Top 6: Epische Serien, die alle unterschätzen

Geheimtipps für Fans von 'Game of Thrones' und 'Vikings'

Titelbild zu Top 6 epische Serien die alle unterschätzen mit einem Wallpaper der Serie Black Sails

Platz 6: 'Marco Polo'

Genre: Historien-Serie, Drama
Staffeln: 2 (abgesetzt)

Darum geht’s:
Die Serie erzählt die Geschichte des wohl bekanntesten Händlers aller Zeiten. Der junge Marco Polo reist mit seinem Vater durch Asien und wird am Hofe des Urenkels von Dschingis Khan als Pfand zurückgelassen. Marco lernt die mongolische Kultur kennen, doch der Zeitpunkt ist ungünstig: Der Khan führt nämlich einen unerbittlichen Krieg gegen das Chinesische Reich…

Darum solltet ihr es anschauen:
Es ist eine Schande. Die teuerste Netflix-Serie aller Zeiten, die sogar mehr kostete als die ein oder andere Staffel von Game of Thrones, wurde aufgrund eben dieser üppigen Produktionskosten abgesetzt. Noch trauriger ist, dass das Ende der zweiten Staffel offen ist und Lust auf mehr macht. Obwohl die Serie zu Beginn von vielen Kritikern zerrissen wurde, entwickelte sich Marco Polo zu einer opulenten Historienserie, die Zuschauer durchgehend begeisterte. Nun ist Marco Polo wieder in den hinteren Sumpf der Netflix-Mediathek abgetaucht. Es kostet einen natürlich Überwindung, eine Serie anzufangen, von der man schon im Vorfeld weiß, dass sie einen nach zwei Staffeln für immer im Stich lassen wird. Deshalb „nur“ Platz 6 für Marco Polo.

Platz 5: 'Outlander'

Genre: Historien-Serie, Fantasy, Drama
Staffeln: 3 (wird fortgesetzt)

Darum geht’s:
Eine englische Krankenschwester des zweiten Weltkriegs namens Claire wird aus dem Jahr 1945 in das Jahr 1743 katapultiert. Wie und warum ist ihr noch nicht ganz klar. Claire muss sich an die veränderten Lebensgewohnheiten anpassen und Gefahren abwenden, denn als Frau aus der Zukunft wird man im 18. Jahrhundert schnell als Hexe abgestempelt. Doch nicht alles ist schlecht: Claire verliebt sich in den schottischen Krieger James, der sie in Schutz nimmt. Was dazu wohl der Ehemann aus der Gegenwart sagen würde?

Darum solltet ihr es anschauen:
Die Serie basiert auf den populären Highland-Romanen, die eher mit einer weiblichen Leserschaft assoziiert werden. Doch die Schmacht-Romanze wurde in eine epische Historien-Serie verwandelt, die für jeden Zuschauer etwas bietet. Outlander hat eine packende Geschichte und dichte Atmosphäre, kombiniert mit tollen Bildern und großen Emotionen, die nie in einen allzu triefenden Kitsch abrutschen. Ein Ende der Serie ist noch nicht in Sicht, ihr müsst euch also nicht vor einer Absetzung fürchten!

Platz 4: 'The Expanse'

Genre: Science-Fiction, Fantasy, Thriller
Staffeln: 2 (wird fortgesetzt)

Darum geht’s:
Die Geschichte spielt im 23. Jahrhundert. Die Menschen haben das Sonnensystem besiedelt. Es haben sich drei Parteien gebildet: Die Terraner auf der Erde, die Marsianer auf dem Mars und die Gürtler im äußeren Asteroidengürtel. Die Parteien kommen nicht gut miteinander aus und es droht Krieg. Die Situation wird umso angespannter, als eine außerirdische Substanz das Sonnensystem erreicht…

Darum solltet ihr es anschauen:
Es gibt nur wenige gute Science-Fiction-Serien wie Star Trek – und wer schaut heute überhaupt noch so etwas wie Star Gate an? The Expanse unterhält ab der ersten Minute und baut danach nicht mehr ab. Die Story wird schnell erzählt, es gibt reichlich Action und die visuelle Umsetzung ist grandios. Die Serie scheut sich nicht vor bildgewaltigen Weltraumaufnahmen, Raumschlachten und sonstiger Sci-Fi-Action. Die zweite Staffel ist dabei nochmal um einiges besser als die erste Staffel und liefert viele epische Momente. Falls ihr Filme und Serien mögt, die das Wort „Star“ im Namen haben, dann ist The Expanse auf jeden Fall Pflichtprogramm!

