Verfall des Protagonisten in den Wahnsinn so brillant einzufangen wie Martin Scorceses Taxi Driver. Was den Film dabei so einzigartig macht, ist die subtile Art und Weise, wie Scorcese diese Geschichte erzählt. Die meiste Zeit des Filmes ist Travis still, fast schon komplett unauffällig, doch in kleinen Blicken, langanhaltenden Einstellungen oder sozialen Interaktionen lässt der Film Travis' Verachtung der Gesellschaft gegenüber aufblitzen. Wer offen für dieses ruhige Erzähltempo ist, wird von dem düsteren Sog des Filmes mitgerissen und fürchtet jede Sekunde den Moment, in dem Travis schließlich seine Grenzen überschreiten wird.

"Eines Tages wird ein schwerer Regen kommen und den ganzen Dreck von den Straßen spülen. Die Spinner, die Freaks, die Gangster, die einem einfachen ehrlichen Mann das Leben zur Hölle machen. Aber mich kriegt ihr nicht klein."

Travis Bickle in Taxi Driver

 

 


1. Apocalypse Now (1976)

Genre: Kriegsfilm, Drama
Originaltitel: Apocalypse Now
FSK: 16

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Worum geht's?

Einige Zeit ist Benjamin Willard (Martin Sheen) schon aus der Hölle des Vietnamkrieges zurückgekehrt, doch seine Traumata durch die erlebten Schrecken scheinen ihn nicht mehr loszulassen. Nicht mehr imstande, die Realität ohne Kriegsassoziationen wahrzunehmen, wartet Willard nur auf die Gelegenheit zurückzukehren. So gerät er an einen geheimen Mordauftrag, der ihn tief in den Dschungel Vietnams führen wird. Dort soll er den abtrünnigen Walter E. Kurtz (Marlon Brando) umbringen, der angeblich jeder Menschlichkeit abschwor und dem Wahnsinn verfiel. Zusammen mit einer kleinen Crew beginnt Willard seine Reise flussabwärts in den Wahn des Krieges und der menschlichen Psyche.

Warum du 'Apocalypse Now' sehen solltest

Kein Film verkörpert New Hollywood besser als Francis Ford Coppolas Meisterwerk Apocalypse Now. Der düstere, dreckige und deprimierende Film greift unzählige Themen der 60er und 70er auf schonungslose Weise auf und zeichnet ein finsteres und pessimistisches Bild der damaligen Zeit. Doch Hauptmann Willards Reise tief in das Herz der Finsternis ist auch über die 70er hinaus ein zeitlos brillanter Film, der eines der eindringlichsten und intensivsten Seherlebnisse verkörpert, die man erleben kann. Francis Ford Coppola schuf mit seinen aufeinander aufbauenden Episoden des Wahnsinns unzählige ikonische Szenen und Monologe der Filmgeschichte und eine unvergessliche Reise an die dunkelsten Stellen der menschlichen Natur, die noch sehr lange nach dem Abspann nachwirkt.

"Ich weiß nicht, ob ich ein Tier bin oder Gott. Aber ihr seid beides."

Roxanne in Apocalypse Now

 

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Ein Kommentar
  • Bumpercar
    8 April 2021 at 21:25
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