Topliste: Die besten & schlechtesten Star Wars Filme (Ranking)

Das endgültige Ranking
Achtung: Spoiler!
Lesedauer: 10 Mins.
Titelbild zu Ranking Top Star Wars Filme

Star Wars feierte letztes Jahr seinen 40. Geburtstag. Insgesamt hat uns das bekannteste Film-Franchise aller Zeiten mit ganzen zehn Filmen beglückt. Aber welcher ist nun der beste 'Star Wars'-Film? Unser endgültiges Ranking wiegt alle Filme möglichst objektiv gegeneinander auf. Möge die Macht mit uns sein. 

Platz 10: 'Star Wars: Episode I – Die Dunkle Bedrohung'

Poster für Star Wars Episode I Die Dunkle Bedrohung

Unsere Kritik zum Film gibt's hier!

Das ist gut:

  • Pod-Rennen!
  • Liam Neeson
  • Qui-Gon & Obi-Wan vs. Darth Maul
  • Der beste Star Wars-Soundtrack aller Zeiten

Das ist schlecht:

  • Anakin Skywalker
  • Trockene Story über Wirtschaft & Politik
  • Kindische Pups-Witze der schlimmsten Sorte
  • Obi-Wan und Darth Maul werden verschenkt
  • Jar Jar

Diese Entscheidung war nicht schwer. Bis heute gilt Die Dunkle Bedrohung als größte Enttäuschung der Kinogeschichte. Das bedeutet nicht, dass George Lucas’ Neuinterpretation des Star Wars-Universums ein grauenhafter Film ist; er ist schlichtweg mittelmäßig und gespickt mit fragwürdigen Entscheidungen, die auch heute noch als Zündstoff für Parodien und Memes herhalten müssen.

Das Drehbuch ist eine dramaturgische Katastrophe und kombiniert kindische Kakapupu-Witze mit Debatten über Wirtschaftskriege und Handelsembargos. Weder Erwachsene, noch Kinder haben durchgehend Spaß. Grandiose Highlights wie das Pod-Rennen und das „Duel of Fates“ werden ertränkt durch schwache Schauspielleistungen und nerviges CGI-Gewitter. Hier gibt’s nichts zu diskutieren. Selbst der hitzigste Die letzten Jedi-Kritiker muss einsehen, dass Episode I das offensichtliche Schlusslicht des Star Wars-Franchise ist.

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Platz 9: 'Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger'

Unsere Kritik zum Film gibt's hier!

Das ist gut:

  • Neue und spannende Settings
  • Ewan McGregor als Obi-Wan
  • Anakins Massaker im Tusken-Lager

Das ist schlecht:

  • Peinliche Romanze zwischen Anakin und Padme
  • Keine dramaturgischen Highlights
  • Abwesenheit eines echten Bösewichts
  • Unklare Rolle der Klonkrieger

Okay. Neben Die Dunkle Bedrohung ist Angriff der Klon-Krieger auch noch ein fairer Kandidat für den letzten Platz. Warum der Mittelteil der Prequel-Trilogie dennoch seinen Vorgänger sticht, liegt vor allem an der interessanteren Story, die das politische Geschehen mit einer Prise Mystery schmackhafter macht. Die Klonkrieger-Armee ist ein spannendes Handlungselement, das jedoch nicht konsequent zu Ende gedacht wurde. Gegen Ende besteht Verwirrung, wem die Klonkrieger überhaupt Loyalität geschworen haben und wer zum Henker Meister Sifo-Dyas ist.

Hinzu kommt, dass die peinliche Comedy aus Episode I mit einer peinlichen Romanze ersetzt wurde. Das Geschmalze zwischen Anakin und Padme ist unerträglich und wird schon lange als eine der schlechtesten Leinwandromanzen aller Zeiten gelistet. Dabei kann Hayden Christensen in seinen düsteren Szenen durchaus überzeugen. Der größte Moment in Klonkrieger ist Anakins Monolog nach dem Amoklauf im Tusken-Lager. Gänsehaut! Insgesamt fehlt es dem Film leider an weiteren epischen Highlights, für die Star Wars-Filme eigentlich bekannt sind.

Platz 8: 'Solo: A Star Wars Story'

Poster für Solo A Star Wars Story

Unsere Kritik zum Film gibt's hier!

