Topliste: Die besten Film-Trilogien aller Zeiten

21 großartige Trilogien im endgültigen Ranking

Spoilerfrei!

Titelbild für Topliste "Die besten Film-Trilogien aller Zeiten" mit Lisbeth Salander, Gandalf, Neo, Indiana Jones und Alien

Die Bewertungskriterien:

  1. Die Filme müssen als Trilogie geplant oder anerkannt gewesen sein. Trilogien, die später durch weitere Sequels ergänzt wurden, werden dennoch in ihrer ursprünglichen Form anerkannt. 
  2. Wie konsistent ist die Qualität der einzelnen Filme in der Trilogie? 
  3. Wie stimmig ist der Stil der einzelnen Filme in der Trilogie?
  4. Wie interessant und innovativ ist das Konzept der Trilogie? 
  5. Welchen Einfluss hat die Trilogie? 
  6. Die Liste ist bis zu einem gewissen Grad natürlich subjektiv! Meinungsverschiedenheiten sind okay!

Platz 21: 'Jurassic Park'-Trilogie

Obwohl Steven Spielbergs Jurassic Park ein Meilenstein des Blockbuster-Kinos ist, konnten die beiden Sequels die Magie nicht wiederbeleben. Spielberg führte für das erste Sequel The Lost World: Jurassic Park sogar erneut Regie, inszenierte aber ein eher seelenloses Spektakel. Jurassic Park 3 war dann auch nicht mehr als Durchschnittsware.

Dennoch hat die Dino-Welt ihren Kultstatus verdient. Mit dem Revival Jurassic World  (2015) wurde dem Franchise wieder Leben eingehaucht und kann getrost als bestes Jurassic Park-Sequel angesehen werden, ohne dass man dafür von Kult-Hipstern belächelt wird – doch leider gehört Jurassic World nicht zur Original-Trilogie.

Bester Teil: Jurassic Park (1993)

Schwächster Teil: Jurassic Park 3 (1997)

Platz 20: 'Die Nackte Kanone'-Trilogie

Schwachsinns-Humor sollte nie mehr so lustig sein wie in Die Nackte Kanone. Die irrwitzigen Gags der Kult-Klassiker des Comedy-Genres sind auch heute noch genau explosiv wie Anfang der 90er. Leslie Nielsen nagelt mit seiner staubtrockenen Art jede Pointe an die Wand. Regisseur David Zucker, der nach seiner Die Nackte Kanone-Trilogie nichts Großes mehr geleistet hat (Scary Movie zähle ich bewusst nicht dazu), kann sich für seine drei Filme immerhin stolz auf die Schulter klopfen. Jeder Teil ist genauso lustig wie der andere. Die bescheuerten Sequel-Namen 2 1/2 und 33 1/3 unterstreichen die geniale Hirnlosigkeit des Nackte Kanone-Humors. Heutzutage traut man sich an diese Art von Humor nicht mehr heran – es funktioniert einfach nicht mehr.

Bester Teil: Die Nackte Kanone 2 1/2 (1991)

Schwächster Teil: Die Nackte Kanone 33 1/3 (1994)

Platz 19: 'Spider-Man'-Trilogie

Anfang der 2000er waren Comic-Filme noch etwas Besonderes. Die Spider-Man-Trilogie war damals eine Ausnahme in der Fantasy-geprägten Blockbuster-Landschaft. Tobey Maguire als Supernerd Peter Parker ist für viele auch heute noch der beste Spider-Man.

Ganze zwei Mal wurde dieses Franchise mittlerweile rebootet. Dennoch behält das "Original" den Charme einer abgeschlossenen Film-Trilogie, ohne exzessives Universe Building und unnötige Crossover. Spider-Man 2 findet man sogar in einigen Film-Listen der besten Sequels aller Zeiten. Doch wie so oft, endet die Trilogie leider mit dem schwächsten Film. Spider-Man 3 ist zwar alles andere als schlecht, wirkt aber sehr zerfahren, und die unnötigen "böser Peter"-Szenen haben mehr Meme-Potential, als wirklich ernst genommen zu werden.

