Kritik: Élite – Staffel 2

Mord und Totschlag auf Spanisch
Spoilerfrei!
Lesedauer: 4 Mins.
  • Promo-Bild des Élite-Casts
  • Mit 'Élite' brachte Netflix nach 'Haus des Geldes' eine weitere erfolgreiche spanische Eigenproduktion an den Start. Nach einem Jahr dürfen sich Fans über neue Intrigen an der Elite-Schule Las Encinas freuen. Kann die zweite Staffel an die Qualität der ersten anknüpfen? Wenig Zeit? Zum Fazit! Alles gut an der Las Encinas? Seit dem Mord an Marina (María Pedraza) ist an der Elite-Schule Las Encinas nichts mehr wie zuvor. Samuel (Itzan Escamilla) versucht, die Unschuld seines Bruders Nano (Jaime Lorente) zu beweisen und sucht mit allen Mitteln nach dem wahren Täter. Guzmán (Miguel Bernardeau) kann trotz der Hilfe seiner Freundin Lucrezia…
    tba
    1
    Handlung
    75%
    Schauspiel
    85%
    Spannung
    85%
    Emotionen
    70%
    Dialoge
    70%
    User Rating: Be the first one !
  • Staffelstart: 06.09.2019
    Episoden: 16 in 2+ Staffeln
    FSK: 12
    Genre: , , , ,
    Showrunner:
    Besetzung: , , , , , , , , ,
    Bildrechte: © 2019 Netflix
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Gesamtbewertung:

Gut
77%

Mit 'Élite' brachte Netflix nach 'Haus des Geldes' eine weitere erfolgreiche spanische Eigenproduktion an den Start. Nach einem Jahr dürfen sich Fans über neue Intrigen an der Elite-Schule Las Encinas freuen. Kann die zweite Staffel an die Qualität der ersten anknüpfen?

Alles gut an der Las Encinas?

Seit dem Mord an Marina (María Pedraza) ist an der Elite-Schule Las Encinas nichts mehr wie zuvor. Samuel (Itzan Escamilla) versucht, die Unschuld seines Bruders Nano (Jaime Lorente) zu beweisen und sucht mit allen Mitteln nach dem wahren Täter. Guzmán (Miguel Bernardeau) kann trotz der Hilfe seiner Freundin Lucrezia (Danna Paola) und seiner besten Freunde Ander (Arón Piper) und Polo (Álvaro Rico) den Mord seiner Schwester nicht verarbeiten, während sich letztere heimlich mit seiner Ex-Freundin Carla (Ester Expósito) darum bemüht, die wahren Ereignisse der Mordnacht geheim zu halten. Als wäre das nicht schon genug, kommen mit Rebeka (Claudia Salas), Valerio (Jorge López) und Cayetana (Georgina Amorós) drei neue Schüler an die Las Encinas, die die ohnehin aufgeheizte Stimmung zwischen den Schülerinnen und Schülern nicht gerade entspannen. Und was hat es eigentlich mit dem vermissten Schüler auf sich, der in der ganzen Stadt gesucht wird?

Noch eine spanische Erfolgsgeschichte

Man kann an Netflix einiges kritisieren, aber genau so muss man dem Streaming-Giganten einiges zu Gute halten. Zum Beispiel, wie es der Streaming-Dienst schafft, Produktionen aus aller Welt auch tatsächlich in aller Welt bekannt und auch beliebt zu machen. So erfreut sich die spanische Serie Élite wie die weltweit gefeierte spanische Netflix-Produktion Haus des Geldes an einer großen Fanbase und an zahlreichen positiven Kritiken zur ersten Staffel. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen an die nun erschienene zweite Staffel, die das Publikum mit mehr Intrigen, mehr Spannung und einem nach wie vor unverschämt gutaussehenden Cast an die Bildschirme locken will.

Irrungen und Wirrungen an der Las Encinas

Wer mit der überspitzten Handlung der ersten Staffel seinen Spaß hatte, sollte auch mit den neuen Folgen von Élite glücklich werden. Die Drehbuchautorinnen und -autoren spinnen für das stellenweise an eine Telenovela erinnernde High-School-Krimi/Drama-Gemisch eine spannende, mit Intrigen, Sex und Gewalt gespickte Geschichte rund um den sozialen Klassenkampf an der spanischen Elite-Schule. Dabei fallen ganz dem Genre entsprechend auch mal kitschige und klischeehafte Sätze. Ob einem das gefällt oder nicht ist Geschmackssache. Élite bleibt der in der ersten Staffel gesetzten Grundstimmung treu und liefert eine spannende Geschichte rund um die Schülerinnen und Schüler ab. Den bekannten Gesichtern wird mehr Tiefe verliehen und so macht es noch mehr Spaß mitzufiebern, während das Leben der Charaktere immer mehr aus den Fugen gerät.