Das ist gut:

  • Überzeugender Cast
  • Spaßige Action-Szenen
  • Retro-Feeling
  • Chewie und Hans erste Begegnung

Das ist schlecht:

  • Ideenarme Story
  • Antiklimatisches Finale
  • Keine Standout-Momente

Genauso wie Angriff der Klonkrieger, fehlt es dem neuen Spin-Off Solo: A Star Wars Story einfach an großen Momenten. Doch immerhin ist der Film ein grundsolider Weltraum-Heist-Film, der wenig bis nichts falsch macht. Nach Solo hat niemand gefragt, aber er tut auch niemandem weh.

Entgegen aller Erwartungen, können vor allem Alden Ehrenreich als junger Han Solo und Donald Glover als junger Lando Calrissian überzeugen. Die Action macht Spaß und der Humor fügt sich organisch in das Geschehen ein, ohne nervig zu werden. Schnell geschaut und schnell vergessen; Solo: A Star Wars Story ist, im Gegensatz zu Rogue One, wirklich nur ein kleines, nettes Spin-Off.

Platz 7: 'Star Wars: Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter'

Poster für Star Wars Episode VI Die Rückkehr der Jedi-Ritter

Das ist gut:

  • Der Imperator
  • Luke und Vader
  • Episches Finale an mehreren Fronten
  • Ewoks (knuffig!)

Das ist schlecht:

  • Ewoks (overpowered!)
  • Massive Logiklöcher
  • Besuch bei Jabba
  • Boba Fett stirbt den lächerlichsten Star Wars-Tod

Die Rückkehr der Jedi-Ritter so weit hinten zu platzieren mag für einige Fans an Blasphemie grenzen. Dennoch sollte man für ein Ranking die Nostalgie-Brille absetzen und die vielen Schwächen des Films eingestehen. Das erste Drittel im Palast von Jabba the Hutt ist eine Geduldsprobe und bleibt eher wegen seiner grotesken Momente in Erinnerung (Elefanten-DJ, Jabbas Ratte Crumb, Boba Fetts bescheuerter Tod).

Noch frustrierender ist die Tatsache, dass die komplette Handlung um ein riesiges Logikloch kreist: Warum sollte der Imperator den Rebellen echte Imperiums-Pläne zuschicken, nur um diese in eine Falle zu locken? Schließlich führt das letztendlich zur erneuten Zerstörung des Todessterns. Während ich die Ewoks als „Geschmackssache“ aus der Bewertung raushalte, findet Episode VI tatsächlich erst im letzten Drittel zu seinen Stärken – dann aber richtig. Sobald wir Lando im Falken sehen, Han und Chewie Sturmtruppen vermöbeln und Luke das Lichtschwert mit Vader kreuzt, fährt der Film zu einem der besten Finale der Filmgeschichte auf. Doch ein fulminanter Schluss macht noch keinen fulminanten Film. Auch nicht nach drei Jahrzehnten.

Platz 6: 'Star Wars: Das Erwachen der Macht'

Poster für Star Wars Das Erwachen der Macht

Unsere Kritik zum Film gibt's hier!

Das ist gut:

  • Euphorischer Filmauftakt
  • Neue, sympathische Hauptfiguren
  • Adam Driver als Kylo Ren
  • Han Solos schockierender Tod
  • Lukes Endszene

Das ist schlecht:

  • Rey ist zu mächtig („Mary Sue“?)
  • Snoke
  • Abgenutztes Finale auf Starkiller-Base
  • Praktisch gesehen Eine Neue Hoffnung 2.0

J.J. Abrams ging auf Nummer sicher und drehte einen Star Wars-Film, der mehr ein Hommage an das Franchise ist als eine Fortsetzung des Franchise. Das Erwachen der Macht ist ein durch und durch stark inszenierter Film mit Witz, Charme und Nostalgie. Rückblickend nimmt er jedoch keine außergewöhnliche Rolle im Franchise ein und lässt sich deswegen im Mittelfeld des Rankings nieder.

Zu viele Handlungspunkte sind eine direkte Kopie von Eine Neue Hoffnung. Das funktioniert immerhin gut, bis das enttäuschende Finale auf Starkiller-Base eingeläutet wird. Noch ein Todesstern, im Ernst? Der komplette Plot der „Ersten Ordnung“ wirkt ungeheuer konstruiert und generisch. Der Schock-Tod von Han Solo, der dem Charakter in keiner Weise Unrecht tut, gleicht die Belanglosigkeit des Finales wieder aus. Mit der epischen Schlussszene lässt Abrams seinen Film letztendlich auf einer hohen Note enden. Das Erwachen der Macht mag von den neuen Filmen vielleicht am meisten „Disney“ sein, doch macht er vieles richtig, was die Prequels falsch gemacht haben: Star Wars soll ein Märchen erzählen und dabei Spaß machen.