Bester Teil: Spider-Man 2 (2004)

Schwächster Teil: Spider-Man 3 (2007)


Topliste: Die besten Marvel-Filme aller Zeiten

Platz 18: 'Iron Man'-Trilogie

Nach Spider-Man folgte Iron Man. So langsam kam man auf den Geschmack von Comic-Filmen. Immer noch frisch und unvorhersehbar, gab Marvel sein Talent für potente Blockbuster zum besten. Der erste Iron Man ist auch heute noch einer der gelungensten Superhelden-Origin-Filme. Getragen von Robert Downey Jr.s lässiger Performance, wurden auch Iron Man 2 und 3 grundsolide Unterhaltungsfilme. Bis heute ist die Iron Man-Reihe eine der konsistentesten Comic-Film-Reihen aller Zeiten.

Bester Teil: Iron Man (2008)

Schwächster Teil: Iron Man 2 (2010)

Platz 17: 'Terminator' Original-Trilogie

Die ersten beiden Terminator-Filme katapultierten James Cameron in die Oberliga der Hollywood-Regisseure. Terminator und Terminator 2 - Tag der Abrechnung könnten dabei kaum unterschiedlicher sein. In welcher Fortsetzung wird sonst der eigentliche Bösewicht (Arnold Schwarzenegger) zum Good Guy? Terminator 2 ist bis heute einer der besten Action-Filme aller Zeiten. Umso generischer ist leider der überflüssige Terminator 3 - Rebellion der Maschinen, der die Zukunft des Franchises besiegeln sollte. Seien wir mal ehrlich: Es wäre das Beste gewesen, wenn man nach Terminator 2 "Hasta la vista" gesagt hätte.

Bester Teil: Terminator 2 - Tag der Abrechnung (1991)

Schwächster Teil: Terminator 3 - Rebellion der Maschinen (2003)

Platz 16: 'Alien' Original-Trilogie

Ridley Scott, James Cameron und David Fincher – die ersten drei Alien-Filme waren Sprungbretter für die Crème de la Crème der Blockbuster-Regisseure unserer Zeit. Jeder der drei Herren drückte seinen eigenen Stempel auf das Franchise. Das minimalistische Original von Ridley Scott, die kraftstrotzende Fortsetzung von James Cameron und der umstrittene Alien 3 von David Fincher.

Was danach kam, ignorieren wir einfach mal. Zwar wurde mit Prometheus und Alien: Covenant wieder an alte Qualitäten angeknüpft, doch sind die Filme viel mehr Reboots als Sequels der ursprünglichen Alien-Trilogie. Leider will die Phrase "Die Trilogie ist gut so wie sie ist!" auch nicht ganz passen, denn der vorläufige Abschluss der Ripley-Story kann in keiner Weise mit den ersten zwei Teilen mithalten. Alien 3 ist zwar nicht so abscheulich schlecht wie von einigen Fans behauptet, doch Fincher kann definitiv mehr als das.

Bester Teil: Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (1979)

Schwächster Teil: Alien 3 (1992)

Platz 15: 'Die Matrix'-Trilogie

Vor Inception war es Die Matrix – "intelligente" Blockbuster sollten das Mainstream-Kino für immer aufwerten. Das Original ist ein Meisterwerk, das eine ganze Generation von nerdigen Hobby-Philosophen ausbildete (darunter auch mich selbst). Im Grunde schrie Die Matrix also nach einem Franchise – und das zurecht. Die Idee und die Welt geben genug Stoff für mehrere Fortsetzung. Leider erreichen die beiden Sequels Matrix: Reloaded und Matrix: Revolutions, die direkt hintereinander abgefilmt wurden, nicht die Genialität des ersten Teils. Ausufernde CGI-Action und überkomplizierte Story-Verwicklungen hinterlassen einen bitteren Beigeschmack. Dennoch ist das Worldbuilding faszinierend – allein schon aus dem Grund, dass Matrix nicht auf einer Roman- oder Comic-Vorlage basiert!

