7.3/10

Kritik: Phantastische Tierwesen 3: Dumbledores Geheimnisse

WENIGER IST MEHR

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Genres: Abenteuer, Fantasy, Startdatum: 07.04.2022

Interessante Fakten für…

  • Der ursprüngliche Drehbuchautor von Harry Potter, Steve Kloves, kehrt nach zehn Jahren auf den Autorensessel zurück. Er wurde engagiert, um J.K. Rowling zu helfen.
  • Johnny Depp drehte eine Szene, bevor er gebeten wurde, das Franchise zu verlassen. Verschiedenen Medienberichten zufolge wird er aufgrund seines „Pay-or-Play“-Vertrags die volle Gage von 16 Millionen Dollar erhalten.

Vier Jahre nach „Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen“ schickt Rowling nun „Dumbledores Geheimnisse“ ins Rennen. Den Film umgeben viele Kontroversen und auch die schlechten Rezensionen zum Vorgänger trübten die Erwartungen. Kann der Film und vor Allem auch Mads Mikkelsen als neuer Grindelwald überzeugen?

sophie 1
#Marvelgeek #Genießerin #Trash

Darum geht’s

Gellert Grindelwald (Mads Mikkelsen) will seinen Plan, die Macht der Zauberer über die Muggel und die Weltherrschaft, in die Tat umsetzten. Durch einen Blutpakt, den Gellert und er als Jugendliche geschlossen haben, kann Dumbledore (Jude Law) nicht gegen ihn vorgehen. So fragt er Newt Scamander (Eddie Redmayne) um Hilfe, denn Grindelwald besitzt durch ein magisches Wesen namens Qilin die Fähigkeit in die Zukunft zu sehen. Gemeinsam mit dem No-Maj und engen Freund Newts Jacob Kowalski (Dan Fogler), der Professorin Eulalie „Lally“ Hicks (Jessica Williams), dem Bruder der verstorbenen Leta Lestrange Yusuf Kama (William Nadylam), Newts Assistentin Bunty Broadacre (Victoria Yeates) und Newts Bruder und Auror Theseus (Callum Turner), versucht er mehrere Fährten zu legen, um Grindelwald zu überlisten.

Bereits jetzt zeigt sich, dass die Meinungen zu Dumbledores Geheimnisse auseinandergehen, doch eines lässt sich festhalten: er ist besser als sein Vorgänger. In Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen wurde zu viel versucht und nichts richtig umgesetzt. Zwar hat auch Dumbledores Geheimnisse ein ähnliches Problem, ist jedoch reduzierter und fokussierter.

Wo sind die fantastischen Tierwesen?

An einer Stelle hätten die Macher:innen jedoch nicht zurückschrauben müssen, denn es werden weitaus weniger Tierwesen gezeigt als in den Vorgänger-Filmen. Das ist zum einen schade, zum anderen bedeutet das auch weniger CGI. Natürlich sind Niffler und Bowtruckle wieder dabei und auch die Wesen, die gezeigt werden, sorgen teilweise für sehr witzige Momente. Diejenigen, die den Film bereits gesehen haben, werden wahrscheinlich wissen, welche Stelle hier insbesondere gemeint ist.

Allgemein kann man sowohl bei den Tierwesen, als auch durch den Film hinweg die Special Effects Abteilung nur loben. Dieses Element ist bisher bei allen drei Teilen durchwegs fantastisch, sodass Magie aus jedem Frame nahezu trieft. Unterstützt wird dies wie immer durch eine wunderschöne Filmmusik und der:die ein oder andere wird sich über wiederkehrenden musikalischen Themen aus dem Harry Potter-Universum freuen.

Aufgeräumter als der Vorgänger

Sonst wurden die Harry Potter Referenzen glücklicherweise weniger. Einige Charaktere, die unnützerweise in Grindelwalds Verbrechen vorkamen, wurden einfach weggelassen. Das könnten zwar einige als störend empfinden, meiner Meinung nach wirkte der Film dadurch weitaus „aufgeräumter“. Und doch beinhaltet Dumbledores Geheimnisse zu viel Story. Es wird kaum etwas erklärt und wenn man die zwei Filme davor länger nicht gesehen hat, könnte man bei einigen Charakteren nicht mitkommen, ohne nicht vorher wenigstens die Zusammenfassungen gelesen zu haben. Der Letzte ist immerhin vor vier Jahren herausgekommen!

Auch gibt es wieder viele Logiklücken und einige Stellen und Handlungsabschnitte wirken stark inszeniert und an den Haaren herbeigezogen. Dass beispielsweise Jacob Kowalski ein toller, sympathischer Typ und auch Publikumsliebling ist, ist klar. Wieso aber ist er Teil einer wichtigen Mission, die obendrein noch sehr gefährlich für einen Muggel ist? Nicht so umsichtig, Newt. Auch das Tierwesen, welches im Mittelpunkt der Handlung steht, scheint lediglich ins Drehbuch geschrieben, weil die Reihe „Phantastische Tierwesen“ heißt.

Mads – Ein guter Grindelwald?

Charaktertechnisch muss man jedoch auch zwei Dinge lobend hervorheben. Der Konflikt mit dem Obsucurus Credence wurde schön und befriedigend ausgearbeitet. Er wurde angenehm in die Handlung eingebettet ohne gezwungen zu wirken und hinterlässt bei den Zuschauer:innen keine Fragezeichen.

Die zweite Sache mag kontrovers sein: Mads Mikkelsen ist ein guter Grindelwald. Er spielt Gellert kalt und berechnend mit einem Hauch nostalgischer Emotionen. Die Umstände der Entlassung Johnny Depps außer Acht gelassen, bin ich froh um die Besetzung und mir fiele dabei keine bessere Wahl ein.

Fazit

7.3/10
Ordentlich
Community-Rating:
Handlung 6/10
Visuelle Umsetzung 9/10
Charaktere 6.5/10
Schauspiel 8/10
Humor 7/10
Details:
Regisseur: David Yates,
FSK: 12 Filmlänge: 143 Min.
Besetzung: Dan Fogler, Eddie Redmayne, Ezra Miller, Jude Law, Mads Mikkelsen,

Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse scheint aus einigen Fehlern seines Vorgängers gelernt zu haben. Das Problem besteht weiterhin, dass versucht wurde zu viel Story erzählen zu wollen, ohne diese ausreichend zu erklären. Im Vergleich zu Grindelwalds Verbrechen hat er sich dennoch an dem Punkt leicht verbessert. Für meinen Geschmack kamen zu wenig Tierwesen vor, doch visuell kann die Reihe weiterhin auf ganzer Linie überzeugen. Mads Mikkelsen als Ersatz für Johnny Depp war zudem die richtige Wahl. Allgemein gibt es eindeutig noch Luft nach oben, doch es bleibt die Hoffnung, dass sich die Reihe wieder erholt und auf dem richtigen Weg ist.

Unser Podcast zum dritten Film könnt ihr hier und auf Spotify, Apple Podcasts und Google Podcasts anhören:

Artikel vom 10. April 2022

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