Platz 5: 'Rogue One: A Star Wars Story'

Poster für Rogue One A Star Wars Story

Unsere Kritik zum Film gibt's hier!

Das war gut:

  • Felicity Jones als Jyn Erso
  • Alan Tudyk als K-2SO
  • Ben Mendelsohn als Orson Krennic
  • Bombastischer Showdown
  • „Die“ Vader-Szene

Das war schlecht:

  • Dünne Nebencharaktere
  • Schleppender Einstieg

Habe ich gerade noch gesagt, dass Star Wars-Filme Märchen sind? Nicht so Rogue One. Dieser Film bricht ganz bewusst mit der Jedi-Legende und präsentiert sich als dreckiger und gnadenloser Action-Film im Weltraum. Dennoch ist das Star Wars-Feeling allgegenwärtig. Das liegt vor allem daran, dass die düsteren Aspekte des Franchise, die wir vor allem in der Originaltrilogie kennengelernt haben, hervorragend stimmig dargestellt wird. Todesstern, Sternenzerstörer und schleimige Offiziere repräsentieren das Imperium in Glanz und Glorie.

Regisseur Gareth Edwards’ Star Wars-Film ist nicht nur visuell und erzählerisch einer der stilsichersten Filme der Reihe, er fügt sich auch wunderbar an Episode IV an und stopft ein lang-diskutiertes Logikloch. Während die erste Hälfte von Rogue One mit einigen Längen zu kämpfen hat, fährt er Film zu einer kolossalen zweiten Hälfte auf, die uns die beste Raumschlacht und die beste Vader-Szene aller Zeiten liefert. Das gnadenlos düstere Ende mit bittersüßem Unterton trifft den Nagel auf den Kopf und lässt den Film vermutlich besser dastehen, als er wirklich ist. Dennoch ist Rogue One ein starkes Spin-Off mit absoluter Daseinsberechtigung.

Platz 4: 'Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith'

Poster für Star Wars Episode III Die Rache der Sith

Unsere Kritik zum Film gibt's hier!

Das war gut:

  • Ian McDiarmid als Darth Sidious
  • General Grievous
  • Order 66
  • Anakin vs. Obi-Wan
  • Überleitung in Episode IV

Das war schlecht:

  • Teils schwache Dialoge
  • CGI-Overkill
  • Padme stirbt an gebrochenem Herzen

Die Rache der Sith ist vielleicht kein besserer "Film" als Rogue One, aber definitiv der bessere Star Wars-Film. Bei aller Kritik an den Prequels, muss Die Rache der Sith fairerweise ausgeklammert werden. Mit Episode III lieferte George Lucas endlich das, worauf wir schon seit Episode I gewartet haben: Ein düsteres, episches Sci-Fi-Epos, das sich auf die Verwandlung von Anakin Skywalker in Darth Vader konzentriert.

Langweilige Nebenplots und unnötige Comic-Reliefs werden bis auf ein Minimum getrimmt – das Ergebnis ist ein straffer und spannender Star Wars-Film, der das interessanteste und tragischste Kapitel der ganzen Saga erzählt. Hayden Christensen wächst endlich in seine Rolle hinein, genauso wie Ewan McGregor, was das finale Duell zwischen Anakin und Obi-Wan noch intensiver macht. Zwar ist Die Rache der Sith nicht frei von Schwächen, da einige Dialoge immer noch ziemlich käsig sind, ebenso wie die Abhängigkeit von ausufernden CGI-Effekten, doch George Lucas macht mit diesem Film einiges wieder gut. Das Ende leitet perfekt in die Original-Trilogie über und schafft es sogar, den Geist dieser Klassiker für ein paar Minuten einzufangen.

Platz 3: 'Star Wars: Die Letzten Jedi'

Poster für Star Wars Die Letzten Jedi

Unsere Kritik zum Film gibt's hier!