Bester Teil: Die Matrix (1999)

Schwächster Teil: Matrix: Revolutions (2003)

Platz 14: 'Millenium'-Trilogie

Richtig, ich rede von der schwedischen Version, die tatsächlich jedes Buch von Stieg Larssons Millenium-Trilogie verfilmt hat. Das amerikanische Remake von Verblendung mit Daniel Craig und Rooney Mara, das nur zwei Jahre nach der schwedischen Verfilmung mit Noomi Rapace in die Kinos kam, ist zwar durchaus gelungen, aber dennoch unnötig. Wenn schon, dann als Trilogie!

Zwar können Teil 2 Verdammnis und Teil 3 Vergebung nicht an die Suspense des ersten Teils anknüpfen und wirken in den schwächeren Momenten wie konventionelle TV-Thriller, doch die überlangen Mystery-Filme leben von der Chemie ihrer beiden Lead-Charaktere Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist. Dass aus diesem Film-Genre überhaupt ein Franchise entstehen konnte, ist beeindruckend genug. Normalerweise bekommen diese "Fincher-esquen" Thriller keine Fortsetzungen.

Bester Teil: Verblendung (2009)

Schwächster Teil: Vergebung (2010)

Platz 13: 'Zurück in die Zukunft'-Trilogie

Kult durch Nostalgie. Der Hype um Zurück in die Zukunft scheint auch 30 Jahre später noch nicht abzuflachen. Es gibt (zum Glück) noch nicht einmal ein Reboot oder ein Remake. Die Trilogie bleibt unangetastet und ruht nun in Frieden auf dem Regal der großen Klassiker.

Das unschuldige und gut gelaunte Zeitreisen-Franchise von Robert Zemeckis macht einen runden und schlüssigen Eindruck. Statt dass die Sequels die Geschichte des Originals einfach aufwärmten, wurde weitergedacht und weitererzählt. Jeder Teil bietet verschiedene Settings (das Finale ist ein Western!) und neue Ideen (Hoverboards!). Die einzelnen Filme verschmelzen dabei immer wieder zu einem großen Story-Konstrukt. Dennoch bauen Zurück in die Zukunft II und III konstant an Faszination ab – wie eben so oft in Trilogien. Zumindest in der Theorie ist dieses Film-Terzett jedoch ein beinahe perfektes Franchise.

Bester Teil: Zurück in die Zukunft (1985)

Schwächster Teil: Zurück in die Zukunft III (1990)

Platz 12: 'Star Wars'-Prequels-Trilogie (Episode I bis III)

"Was?! Blasphemie! Die desaströsen Star Wars-Prequels über Jurassic Park, Terminator, Alien und Zurück in die Zukunft?" Jap. Bevor ihr mir den Kopf abreißt, muss ich aber eingestehen, dass Die Dunkle Bedrohung und Angriff der Klonkrieger problematische Filme sind. Überquellend vor Ambition, doch rar an Magie, verhedderte sich George Lucas in seiner eigenen Welt.

Doch anders als bei den zuvor genannten Film-Trilogien, gibt es eine konstante Steigerung und eine übergreifende Geschichte, die in der Tat erzählenswert ist. Hinzu kommen ikonische Szenen, wie das Pod-Rennen, das Darth-Maul-Duell, Anakins Tuskenräuber-Massaker – und Episode III. Die Rache der Sith ist der mit Abstand unterbewertetste Star Wars-Film aller Zeiten. Kein anderer Film des Franchises erreicht die Bosheit und Intensität, die während des Finales von Episode III heraufbeschworen wurde. Die perfekte Anknüpfung an die Original-Trilogie versöhnt uns mit Lucas' Verwirrungen aus Episode I und II. Darum gibt's den wohl verdienten Platz 11.

Bester Teil: Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith (2005)

Schwächster Teil: Star Wars: Episode I – Die Dunkle Bedrohung (1999)


Meine Meinung zu den Star Wars-Filmen:


Platz 11: 'Bourne'-Trilogie ('Identität', 'Verschwörung' und 'Ultimatum')


Auch hier haben wir eine Trilogie, die mit jedem Film besser wurde. Matt Damon als gejagter Jason Bourne ist mittlerweile ein ikonischer Action-Held, der sich vor James Bond und Ethan Hunt nicht zu verstecken muss. Der subtile Die Bourne Identität von Doug Liman bereitete den Weg für die hochenergetischen und hektischen Sequels Die Bourne Verschwörung und Das Bourne Ultimatum. Warum diese perfekte Trilogie nicht unangetastet blieb und unbedingt noch zwei unnötige Fortsetzungen gedreht werden mussten, lässt sich nur aus kommerzieller Sicht erklären. Mehr übrig als ein Bourne-Out blieb für die Zuschauer jedoch nicht.

