6.3/10

Kritik: Jurassic World: Ein neues Zeitalter (2022)

„JURASSIC WORLD? NOT A FAN“

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Genres: Abenteuer, Action, Science Fiction, Startdatum: 09.06.2022

Interessante Fakten für…

  • Jurassic World: Ein neues Zeitalter kommt am 10. Juni 2022 in die Kinos, nur einen Tag vor dem Datum, an dem Jurassic Park (1993) am 11. Juni 1993 in die Kinos kam. Und nur zwei Tage vor dem Datum, an dem Jurassic World (2015) am 12. Juni 2015 veröffentlicht wurde.
  • Blue ist der erste Velociraptor, der die gesamte Jurassic World-Trilogie überlebt hat.

Die zweite Trilogie der Jurassic-Reihe geht mit „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“ ins Finale. In diesem dritten und letzten Teil sehen wir einige alte Bekannte aus der „Jurassic Park“-Trilogie… doch das ändert nichts an der Qualität des Filmes.

sophie 1
#Marvelgeek #Genießerin #Trash

Darum geht’s

Es sind vier Jahre vergangen, seitdem Dinosaurier in die Welt freigelassen wurden und sie sind jetzt Bestandteil des globalen Ökosystems. Derweil leben der Raptor-Trainer Owen Grady (Chris Pratt) und Claire Dearing (Bryce Dallas Howard) mit Maisie Lockwood (Isabella Sermon) im Nirgendwo. Als erster menschlicher und erfolgreicher Clon wurden viele Menschen auf Maisie aufmerksam, weshalb Owen und Claire versuchen, sie möglichst von der Außenwelt fern zu halten. Das klappt nicht lange und sie wird vom Dinosaurier-Wilderer Rainn Delacourt (Scott Haze) entführt. Owen und Claire machen sich auf die Suche und treffen auf dem Weg einige alte und neue Bekannte.

Gleichzeitig möchte Dr. Ellie Sattler (Laura Dern) einer modifizierten Heuschreckenplage auf den Grund gehen. Sie sucht ihren ehemaligen Partner Dr. Alan Grant (Sam Neill) auf und sie kommen mithilfe von Dr. Ian Malcom (Jeff Goldblum) der Wahrheit gefährlich nahe.

Sowohl die Wege der alten Jurassic Park-Garde als auch die Jurassic World-Garde führen in die Alpen zum Dinosaurier Reservat des Gentechnik-Unternehmens Biosyn.

Zufälle über Zufälle

Eine Freundin meinte letztens, dass Handlungen und Storylines am Besten funktionieren, wenn sie möglichst simpel, aber in ihrer Simplizität einzigartig sind. Das war sicherlich einer der Gründe, warum Spielbergs Jurassic Park (1993) weiterhin funktioniert und auch aus heutiger Sicht ein toller Film ist. Was wir jedoch durch die Entwicklung des Franchise unschwer erkennen können, ist, dass man nach Jurassic Park III hätte aufhören sollen. Es wurde immer mehr hinzugepackt und die Handlung verheddert sich in unzähligen „Was wäre wenn…“ Realitäten, Erfindungen und Sci-Fi Elementen, nach denen niemand gefragt hat.

Mit diesem dritten Teil der Jurassic World-Trilogie finden wir uns im letzten Ausweg der Reihe, was „Neues“ zu schaffen: bringen wir die ikonischen Helden der Originaltrilogie zurück! Was dabei herauskam? Zwei zu sehr inszenierte Handlungsstränge, die damit enden sollen, dass die alte Garde von Jurassic Park mit der neuen zusammentrifft. Diese beiden Handlungsstränge sind nur minder spannend, da wir als Zuschauer:innen genau wissen, wie sie enden werden. Wie kleine Götter stehen Dirigenten hinter der Story, die dafür sorgen, dass die Hauptfiguren schneller rennen können, als die trainierten Killer-Raptoren, dass zufälligerweise Aufzüge irgendwo stehen, wo man sich verstecken kann oder andere Dinosaurier so lange warten, bis die Beute wieder eine reale Chance hat zu fliehen… Spannung sieht anders aus.

Wenigstens Jeff und Dinos

Wenn wir dann endlich zu dem vorhersehbaren Punkt kommen, an dem die Hauptcharaktere endlich zusammentreffen, fehlt vor allem eines: die Dynamik. Schon vorher sorgte die wiederaufgewärmte Liebesgeschichte zwischen Alan und Ellie für wenig Regung unter den Zuschauer:innen und obendrein für einige cringe-Momente. Doch auch auf die Zusammenkunft der beiden Gruppen folgt keine Emotion… weder bei den Schauspieler:innen noch beim Publikum. Dass man emotional so unbeteiligt bleibt, lässt einen schon fast vergessen, welch schöner Moment das Wiederkehren der alten Helden hätte werden können.

Die Entscheidung, die beiden Casts wieder zusammenzubringen, hatte jedoch ein Gutes. Die längere Screentime von Jeff Goldblum als Ian Malcom sorgte wieder für einige lustige Momente. Dabei ist er zwar nicht mehr der ehebrechende Aufreißer vom ersten Teil, sondern vielmehr eine Jeff Goldblum-Version desselben, was jedoch kaum stört. Vielmehr freut es einen, ihn endlich wieder neben den anderen Stars des Filmes auf der Leinwand glänzen zu sehen. Damit sind nicht etwa Chris Pratt oder Bryce Dallas Howard gemeint, sondern natürlich die Dinosaurier!

Wenn man eines dem Film nicht vorhalten kann, dann die Dinosaurier-Animationen. Spektakuläre Kämpfe der Titanen, neue Dinosaurier wie der gefiederte Pyroraptor, blutige Kopf-Beiß-Attacken und natürlich ein Wiedersehen mit T-Rex werten das Seherlebnis immerhin etwas auf und lohnen sich vielleicht für den ein oder anderen Dino-Begeisterten einen Kinobesuch. Doch davon abgesehen fasst Ian Malcom meine Meinung zum Film ganz passend zusammen:

„Jurassic World? Not a fan.“

Ian Malcom in Jurassic World: Ein neues Zeitalter

Fazit

6.3/10
Mäßig
Community-Rating:
Handlung 5.5/10
Charaktere 6.5/10
Visuelle Umsetzung 9/10
Emotionen 5/10
Spannung 5.5/10
Details:
Regisseur: Colin Trevorrow,
FSK: 12 Filmlänge: 147 Min.
Besetzung: Bryce Dallas Howard, Chris Pratt, Isabella Sermon, Jeff Goldblum, Laura Dern, Sam Neill,

Jurassic World: Ein neues Zeitalter kann nur mit wenigen Aspekten punkten. Zwischen den beiden Casts aus Jurassic Park und Jurassic World will es nicht recht funken und auch die Liebesgeschichte zwischen Alan und Ellie lässt zu cringen übrig. Jeff Goldblum glänzt hingegen wie immer als Ian Malcom und wer Dinos so gerne mag wie ich, könnte sich über die Dino-Action unter Umständen mit dem Film anfreunden.

Artikel vom 16. Juni 2022

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