Guzmán (Miguel Bernardeau), Lucrezia (Danna Paola), Ander (Arón Piper) und Carla (Ester Expósito) stehen im Flur nebeneinander

Für Guzmán, Lucrezia, Ander, Carla und den Rest der Las Encinas gibt es auch in dieser Staffel wieder zahlreiche Intrigen

Frischer Wind an der Elite-Schule

Mit den drei Neuzugängen Cayetana, Valerio und Rebeka wirft man neue Schülerinnen und Schüler in den ohnehin schon explosiven Mix aus Teenagern, die dem bereits bestehenden Cast in Sachen Intrigen und Geheimnissen in Nichts nachstehen. Ohne Frage handelt es sich bei allen Neuzugängen um interessante Persönlichkeiten, doch leider wirkt es stellenweise so, als würde man nicht genau wissen, was man mit ihnen anfangen soll. Besonders deutlich wird das bei Rebeka, die für die Gesamthandlung ohne Frage wichtig ist, aber selbst als Charakter nicht ausreichend beleuchtet wird. Generell fragt man sich bei einigen Plots, ob diese wirklich von Anfang bis Ende durchdacht wurden. Es gibt viele interessante neue Ansätze, doch oft entwickeln sich diese auf eine nicht nachvollziehbare Art und Weise oder Enden doch sehr abrupt. Vielleicht hebt man sich einige Antworten für die bereits angekündigte dritte Staffel auf.

Valerion (Jorge López) und Cayetana (Gerorgina Amorós) kurz vor einem Kuss auf einer Pool-Party

Die Neuzugänge Valerio und Cayetana spielen mit den Schülerinnen und Schülern der Les Encinas ihr ganz eigens Spiel

Auch wenn das Drehbuch an einigen Stellen ins Straucheln gerät, liefert der gesamte Cast überzeugende Performances ab. Wer also trotz der tollen ersten Staffel noch befürchtet, dass man sich hier nur eine gut ausgeleuchtete Telenovela anschaut, liegt falsch. Sowohl die bekannten Gesichter als auch die Neuzugänge brauchen sich nicht zu verstecken und fesseln mit gutem, wenn auch stellenweise dem Drehbuch zu verdankendem trashigem Schauspiel an die Bildschirme. Vor allem gegen Ende der Handlung legen einige Charaktere völlig neue Seiten an den Tag und geben manchen Darstellerinnen und Darstellern so die Möglichkeit zu zeigen, was schauspieltechnisch alles in ihnen steckt. Ein gutes Beispiel dafür ist Jorge López, der den augenscheinlichen Partyfreak und Hedonist Valerio verkörpert.

Intrigen und Machtkämpfe im Hochglanzformat

Fans des visuellen Stils der ersten Staffel werden auch an der zweiten Staffel Spaß haben. Élite erfindet in Sachen Umsetzung das Rad nicht neu, trotzdem bekommt man das ein oder andere schöne Set und schicke Kostüme, die perfekt zu den jeweiligen Charakteren passen, geliefert. Auch die Kameraarbeit und das Editing wirken solide und fügen sich gut an den cleanen und doch irgendwie düsteren und geheimnisvollen Stil der ersten Staffel an. Da ist man gerne dazu bereit, die kleinen Macken des Drehbuchs zu verzeihen.

Fazit:

'Élite' - Staffel 2 hat zahlreiche spannende Intrigen im Gepäck

Noch mehr Intrigen, noch mehr Spannung, noch mehr Geheimnisse: Die zweite Staffel von Élite kann mit einer spannenden Geschichte rund um die Schülerinnen und Schüler der Les Encinas überzeugen. Die neuen Folgen knüpfen in Sachen Qualität des Schauspiels und der technischen Umsetzung nahtlos an die Vorgängerstaffel an, nur das Drehbuch bleibt etwas hinter den Erwartungen zurück.

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