Bester Teil: Das Bourne Ultimatum (2007)

Schwächster Teil: Die Bourne Identität (2002)


Kritik: Jason Bourne

Topliste: 15 unterschätzte Filme des 21. Jahrhunderts (von Film Plus Kritik)


Platz 10: 'Der Hobbit'-Trilogie

Hach ja, immer diese Prequel-Trilogien. Natürlich kann Der Hobbit seinem großen Bruder Der Herr der Ringe in keiner Weise das Wasser reichen. Aber immerhin strengt er sich verdammt an. Alles ist da – bis auf die Substanz. Eventuell wäre ein Zweiteiler für die Verfilmung des 300 Seiten "langen" Kinderbuchs wirklich die bessere Lösung gewesen, anstatt das Spektakel auf die Größe einer Trilogie aufzupusten. Die obligatorischen Extended Cuts von Peter Jackson übertreiben es dann maßlos.

Die drei Filme sind zwar keine Meisterwerke, stechen aber dennoch die meiste Konkurrenz aus dem Fantasy-Genres locker aus. Bildgewalt, Epik, Emotionen und ein Hauch von Nostalgie – das schenkt uns Peter Jackson mit seiner Wiederbelebung von Mittelerde. Der zweite Teil Smaugs Einöde kommt den Herr der Ringe-Filmen qualitativ sogar gefährlich nahe. Eine Unerwartete Reise und Die Schlacht der fünf Heere kämpfen allerdings mit einigen Durststrecken. Sei's drum: Der Hobbit ist eine sympathische Ergänzung des Franchise, die für die man sich nicht schämen muss.

Bester Teil: Der Hobbit - Smaugs Einöde (2013)

Schwächster Teil: Der Hobbit - Eine unerwartete Reise (2014)


Meine Meinung zu den Hobbit-Filmen:


Platz 9: 'Pirates of the Caribbean' ursprüngliche Trilogie (Teil 1 bis 3)

Das Piratenfilm-Genre galt als ausgestorben. Doch mit Disneys Überraschungshit Fluch der Karibik eroberten Jack Sparrow und Co. die Popkultur der 2000er Jahre im Sturm. Die simple Mixtur aus Action, Fantasy und Komödie war die Wiederentdeckung des Abenteuerfilms, der seit der 90er ein langes Tief ertragen musste.

Heute ist der erste Teil der Pirates of the Caribbean-Reihe nicht weniger als ein Klassiker. Die beiden Fortsetzungen Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2 und Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt, die nach dem Vorbild der Matrix-Sequels in einem Rutsch abgedreht wurden, fielen hingegen etwas in Ungnade. Sie seien zu ambitioniert, zu verworren und zu überladen. Doch rückblickend sind die beiden Fortsetzungen besser als ihr Ruf: Das fantasievolle Worldbuilding, der starke Cast und die visuelle Ästhetik können von nur wenigen modernen Blockbustern getoppt werden. Regisseur Gore Vebrinski drückte den ersten drei Pirates-Filmen seinen eigenen Stempel auf, der in den beiden weiteren Fortsetzungen Fremde Gezeiten und Salazars Rache leider etwas fehlt.