Platz 3: 'Penny Dreadful'

Genre: Horror, Fantasy, Drama
Staffeln: 3 (beendet)

Darum geht’s:
Im viktorianischen London gibt es ein großes Aufeinandertreffen der bekanntesten Charaktere aus den zeitgenössischen Gothic-Romanen. Die sogenannten „Penny Dreadfuls“ waren billige Heftchen mit Gruselgeschichten, von welchen sich die Serie inspirieren lassen hat. So kämpfen Vanessa Ives (Eva Green), Dorian Gray, Dr. Frankenstein und viele andere bekannte Charaktere gegen dämonische Mächte aus der Unterwelt.

Darum solltet ihr es anschauen:
Die Prämisse der Serie hört sich zuerst etwas trashig an. Doch nach zwei bis drei Folgen merkt man, dass Penny Dreadful eine hochwertig inszenierte Liebeserklärung an das Gothic-Genre ist, gespickt mit fantastischen Schauspielleistungen. Allen voran ist Eva Green als von Dämonen gejagte Protagonistin absolut umwerfend. So intensive Exorzismen wie in Penny Dreadful sieht man in nur wenigen anderen Horrorfilmen. Allgemein schafft es die Serie immer wieder, dem Zuschauer einen kalten Schauer über den Rücken zu jagen. Darüber hinaus funktioniert Penny Dreadful aber auch als opulente Kostümserie mit aufwendigen Effekten und Action-Szenen. Obwohl das Spektakel nur drei Staffeln lang ist, findet die Serie einen würdigen Abschluss.

Platz 2: 'The Last Kingdom'

Genre: Historie, Action, Drama
Staffeln: 2 (wird fortgeführt)

Darum geht’s:
England im frühen Mittelalter: Die Insel wird von Dänen überfallen (heute bekannt als „Wikinger“), die im ganzen Land rauben und morden. In der Mitte des Kriegs befindet sich Uhtred, ein Spross des englischen Adels, der allerdings als Däne aufgezogen wurde. Uhtred vermittelt zwischen beiden Seiten und schließt sich letztendlich dem englischen König Alfred an, um die angelsächsischen Königreiche vor dem Untergang zu bewahren…

Darum solltet ihr es anschauen:
In gewisser Weise versucht The Last Kingdom, an den Erfolg von Vikings anzuknüpfen. Allerdings basiert die Serie auf den bekannten Historienromanen von Bernard Cornwell und hat damit sogar ältere Wurzeln als das große Vorbild. Darüber hinaus ist The Last Kingdom geschichtliche Korrektheit enorm wichtig, wohingegen Vikings eher auf ein stilisiertes Bild des Wikinger-Lifestyles setzt. Zwar hat The Last Kingdom noch nicht das immersive World-Building des großen Bruders erreicht, besticht aber dafür mit einem strafferen Erzähltempo und spannenderen Dialogen. Vergleicht man nur die ersten Staffeln beider Serien, würde The Last Kingdom den Sieg einfahren. Denn die Serie des BBC scheut sich ebenfalls nicht vor großen und epischen Schlachten, die in Vikings lange auf sich warten ließen.

 

Platz 1: 'Black Sails'

Genre: Historie, Action, Drama
Staffeln: 4 (beendet)

Darum geht’s:
18. Jahrhundert, Karibik: Piraten besetzen die Handelsstadt Nassau und wollen sich vom englischen Königreich loslösen. Captain James Flint ist einer der mächtigsten Piraten der Karibik und träumt ebenfalls von der Freiheit aller Piraten. Um dies zu realisieren, möchte Flint die Größte Beute aller Zeiten machen, nämlich das legendäre Schatzschiff „Urca de Lima“ ausrauben…

Darum solltet ihr es anschauen:
Black Sails verbindet Fiktion mit Historie: Die Serie ist die Vorgeschichte des Romanklassikers Die Schatzinsel, setzt die Handlung aber in ein geschichtlich akkurates Setting. Da Michael Bay die Serie produzierte, wurde Black Sails von Einigen sofort als minderwertig abgestempelt. Hinzu kommt, dass Black Sails ein paar Folgen Anlauf benötigt, bis sie wirklich zündet. Doch was darauf folgt, ist eine actiongeladene Abenteuer-Serie auf höchstem Niveau. Ausgefeilte Dialoge, komplexe Handlungsstränge und brachiale Gefechte auf See – spätestens ab Staffel 2 kommt man von Black Sails nicht mehr los. Man kann es kaum fassen, dass eine Serie mit so opulenter Ausstattung und packender Geschichte so wenig Zuschauer hat. Immerhin war das Ende von Black Sails eine künstlerische und keine kommerzielle Entscheidung. Die Serienmacher durften ihre Geschichte in vier Staffeln sorgfältig zu Ende erzählen. Black Sails ist das erwachsene Pendant zu Fluch der Karibik

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