Das war gut:

  • Luke Skywalker als tragische und vielschichtige Heldenfigur
  • Neuinterpretation der Macht
  • Unvorhersehbare Plot-Twists
  • Frische Inszenierung von Regisseur Rian Johnson
  • Grandioses Gänsehaut-Finale

Das war schlecht:

  • Der Cantobait-Ausflug
  • Admiral Holdo mit unklarem Plan

Von allen Star Wars-Filmen musste Rian Johnsons Die Letzten Jedi das unfairste Fan-Feedback einstecken. Shitstorms im Internet und Petitionen für einen Neudreh – der Hass auf Star Wars 8 resultierte in einer lächerlichen Hysterie. Außer weniger Schwächen, wie z.B. der ausbremsende Cantobait-Plot und der undurchsichtige Rettungsplan von Admiral Holdo, wird der Film für all das kritisiert, was er eigentlich verdammt gut macht: General Snoke ist nur ein schwacher Imperator 2.0 und wird rechtzeitig abgesägt. Luke Skywalker ist nach 30 Jahren nicht mehr der selbe Strahlemann und hat gute Gründe, verbittert zu sein; mutige und richtige Entscheidungen.

Lukes Charakterbogen könnte schöner und origineller kaum sein. Sein letzter, pazifistischer Auftritt ist schon beinahe poetisch. Die Letzten Jedi ist der erste Franchise-Film seit Das Imperium Schlägt Zurück, der Überraschungen, Twists und neue Thematiken bietet, statt sich bloß selbst zu zitieren (Das Erwachen der Macht) oder eine Vorgeschichte zu erzählen (I,II,III, Rogue One, Solo). Dazu ist die letzte Stunde eine grandios inszenierte Science-Fiction-Oper, die mit Drama und Momentum rastlos voran peitscht. Für diese Ambition wird Die Letzten Jedi mit der Bronze Medaille belohnt.

Platz 2: 'Star Wars: Episode IV – Eine Neue Hoffnung'

Poster für Star Wars Episode IV Eine Neue Hoffnung

Das war gut:

  • Einführung von Darth Vader
  • Han Solo & Chewbacca
  • R2D2 & C3PO als Comic-Relief
  • Alec Guinness als Obi-Wan
  • Kultiges Finale am Todesstern

Das war schlecht:

  • Darth Vader vs. Obi-Wan
  • Leias Reaktion auf die Zerstörung von Alderaan

Der originale Krieg der Sterne ist und bleibt ein Prototyp des klassischen Blockbusters. Kaum zu fassen, dass dieser Film vierzig Jahre alt ist. Auch heute funktioniert der später umbenannte Eine Neue Hoffnung auf ganzer Linie. Story, Charaktere und sogar die Effekte scheinen zeitlos geworden zu sein. Die einfach gestrickte Märchengeschichte läuft wie geölt und gilt auch heute noch als Orientierung für jeden Drehbuchautoren in Hollywood.

Tatsächlich ist der Film beinahe frei von Schwächen. Zwar gibt es hier weder die coolsten Laserschwert-Kämpfe, noch die epischsten Charaktermomente, die braucht der Film aber auch nicht, um zu funktionieren. Gegensätzlich seines Images, ist der originale Star Wars nämlich ein sehr reduzierter und fokussierter Abenteuer-Film.

Platz 1: 'Star Wars: Episode V – Das Imperium schlägt zurück'

Poster für Star Wars Episode V Das Imperium schlägt zurück

Das war gut:

  • Schlacht auf Hoth
  • Der „Imerpial March“ von John Williams
  • Meister Yoda unterrichtet Luke
  • Gezanke zwischen Han und Leia
  • Billy Dee Williams als Lando Calrissian
  • „Ich bin dein Vater.“

Das war schlecht:

Natürlich ist Das Imperium schlägt zurück der beste Star Wars-Film und gehört auf Platz 1 des Rankings. Episode V ist nicht nur deutlich düsterer als Eine Neue Hoffnung, sondern auch vielschichtiger, überraschender und ambitionierter. Das Märchen wächst zu einer großen Weltraum-Oper heran. Zwar ist das Drehbuch nicht so gut ausbalanciert und eigenständig wie das von Eine Neue Hoffnung, doch dafür bietet Imperium echte Kult-Momente, die sich in das Gedächtnis der Popkultur-Szene eingebrannt haben. Von der grandios inszenierten Schlacht auf Hoth, über Lukes Ausbildung bei Yoda, bis zum bekanntesten Plot-Twist aller Zeiten, ist der Film ein echtes Meisterwerk. Kein Wunder also, dass grandiose Film-Fortsetzungen wie The Dark Knight und Der Pate II gerne mit Das Imperium schlägt zurück verglichen werden. So macht man ein Sequel, und nicht anders!

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