Bester Teil: Fluch der Karibik (2003)

Schwächster Teil: Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik (2006)


Kritik: Pirates of the Caribbean: Salazars Rache

Platz 8: 'Indiana Jones'-Trilogie (Ohne 'Königreich des Kristallschädels')

Schließt die Augen und denkt an den Begriff "Abenteuer". Die Meisten dürften nun drei Bilder gesehen haben: Ein Dschungel, ein verlassener Tempel und ein Mann mit Hut und Lasso. Steven Spielbergs Indiana Jones, zugleich eine der vielen Paraderollen von Harrison Ford (Blade Runner 2049) ist die Essenz des Abenteuer-Genres und einer der Grundpfeiler des Mainstream-Kinos. Eine Liste von Filmklischees, welche die Indiana Jones-Filme initiiert haben, wäre beinahe endlos. Doch was heute altbacken wirkt, war damals frisch. Und der jugendliche Charme dieser Trilogie wurde bis heute konserviert.

Der erste Teil Jäger des verlorenen Schatzes ist auch heute noch einer der unterhaltsamsten Filme aller Zeiten ist. Das erste Sequel Der Tempel des Todes unterscheidet sich jedoch stark von allen anderen Jones-Filmen: Der düstere Ton und die laute Nonstop-Action gefiel nicht jedem – auch der Humor wurde etwas dämlicher (einige Szenen in Indien wären heute sogar rassistisch), weshalb der Mittelteil der Trilogie bei Fans sehr umstritten ist. Mit Der letzte Kreuzzug wurde aber wieder an die Qualitäten des ersten Teils angeknüpft und konnte diesen storytechnisch sogar noch überbieten. Insgesamt ist Indiana Jones somit eine der konsistentesten Trilogien der Filmgeschichte. Und das Schöne ist, dass jeder Film auch für sich alleine stehen kann. Königreich des Kristallschädels steht für die Meisten jedoch weit abseits.

Bester Teil: Indiana Jones und der letzte Kreuzzug  (1989)

Schwächster Teil: Indiana Jones und der Tempel des Todes (1984)

Platz 7: 'Planet der Affen'-Prequel-Trilogie

Überraschung, noch eine Prequel-Trilogie! Das Klassiker-Franchise Planet der Affen erlebte 2011 ein affenstarkes Reboot, das einen völlig neuen Weg einschlug. Statt trashiger Sci-Fi-Action nahm sich die Geschichte so ernst wie noch nie zuvor und fokussierte sich auf Handlung, Charaktere und Emotionen. Andy Serkis hat nun neben Gollum aus Der Herr der Ringe eine weitere Paraderolle: Affen-Anführer Caesar. Das unglaubliche Performance Capturing der Affen ist eines der technischen Kinowunder des 21. Jahrhunderts.

Als Trilogie funktionieren die Filme sogar noch besser – jeder Teil konnte seinen Vorgänger übertrumpfen. Prevolution, Revolution und Survival sind drei individuelle Filme, die sich hervorragend ergänzen. Die Planet der Affen-Prequels gehören zu den "perfektesten" Blockbuster-Trilogien aller Zeiten!

Bester Teil: Planet der Affen: Survival (2017)

Schwächster Teil: Planet der Affen: Prevolution (2011)


Kritik: Planet der Affen: Survival

Platz 6: 'Die Cornetto-Trilogie' ('Shaun of the Dead', 'Hot Fuzz' und 'The World's End')

Kommen wir zu einem Underdog, den viele überhaupt nicht als Trilogie kennen. Edgar Wrights "Cornetto-Trilogie" besteht aus den drei Komödien Shaun of the Dead, Hot Fuzz und The World's End. Der Zusammenhang: Jeder Film parodiert ein bestimmtes Filmgenre, Simon Pegg und Nick Frost spielen die Hauptrollen und... in jedem Film ist ein Cornetto-Eis zu sehen.

Jeder der drei Filme ist ein Meisterwerk des britischen, schwarzen Humors. Doch statt platte Komödien à la Scary Movie lieblos abzudrehen, inszenierte Edgar Wright Filmkomödien, die dennoch als Genre-Filme funktionieren, die sie eigentlich parodieren. Shaun of the Dead ist eine spannende Zombie-Komödie, Hot Fuzz ein lustiges Hommage an den Action-Film und The World's End mischt eine Alien-Apokalypse mit einer exzessiven Sauftour. Der Preis für das originellste Trilogie-Konzept geht auf jeden Fall an die "Cornetto-Trilogie"!

Bester Teil: Hot Fuzz (2007)

Schwächster Teil: The World's End (2013)

Platz 5: 'Der Pate'-Trilogie

Francis Ford Coppolas epischer Mafia-Dreiteiler sollte eigentlich gar keiner werden. Nur der erste Teil basiert auf der Romanvorlage von Mario Puzo. Teil II und III waren hingegen die Fiktion von Coppola selbst, der mithilfe von Puzo die Geschichte der Familie Corleone weiterspann. Der Pate wurde von Kritikern und Publikum verehrt, Marlon Brandos Rolle als Vito Corleone gilt als legendär. Eine maue Fortsetzung hätte den Ruf dieses Standalone-Meisterwerks im Handumdrehen zerstört. Doch was Coppola kreierte, war nichts weiter als das vermutlich beste Film-Sequel aller Zeiten. Der Pate - Teil II ist noch größer und epischer als sein Vorgänger und die Schauspielleistungen von Al Pacino und Robert De Niro sind nicht von dieser Welt.

16 Jahre später juckte es Coppola und dem Studio dennoch in den Fingern, aus dem Paten eine Trilogie zu machen. Der Pate - Teil III erreicht in keiner Weise das Niveau der beiden vorausgegangen Meisterwerke, ist aber dennoch ein würdiger Abschluss der Geschichte. Die Atmosphäre und die involvierende Geschichte bleiben etwas auf der Strecke, doch immerhin trifft die letzte halbe Stunde den Nagel auf den Kopf. Teil III ist also absolut kein schwacher Film – nur relativ gesehen zu Teil I und II.

Bester Teil: Der Pate - Teil II (1972)

Schwächster Teil: Der Pate - Teil III (1990)

Platz 4: 'Toy Story'-Trilogie

Als Filmkritiker ist es einfach zu sagen, dass der erhabene Pate ja wohl mehr Einfluss auf die Film-Industrie gehabt habe als dieses "Kinder-Franchise". Aber ist das wirklich so? Toy Story revolutionierte den Zeichentrick-/ Familienfilm als Pionier der 3D-Computeranimation. Es war der Aufstieg von Pixar, das auch heute noch Meisterwerke am Fließband produziert.

Umso beeindruckender ist, dass Pixar zwei Fortsetzungen zu Toy Story produzierte, die beide noch besser sind als das Original. Die kongeniale Prämisse der lebendigen Spielzeuge ist in Toy Story 3 immer noch genau so frisch wie 1995. Die Trilogie besteht aus drei Meisterwerken, die mit Witz, Charme und Herz nicht nur Kinder begeistern, sondern (vor allem) auch Erwachsene. Dieses "Pixar-Erfolgsversprechen" funktioniert in Toy Story so gut wie in keinen anderen Animations- und Zeichentrick-Filmen.

Bester Teil: Toy Story 3 (2010)

Schwächster Teil: Toy Story (1995)

Platz 3: 'Star Wars'-Original-Trilogie (Episode IV bis VI)

Tja, hier ist sie – die wohl berühmteste Film-Trilogie aller Zeiten. Star Wars bekommt die Bronze-Medaille. Eigentlich muss überhaupt nicht mehr erwähnt werden, dass die Original-Trilogie die Prequels mit Meilenabstand abhängt. Ebenso wie bei der Der Pate-Trilogie gilt der Mittelteil Das Imperium schlägt zurück als eine der besten Sequels aller Zeiten. Während Eine Neue Hoffnung das simple und perfekte Science-Fiction-Märchen ist, erforscht die Fortsetzung die dunkle Seite des Star Wars-Universums.

Auch heute streiten sich die Fans, welcher Star Wars-Film denn nun der Beste sei, zur Auswahl stehen nämlich nur Hoffnung und Imperium. Denn wie so oft, kann der dritte Teil nicht mehr ganz mithalten. Die Rückkehr der Jedi Ritter ist aber trotz einiger kindischer Elemente (Betonung liegt auf "kindisch" und nicht "kinderfreundlich") ein mitreißendes Finale der Trilogie. Als George Lucas vor einigen Jahren die drei Filme überarbeitete und aufpolierte, war das Geschrei groß. Über die zusätzlichen eingefügten CGI-Elemente lässt sich auch streiten, doch die letzten Minuten von Die Rückkehr der Jedi-Ritter haben definitiv von der Optimierung profitiert. Schließlich sollte diese legendäre Trilogie nicht dem Fortschritt der Zeit zum Opfer fallen und auch noch kommende Generationen beglücken.

Bester Teil: Star Wars: Episode V - Das Imperium schlägt zurück (1980)

Schwächster Teil: Star Wars: Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter (1983)

Platz 2: Christopher Nolans 'Batman'-Trilogie

Auch wenn mich viele der Blasphemie beschuldigen werden, dass ich Nolans The Dark Knight-Interpretationen mit Silber auszeichne, während Star Wars ein Treppchen weiter unten stehen muss, ist mir die Entscheidung sehr leicht gefallen. Batman Begins ist auch heute noch einer der emotionalsten und vielschichtigsten Superhelden-Origin-Filme.

Das umwerfende Sequel The Dark Knight, das sich zu Legenden wie Terminator 2, Alien 2 und Der Pate - Teil 2 gesellen darf, ohne sich in ihrer Präsenz zu schämen, schrieb mit Heath Ledgers Performance als "Der Joker" Kinogeschichte. Doch auch abseits dieser Kult-Rolle ist The Dark Knight die wohl beste Comic-Verfilmung aller Zeiten.  Natürlich konnte der finale Film The Dark Knight Rises dieses Meisterwerk nicht toppen – aber was heißt das schon. Der dritte Teil verband die Epik aus Batman Begins mit den komplexen Drama- und Thriller-Elementen aus The Dark Knight. Nolans Trilogie erspart sich somit das Schicksal einer Der Pate-Trilogie, die nach dem besten Film einfach aufhören hätte müssen. Trilogie, done f*cking right. Doch es gibt nur eine Nummer 1...

Bester Teil: The Dark Knight (2008)

Schwächster Teil: The Dark Knight Rises (2012)


Topliste: Die besten Filme von Christopher Nolan

Platz 1: 'Der Herr der Ringe'-Trilogie

Nix da, Der PateStar Wars oder Batman – der erste Platz gehört Peter Jacksons Der Herr der Ringe. So wenig überraschend Platz 1 sein dürfte, so verdient ist er.  Diese drei Filme sind in jeder Hinsicht perfekt. Und nicht nur das, sondern auch groß, episch, mitreißend, emotional, bildgewaltig, innovativ und ästhetisch.

Bevor ich noch 20 weitere Adjektive aneinanderreihe, die dieses Filmwunder irgendwie beschreiben können, vergleichen wir doch einfach mal, was die Der Herr der Ringe-Trilogie so viel besser macht als alle anderen Trilogien. Zum einen die Kontinuität. Die Trilogie erzählt eine Geschichte, die hervorragend auf drei Filme aufgeteilt wurde. Die Homogenität des Franchise wird nicht von stilistischen Brüchen oder unnötigen Sequels geplagt. Zum anderen die unfassbare Größe: Während ein Franchise wie Star Wars maßgeblich durch Nostalgie auf eine Größe aufgepumpt wird, die den eigentlichen Filmen nicht ganz gerecht wird, ist Der Herr der Ringe genau so gigantisch wie sein Hype. Ein Beispiel: Jemand, der in seinem Leben noch nie einen Star Wars-Film gesehen hat, wird sich nach einem Marathon der Original-Trilogie wohl denken "Echt stark, aber irgendwie habe ich aufgrund des Hypes doch etwas mehr erwartet", wäre es bei Der Herr der Ringe wohl eher "Verdammt, wieso habe ich die Filme so lange gemieden?".

Außerdem: Peter Jacksons Magnum Opus ist die einzige Trilogie, die mit jedem Film signifikant besser und besser wurde. Die Rückkehr des Königs ist auch beute noch der Superlativ des Blockbuster-Kinos. Größer geht einfach nicht. Es. geht. nicht.

Bester Teil: Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs (2003)

Schwächster Teil: Der Herr der Ringe - Die Gefährten (2001)


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